ich habe bei OM Parkin über Rameshs Unterscheidung von arbeitendem & denkendem Geist gelesen. Wisst Ihr, ob Balsekar das irgenwo (POinters?) weiter ausführt? Kurzgefasst: der arbeitenden Geist ist wichtig, sinnvoll und gut. Lässt einen arbeiten und produktiv an der Gesellschaft teilhaben.
Der denkender Geist hingegen überflüssig, schafft Leiden und falsche Identifizierung Für Parkin ist der denkende Geist der Kommentator eines Fussballspiels, der denkt, er sei der Spieler
Mir fiel dabei auf, dass ich nicht besonders gerne angestrengt denke. Hin und wieder gibt es ja solche kniffligen Ratespiele (meist mathematisch-logisch), wo ich aktiv das Denken ankurbele und es geht meist nicht. An der Arbeit ist es anders, da stelle ich kein Denken an und trotzdem läuft es (meist) wie geschmiert
ich finde diese aussage zu pauschal. aber ich bin om.c. parkins so wieso immer kritisch gegenüber.
ein denkender geist ist immer überflüssig. naja.... nicht immer erzeugt ein denkender geist schmerz und leid.
ich überdenke ja auch meine worte. wenn ich schreibe, dann überdenke ich einzelne worte um die aussage so gezielt wie möglich tätigen zu können. auf der arbeit überdenke ich, was ich besser sage und was ich nicht sage, da dies dort gewichtung hat.
om. ist ein mensch, der an das alte lehrer-schüler wesen glaubt. om meint man müsse sich dem lehrer demütig ergeben. und selbstverständlich ist dabei ein denkender geist nicht gut. er könnte durch denken ja darauf kommen, das die demut om gegenüber gar nicht angebracht ist [/ironieoff]
sorry, aber bei solchen pauschalisierungen geht mir heute die hutschnur hoch
Neinein, liebe Skye, das kommt nicht von OM, sondern von Ramesh Balsekar... darauf beziehen sich auch andere Leute, unter anderem ist das auch in den Rat eingeflossen, den ich von Hermann Lehner bekam, wie ich Selbsterforschung betreiben soll -
1. Gedanken, die sich um die aktuelle Handlung drehen, wie "ich schäle Kartoffeln" sind ok... 2. Gedanken, die Geschichten spinnen von gestern und morgen, da sagen: bin ich nicht, wer bin ich wirklich?
So hab ichs auch gemacht, und das ist gut gewesen. Aber man kann das genauso beim arbeitenden Verstand fragen, ist doch eigentlich wurscht... weil WER schält denn die Kartoffeln? auch kein Ich.
Grüße von gabi
____________________________________ ...einfach nur leben...
Habe grad recherchiert, dass das in "wen kümmerts" nachzulesen sein soll... Raggi.
Geist Geist wird häufig als Übersetzung des englischen mind verwendet. Synonyme u.a.: Ego, Ich, denkender Geist, Verstandes-Geist, Körper-Verstand-Mechanismus. Geist bezeichnet ein Konstrukt aus inneren (und projizierten äußeren) Ideenwelten, die aus der Identifikation des reinen Bewußtseins mit dem Ich-Gedanken hervorgegangen sind. Die Verwechslung dieser Ideenwelten mit der Realität bringt menschliches Leiden hervor. Ramesh S. Balsekar führte die hilfreiche Unterscheidung zwischen dem denkenden Geist und dem arbeitenden Geist ein. Der denkende Geist lebt aus der Erinnerung und plant seine Zukunft, um der Leere zu entkommen. Dieser Zeitstrom wird in Tausenden von Ich-Gedanken täglich wiederholt. Der arbeitende Geist erledigt die anstehenden Aufgaben und organisiert die gegenwärtige Arbeit, die ein Mensch zu verrichten hat. Er ist der Träger menschlicher Intelligenz. aus dem Advaita-Journal
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danke,Gabi! OM betont auch,dass der arbeitende Geist die wahre Intelligenz sei. Fuer mich ist die Unterscheidung neu,interessant und kann sie selbst gut nachvollziehen.
Wenn ich mich zurueck erinnere an erfolgreiche Arbeitstage mit zufriedenen Kunden und 8 Arbeitsstunden,die voll auf Kundenrechnung gingen,dann war der denkende Geist nicht im Spiel. Es war eher ein Flow,die Arbeit flutschte,kein Widerstand.
aber auch zu sagen "ist nicht ok" find ich irgendwie blöd. denn wenn mein verstand sich geschichten erzählt, und ich dessen bewußt bin, das es lediglich eine geschichte ist, dann kann ich mich dem doch hingeben. mein verstand erzählt zuweilen wundervolle geschichten oft schau ich ihm zu und erfreue mich an der intensität und originalität seiner schöpferkraft, was geschichten betrifft.
ok ok, zugegeben dies hilft nicht auf dem "weg" und führt sicher nicht schneller zum erwachen. aber ich kann mich generell nicht damit anfreunden irgendwas in "gut" und "nicht-gut" zu unterteilen.
ist nicht letztlich das was zählt einzig das wissen und das bewußt machen "ich bin nicht diese geschichten"? sodann kann ich mich diesen doch voller genuß hingeben, mit ihnen fließen. und ich finde es zuweilen sehr "gut", wenn mein verstand detailliert überlegt was er mit 10 millionen alles machen würde
ich glaub ich kann heut nicht adäquat ausdrücken was ich meine hmmmmm.... trotzdem lg skye
Zitat von Skyeja gut gabi, das versteh ich. aber auch zu sagen "ist nicht ok" find ich irgendwie blöd.
