Mich würde mal interessieren, wie sich eure Entwicklung in euer spezifisches Berufsleben integriert. Wie ihr diesen "Zustand" dort umsetzen könnt und damit "arbeitet". Bewusst arbeitet. Bei denjenigen, die innerhalb der Esoszene arbeiten, kann ich mir das durchaus vorstellen. Mich würde aber vor allem mal interessieren, wie das bei anderen Berufen funktioniert... Hat jemand von euch damit Erfahrungen? LG Holger
als IT-Consultant habe ich entweder Zeiten, in denen ich auf Reisen bin (und viel Zeit für mich habe, zB auf dem Hotelzimmer) oder im Büro bin. Ich merke,dass ich immer leichter in Sein abrutsche. Das passiert seit wenigen Wochen ohne Anstrengung. Meist ist es nachmittags, ruhig, ich lese hier im Forum und dann stellt sich dieser Zustand ein, in dem ich mich als klares Bewusstsein realisiere. Ist kein langes Samadhi, nur ein paar Minuten. Wunderschön und kraftspendend.
Sonst höre ich auf Kopfhörer nebenbei oder auf Reisen viele Hörbücher, Satsang-Videos.
Schööön, Raggi. Ich empfinde es auch als äußerst wohltuend, dass sich diese Zeiten frei verfügbarer Zeit eingestellt haben. War früher so oft eingespannt und deshalb gehetzt... Und im Beruf selber - zwischenmenschlich? Verändert sich da was? LG Holger
Mir geht es eigentlich (ja Shanti... ) auch z.B. darum, mal eure Erlebnisse zu erfahren, wie sich Erwachen beruflich auswirkt. Also, wie ich das so mitbekommen habe, geben ja Ramesh und Suprya z.B. Seminare oder arbeiten mit Menschen auf dem Weg dorthin. Was passiert mit den Leuten, wenn sie irgendwann erwacht sind? Wechseln die dann alle den Job, gar den Beruf? Bei mir ist es eben so, dass ich gern was anderes machen wollte, aber das Leben hat mich halt hier belassen und stattdessen zu allem Überfluss (*ggg*) einen obermißtrauischen Chef vor die Nase gesetzt. Also: er mißtrauisch und ich mit vollem Urvertrauen... 2 Welten... rein praktisch gesehen (spirituell gesehen ist mir das schon klar...). Hilft man demjenigen nun bis zur Unkenntlichkeit, weil man ja um die Zustände weiß oder läßt man ihn seine eigenen Erfahrungen sammeln in liebevoller Härte... ebnet man Wege oder zeigt man nur auf die "Steine" und läßt ihn selber entscheiden... Das, wie gesagt, ist für mich im Moment ein Prozeß bei dem meine Impulse schwanken... Einerseits auflaufen lassen, andererseits menschlich bleiben. Hab aber glaub ich, eine gute Mischung gefunden. Ich nenne es "liebevolle Konsequenz"... LG Holger
Zitat von HenrikIch bin von 40h auf 20h Woche gegangen. Weniger Arbeit am Computer, mehr Zeit für mich. Henrik
Ah, ja... das scheint bei allen irgendwie der Fall zu sein. Mehr Zeit für sich selber zu haben. Ich arbeite zwar 42 h, hab aber innerhalb der Arbeit einiges wegdelegieren können... und nach der Arbeit hab ich Freizeit - für mich. Eigentlich seit Juni das erste mal in meinem Leben... LG Gruß Holger P.S.: Schön, dass Du doch noch hier bist...
Ich arbeite in einer Schuldnerberatung und hier ist viel Unbewusstsein. Es wird viel agiert und geschimpft (auch über Kollegen). Teilweise ist man auch nett miteinander, eben grade so wie es die "Neurose" bestimmt. Jeder gibt sich auf seine Weise Mühe auch wenn es oft megadaneben ist. Es gibt für mich gute Gründe zufrieden zu sein, das Gehalt ist super und ich kann ich Ruhe arbeiten. Wenn ich mich nicht ständig in Ruhe "üben" würde würde ich hier mit dem Strom mitgerissen werden. Ich finde das der Arbeitsplatz ein wunderbares Übungsfeld ist. In der perfekten Stille-Umgebung ist es leicht, da pupst einem keiner auf den Tisch. Aber auf der Arbeit bin ich mitten im Leben - auch wenn es mich manchmal anstinkt mitten im Leben zu sein - was gibt es besseres. Das beste finde ich mit dem in Frieden zu sein was grade ist und offenbar ist das das hier das was für mich IST. Wenn es hier für mich nicht ginge würde ich mich warscheinlich um einen anderen Arbeitsplatz kümmern. Ich schätze das das wie von selbst geschieht. Liebe Grüße anja
bis letztes jahr arbeitete ich in der behindertenassistenz und bei diesem job hat sich im umgang mit den menschen nicht viel geändert. - ich hab aber gemerkt, daß meinen "betreuten" mein eigener frieden sehr gut tat und sie unendlich gut entspannen konnten in meiner gegenwart. - für mich hat es auch mehr entspannung gebracht da ich das schicksal dieser menschen nun einfach so nehmen konnte wie es ist und nicht - wie früher - eher mehr für sie tun wollte, um ihr "minus" auszugleichen. über "erwachen" oder die traumhafigkeit des lebens hab ich aber nie geredet. - es reichte mir zu SEIN und das (DAS) wortlos zu teilen.
manchmal mach ich astrologische und oder tarot-beratungen .....und da finde ich es für mich als sehr erweiternd meine leichtigkeit mit einzubringen. - ich mag es, den blickwinkel der menschen in richtung mehr frieden und SEIN-lassen zu lenken und ich freu mich jedesmal, wenn sie lockerer, froher und leichter von dannen ziehen und doch einiges an gepäck von ernsthaftigkeit und engstirnigkeit und druck (durch die eigenen ansprüche an sich selbst und die anderen)loslassen konnten. ich zeig ihnen einfach eine etwas andere sicht auf sich selbst und das leben .......in einer liebevollen neutralen form..........so daß sie es nehmen können oder aber auch nicht.
lieber holger.......ich denk, du machst das sicher gut wenn du deinen impulsen folgst und einfach gelassen und in frieden mit den menschen bist ganz gleich ob in der arbeit oder in der freizeit. - mehr zu geben als es für dich stimmig ist würde eher krampf erzeugen. - ich bin für mich der meinung daß das was ich wirklich gern und frei von erwartungen gebe, wahrlich ein geschenk ist. - und da geb ich halt genau soviel wie es für mich paßt. - ob es für den "anderen" reicht ist nicht meine verantwortung.