Ich hab zur Zeit voll die rebellische Phase... ähnlich einem teenager... höre interessanterweise im Moment auch solche Musik... 80er-mäßig halt: Depeche Mode, Bronski Beat, Marc Almond, Wolfsheim, Evanescense, Mozart.... ist aber anders als früher, nämlich sachlich und friedlich, ruhend und nicht explosiv... auch das tut sich von selbst... interessant... Hintergrund (vermutlich): Mein Chef fängt an zu schwindeln, wenn's "eng" wird... behandelt gleichartige Dinge zum Teil krass unterschiedlich... und hat manchmal recht eigenartige ethische Ansätze, die Richtung Rassismus neigen... Kann ich gar nicht leiden... und ist für mich auch keine gute (Chef)eigenschaft... da lehnt sich mein Innerstes auf... und das darf es auch in den Bereichen, wo es selbsteinschränkend wirkt... Da ist wieder dieser Idealismus... Bin grad am Grübeln, ob so ein Gerechtigkeitsfimmel wirklich gut ist... naja, die Situation wird sich klären und auflösen... so und so. Holger
In Antwort auf:da lehnt sich mein Innerstes auf... und das darf es auch in den Bereichen, wo es selbsteinschränkend wirkt...
Das scheint mir überhaupt der Bereich zu sein, der trennend wirkt... und der Bereich, wo uns die innere Rebellion zur Handlung bringt... Das Selbst lässt sich nicht länger einschränken, denn es kennt seine ursprüngliche Weite...
Ein Chef hat Verfügungsgewalt. Ist eine interessante Konstellation, als Erwachter in der Abhängigkeit eines Unerwachten zu stehen...
da freu ich mich mit dir über dein musik-revival-feeling.........ganz manchmal überkommt mich auch so eine laune und dann leg ich die platten von früher auf (lou reed, bowie, patti smith, joplin, deep purple usw.)
In Antwort auf:da lehnt sich mein Innerstes auf... und das darf es auch in den Bereichen, wo es selbsteinschränkend wirkt...
ALLES darf SEIN......im spiel der grenzenlosigkeit .....na ja....so weit der verstand eben grenzenlos sein kann *g*
Liebe Saraswati, ja, das kann sein... ich kann im Moment aber auch gar nicht anders, selbst wenn ich es wollte. Will aber gar nix, wie auch... (*ggg*) Die Situation ist rein äußerlich enstanden, weil er neu hinzugekommen ist und ich ihn einarbeiten soll. Er hat voll die hierarchiche Schiene drauf, hat ursprünglich Offizier werden wollen und dann Lehramt studiert und bisher keinerlei Führungserfahrung... und das bekommt er überhaupt nicht gebacken in dieser Konstellation. Die Menschen werden in hierarchische Klassen unterteilt und er legt die Wertigkeiten fest. Wenn sich ein Mitarbeiter mit einem "höher Gestellten" einer anderen Firma unterhält, das geht schon mal gar nicht. Da muss er dabei sein, um das hierarchische Gefüge zu wahren... dazu obermißtrauisch... alles wissen wollen... überall einmischen... Grundeinstellung: alle Menschen außer einem sind dumm... Ist schon interessant... Genauso, dass ausgerechnet Lehrer auch so sehr unkommunikativ sind. Bilaterale Kommunikation geht bei meinem Chef z.B. fast gar nicht. Da ist mein Chef kein Einzelfall, denn das "Thema" begleitet mich jetzt schon über ein Jahr in meinen Beziehungen sehr intensiv. Ja, ist aber wohl OK so... sonst wäre ich ja nicht jeweils genau an der Stelle... gell?
Was die Konstellation angeht... früher hätte ich mir das nicht getraut, bin eigentlich sehr loyal veranlagt (im chinesischen Horrorskop der Hund... *g*) - aber seit ich nahezu keine Ängste mehr habe und ausschließlich meinen Impulsen folge, tritt eben auch soetwas in Erscheinung... ist für mich selber auch ein wenig überraschend und relativ ungewohnt... Ich sehe meinen Chef übrigens einfach als Mensch. Ich weiß ja, dass sein Hirn das nicht hinbekommt und nicht er es wirklich ist. Insofern ist da kein Zorn oder Wut, sondern eher Traurigkeit als Gefühl. Es könnt' alles so einfach sein, isses aber nicht... LG Holger
Hallo Ingrid und Ramesh, da bin ich ja wieder mal beruhigt, dass es anderen ähnlich geht... ich finde das auch schön.