Das waren jetzt meine unvollkommenen Worte, ich hab den Text nicht und weiß nicht, wie Ramesh das ausgedrückt hat... Es geht ja um den Zusammenhang mit der Selbsterforschung, mit der Frage "wer bin ich"... also nicht um den ganz normalen Alltag ganz normaler Leute... (naja, was ist schon normal...)
Dass der Verstand gerne Geschichten erzählt, liebe Skye, das durfte ich Jahrzehntelang genießen, aber irgendwann war's dann mal genug. Klar hängen wir an unseren Geschichten, insbesondere an den schönen... sei dir gegönnt. Es ging wie gesagt darum, ob man sich selbst nun wirklich erkennen, finden möchte oder nicht. Und diese Taktik soll also dahin führen - und tut sie auch... In den Geschichten wird das Ich pausenlos zementiert. Ist ja nicht schlimm, ist aber einfach so.
LG von gabi
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Ramesh Balsekar beschreibt in seinem Buch "Erleuchtende Gespräche":
Auf die Frage: Spricht der stille Verstand spontan?
"A.: Ja, oder man könnte es den arbeitenden Verstand nennen. Der stille Verstand existiert nur, wenn der denkende Verstand abwesend ist. Er ist still. Doch der arbeitende Verstand muss weiter funktionieren, sonst könnte der Körper-Verstand nicht ausführen, was auch immer er tut. Der denkende Verstand kreiert die Probleme. Der arbeitende Verstand macht seine Arbeit, und der denkende Verstand greift ein und stört: Er sagt: Machst du das auch richtig? Könnte man es besser machen? Vielleicht geht es schief, und du verlierst deinen Job!" So stört all das Zeug des denkenden Verstandes die Ausführungen des arbeitenden Verstandes und kreiert Sorgen, und dann kann der arbeitende Verstand natürlich nicht effektiv funktionieren. Doch wenn man davon überzeugt ist, dass man keine Kontrolle über die Ereignisse hat, dass man nur seine Arbeit verrichten kann, dann wird der denkende Verstand langsam ausgeschaltet. Der arbeitende Verstand übernimmt und arbeitet reibungslos ohne die Störungen des denkenden Verstandes. Nach getaner Arbeit ist der arbeitende Verstand überrascht, wie schnell die Arbeit von der Hand ging, aus dem einfachen Grund: Es gab keine Störungen und Unterbrechungen des denkenden Verstandes. Also wird durch dieses Verständnis der denkende Verstand daran gehindert, den arbeitenden Verstand zu blockieren."
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Zitat von Skyeich finde diese aussage zu pauschal. aber ich bin om.c. parkins so wieso immer kritisch gegenüber. ein denkender geist ist immer überflüssig. naja.... nicht immer erzeugt ein denkender geist schmerz und leid. ich überdenke ja auch meine worte. wenn ich schreibe, dann überdenke ich einzelne worte um die aussage so gezielt wie möglich tätigen zu können. auf der arbeit überdenke ich, was ich besser sage und was ich nicht sage, da dies dort gewichtung hat. om. ist ein mensch, der an das alte lehrer-schüler wesen glaubt. om meint man müsse sich dem lehrer demütig ergeben. und selbstverständlich ist dabei ein denkender geist nicht gut. er könnte durch denken ja darauf kommen, das die demut om gegenüber gar nicht angebracht ist [/ironieoff] sorry, aber bei solchen pauschalisierungen geht mir heute die hutschnur hoch liebe samstags grüße skye
Om hat auch gesagt:
"Ich bin das, was du bist, und was alle sind, und es spielt keine Rolle, wie meine Persönlichkeit ist. Denn in dem Moment, wo du versuchst MICH zu sehen, wirst du meine Persönlichkeit sehen. Und dann wirst du dich entweder an dieser Persönlichkeit reiben oder sie mit der Persönlichkeit eines anderen Lehrers vergleichen. All das sind Formen meines Selbst, Formen deines Selbst. Die Form ist nicht der Lehrer. (...) Indem du eine Vorstellung davon hast, wie die Persönlichkeit ist, kannst du dem Lehrer nie begegnen."
liebe grüsse suprya
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In Antwort auf:"Ich bin das, was du bist, und was alle sind, und es spielt keine Rolle, wie meine Persönlichkeit ist. Denn in dem Moment, wo du versuchst MICH zu sehen, wirst du meine Persönlichkeit sehen. Und dann wirst du dich entweder an dieser Persönlichkeit reiben oder sie mit der Persönlichkeit eines anderen Lehrers vergleichen. All das sind Formen meines Selbst, Formen deines Selbst. Die Form ist nicht der Lehrer. (...) Indem du eine Vorstellung davon hast, wie die Persönlichkeit ist, kannst du dem Lehrer nie begegnen."