Ansonsten bin ich echt mal gespannt, wohin sich der ganze "Spass" noch auszudehnen in der Lage ist... Körperli ächzt und quietscht jedenfalls im Moment, einschließlich Hirn...
Zitat von Holger ja, das kann sein... ich kann im Moment aber auch gar nicht anders, selbst wenn ich es wollte. Will aber gar nix, wie auch... (*ggg*) Die Situation ist rein äußerlich enstanden, weil er neu hinzugekommen ist und ich ihn einarbeiten soll. Er hat voll die hierarchiche Schiene drauf, hat ursprünglich Offizier werden wollen und dann Lehramt studiert und bisher keinerlei Führungserfahrung...
Du arbeitest den neuen Chef ein, hab ich richtig verstanden? Finde ich auch interessant als Konstellation :-)
In Antwort auf:... und das bekommt er überhaupt nicht gebacken in dieser Konstellation. Die Menschen werden in hierarchische Klassen unterteilt und er legt die Wertigkeiten fest. Wenn sich ein Mitarbeiter mit einem "höher Gestellten" einer anderen Firma unterhält, das geht schon mal gar nicht. Da muss er dabei sein, um das hierarchische Gefüge zu wahren... dazu obermißtrauisch...
...klassischer Fall von Unsicherheit? (Wie auch immer)
In Antwort auf:Da ist mein Chef kein Einzelfall, denn das "Thema" begleitet mich jetzt schon über ein Jahr in meinen Beziehungen sehr intensiv. Ja, ist aber wohl OK so... sonst wäre ich ja nicht jeweils genau an der Stelle... gell?
Ja klar, genauso erlebe ich das auch... dass mich ein und das selbe Thema von verschiedenen Seiten besucht... Wissen wir ja, dass dies so sein muss...
In Antwort auf:... seit ich nahezu keine Ängste mehr habe und ausschließlich meinen Impulsen folge, tritt eben auch soetwas in Erscheinung... ist für mich selber auch ein wenig überraschend und relativ ungewohnt... Ich sehe meinen Chef übrigens einfach als Mensch. Ich weiß ja, dass sein Hirn das nicht hinbekommt und nicht er es wirklich ist. Insofern ist da kein Zorn oder Wut, sondern eher Traurigkeit als Gefühl. Es könnt\' alles so einfach sein, isses aber nicht...
Das macht es wohl leichter... und doch ist da Druck, die Rebellion, die dich (angenehme) Ventile, zum Beispiel musikalischer Art, nutzen lässt... Bin froh um meine Freiberuflichkeit. Es ereignet sich, was sich ereignen möchte. Alles entsteht aus dem direkten Kontakt, ohne hierarchische Strukturen, in die ich mich zu fügen hätte... Ich kann ja oder nein sagen und trage alleine die Konsequenzen.
Und trotzdem erlebe ich meine speziellen Geschichten- eher im privaten Bereich... und wenn ich tiefer gucke, bin es ja nur ich mit meinen letzten Ungereimtheiten, die sich auswirken
Jaja, ich arbeite den Chef ein... ich hätte es möglicherweise selber werden, zumindest mich bewerben können. Wollte ich aber nicht, weil ich wieder in diese Sandwichposition gerutscht wäre, aus der ich mich nach 6 Jahren endlich befreit hatte. Ich kenne aber die Verwaltung und das Umfeld ziemlich gut und er kommt komplett neu hinzu ohne allzu große Vorkenntnisse dafür (wie sich jetzt herausstellt)... Wir sind quasi ein Familienbetrieb und er kommt aus einem Großkonzern, dessen Strukturen er hier installieren möchte. Das versteht er noch nicht so ganz, dass man da eben manchmal gleichzeitig Chef und Putzfrau sein muss... Zu Hause ist das ja auch nicht anders... aber das vergessen manche, wenn sie die Bürotür aufschließen...
Ja, unsicher ist er... schleicht früh immer still und heimlich zur Tür rein und kann einem nur selten in die Augen sehen...
Wie meinst du das, dass dies so sein muss mit den Themen von verschiedenen Seiten? Dass man was daraus erkennen soll? - Ich hab mir das ein wenig abgewöhnt... die Erkenntnis tut sich so und so irgendwann auf, falls es eine gibt... das damit verbundene Thema erlöst sich dann... Aber während des Prozesses spielt es im jeweiligen Moment keine Rolle... und da schau ich auch nicht danach, welcher es sein könnte... könnte ja auch sein, dass es gar keinen Prozess gibt... wäre ja dann schade um die schöne Zeit...
Ich mach meine Arbeit übrigens gerne, so ist es nicht. Sie entspricht mir auch. Es ist der Typ Mensch, der mir da grad begegnet, interessant.
Erst mal übers Chef-Sein Also meine Tochter jobbt gerade bei H und M, möchte mal Unabhängigkeit von ihren Eltern kennenlernen, gelingt ihr gut. Die sagt von diesem Betrieb, der ja eine riesige Kette ist, dass es zwar eine Hierarchie gäbe, aber alle Angestellten von der Chefin bis zur Aushilfe per DU seien und dass die, welche mehr zu sagen hätten sich genauso an den Tätigkeiten beteiligen, die auch von Aushilfen gemacht werden und dass täglich Meetings abgehalten werden, bei denen alle, die im Betrieb arbeiten über den aktuellen Stand der Geschäfte auf dem Laufenden gehalten werden. Also ganz transparent. Meine Tochter fühlt sich wohl dort, das Betriebsklima sei sehr angenehm und locker.
Das mit der Sandwichposition könnte mich mal interessieren... Ist das diese Geschichte, dass man sich zwischen die Stühle setzt? Also das wäre die Rolle, welche mich zur Zeit verfolgt. Wenn zwei Parteien sich nicht riechen können, aber ich mit beiden kann, weil ich die Menschen nun mal so liebe, wie sie sind... Und dann wollen die sich jeweils mit mir verbünden, um die andre Seite umzustimmen... Also das wurde inzwischen schon wesentlich besser, aber passiert immer mal wieder...
Als Chef... Sandwich... Zwischen Außerbetrieblichem und Innerbetrieblichem? Geht's um's Geld? Also mich interessiert die "Psychologie" dieser Rolle... Du meinst, es löst sich alles von selbst? Der Prozess ist ein Selbstläufer?
Das klingt aber ziemlich fortschrittlich bei H&M, finde ich. Nicht wegen dem DU, sondern wegen dem Umgang und der Transparenz. Transparenz verbirgt ja nichts, bedeutet im Grunde Selbstausdruck, Klarheit... Die Herarchien in einem Gefüge müssen schon da sein - in ihrer Funktion. In einem Getriebe gibt es auch große und kleine Zahnräder. Nur würde keines davon auf die Idee kommen, sich bedeutender als das andere zu fühlen. Weil jedes davon an seinem Platz genauso wichtig oder unwichtig ist, wie das andere.
Sandwichposition ist, wie du schon sagst, mittendrin im Getümmel... Du bist für alles verantwortlich, musst nach allen Seiten schauen, den Überblick von A-Z behalten und die eigenen Kleinigkeiten im Gefüge erledigen... Also inmitten der Bürgermeister (11), der Menschen, die hier wohnen, den Mitarbeitern... und alle haben Bedürfnisse... oftmals gleichzeitig (*ggg*)... Aber das fällt mir nicht schwer. Nur geht es eben nicht immer nur nach der Sache, sondern oft um Persönliches, wonach sich Entscheidungen richten... Wie gesagt, aus der Schusslinie bin ich mühsam rausgekrabbelt und wollte da auch nicht wieder hinein... Ich habe das als potenziellen Rückschritt gesehen...
Ja, ansonsten bin ich schon der Meinung, dass sich Dinge von selbst auflösen. Die momentane Situation wird ja nicht ewig so bleiben. Wie auch immer die Auflösung dann aussehen mag. Es wird die für hier richtige zur richtigen Zeit sein.
Ja, für deine Situation scheint es mir, dass du die Schiedsrichterin spielen sollst und dabei zwischen den Stühlen ins Spagat rutschst. Das kann man den beiden ja sagen, dass du das gar nicht sein willst und auch gar nicht kannst. Die Baustelle, die die beiden miteinander haben, kannst du nicht aufräumen. Du kannst ihnen vielleicht Anleitung geben, aber aufräumen müssen sie selber. Das ist ja davon unabhängig, dass du beide magst. Deshalb hast du ja auch keine Baustelle... eigentlich
Klar erfolgt die ausführende Handlung durch die beteiligten Personen. Aber im Grunde tut es sich von selbst, weil man gar nicht anders kann. So UND so.