Als ich hier eben so im Forum rumgestöbert habe, sind mir wieder ein paar Fragen eingefallen, die ich mir vor ein paar Wochen notiert hatte und hier posten wollte. Habe ich dann irgendwie nicht gemacht. Jetzt aber:
Macht Suchen einen Sinn? Nun, ich weiß (naja habs zumindest oft gelesen ) ja , dass das Hinterher-Rennen hinter dem Erwachen eigentlich keinen Sinn macht bzw. (bezogen mein offenbar ersehntes Ziel) oft eher kontraproduktiv zu sein scheint, weil es von 'dem was ist' häufig eher wegzuführen scheint.
„Alle spirituelle Anstrengung ist mehr der Versuch vor mir davonzulaufen, mich zu verändern, mich vor mir zu verstecken.“
las ich gerade erst wieder drüben im Satsangforum (darf ich das einfach von da rüberklauen !? -sonst löschen).
Macht es echt keinen Sinn zu suchen? Ist es wirklich oft eher sogar nur hinderlich einer Karotte hinterherzulaufen? Oder ist es tatsächlich nur der einzige 'Sinn' nach langer Suche zutiefst zu kapitulieren ?
Es gibt ja so viele (scheinbare) 'Wege zur Erleuchtung'. So viele Traditionen, die Wege, Hilfen und Werkzeuge anbieten. Ist das alles nur ein Spiel um die Sucher letztlich in die Kapitulation zu treiben? Oder 'gibt' es (für Euch) wirklich so was wie 'Wege zur Erleuchtung'? Oder so was wie Weiterentwicklung, spirituellen Fortschritt und all so’n Gedöns ? Oder ist das einfach nur Ego-internes Rumdoktern ?
Warum erwachen Schüler bei ihren Meistern? Habe dann irgendwie schon manchmal den Eindruck, dass Erwachen wahrscheinlicher wird, wenn ein Weg beschritten wird oder jemand mit einem Meister ist.
Ja, ich muss sagen, dass ich es mir wider besseren (angelesenen)'Wissens' insgeheim oft schon so vorstelle, dass sich bei Leuten, die sich auf den Weg machen doch etwas in Richtung Erleuchtung verändert/öffnet. Dass sich das Ego schrittweise auflöst oder durchlässiger wird – oder irgendwie solche abstrusen Bilder habe ich dazu im Kopf.!
Wer Lust hat, kann ja mal was dazu schreiben.
Hoffe es nervt nicht zu sehr, dass ich solche (eindimensionalen) Fragen stelle und (kausale) Zusammenhänge konstruiere, die es (für Euch) wahrscheinlich gar nicht gibt. Diese Fragen tauchen aber immer wieder auf. Drum dachte ich, ich trau mich mal sie (mir) hier öffentlich zu stellen.
Suche nach Erleuchtung, Erwachen ist einfach ein Aspekt des LEBENS so wie rumdoctorn, weglaufen, verändern und verstecken.
"Die Suche" macht weder Sinn noch ist sie unsinnig, wenn gesucht wird wird gesucht, ende. das hat gar niemand in der Hand was sich zeigen möchte.
Ja es gibt anscheint Wege zur Erleuchtung, aber ES offenbart sich nur dann wenn es geschehen soll. Der Witz ist, das das Hier der Ausdruck der Erleuchtung ist
Erleuchtung, Weiterentwicklung, spirituellen Fortschritt und all so’n Gedöns. Ja das geschieht und das ist schön und wenn ich böse sein möchte könnte ich sagen ja das ist einfach nur Ego-internes rumdoktere, da sich nur der der etwas bennenen kann darum kümmert. So nach dem Motto ist das Sein für mich tief erfahrbar ists gut , bin ich im Herzen ists gut, bin ich im Frieden ists gut, bin ich auf einer hohen Schwingung ist gut. Wen kümmerts? ;-)Alles nur ein Geschehen ohne Besitzer, gleich ob erkennen geschehen ist oder nicht
Ja, Erwachen ist wahrscheinlicher wenn man sich DEM oder --- hinwendet und von Ich-Idee und den daraus resultierenden Vorstellungen abwendet oder in die totale Verschmelzung damit geht je nach "persönlicher" Neigung. Ja es verändert sich einiges aber das ist nur ein Nebenprodukt, es wird z.B. einfach entspannter weil die Welt weniger juckt. Für das was du bist wird sich nichts ändern DAS ist immer was es ist.
Ja das Ego löst sich auch auf. Aber alles was sich auflöst setzt sich irgendwann auch wieder zusammen. Hat die Person sich als Illusion gezeigt, ist es einfach ein Bild in dir was keine großen Probleme mehr macht
das ganze Brimborium um Erleuchtung und Erwachen verstehe ich immer weniger. Was ist schon dabei. Lass dich nicht täuschen von Vorstellungen. Jeder rennt irgendetwas hinterher, jagt Ideen nach. Die Suche nach einem Weg, um das letztendliche Glück zu finden. Solche Anstrengungen für nichts. Suche oder suche nicht. Was macht das für einen Unterschied. Du bist immer auf dem "richtigen Weg", du kannst ihn gar nicht verfehlen. Egal um was es sich handelt, es ist alles vorübergehend. Du sitzt im Zug, die Landschaft zieht an dir vorbei. Das bunte Leben mit all seinen Facetten fließt durch dich, von der niedrigsten bis zur höchsten Oktave. Jetzt spielt die Musik, egal ob du morgens aus dem Bett steigst, Wut, Freude oder Traurigkeit spürst, auf dem Klo sitzt oder was auch immer erscheint. Das ist alles. So viele Worte, Bücher, Kraftakte auf der Suche nach dir selbst. Es ist viel einfacher. Du bist bereits hier. Du bist das, was ist. Sei einfach.
Vielleicht hört sich das herzlos an, doch ich verstehe dich und dein Anliegen sehr gut und es ist mir alles andere als fremd. Die Vorstellung, es fehle etwas, es gäbe etwas zu erreichen. Dem ist aber nicht so. Alles nimmt seinen Lauf. Ganz natürlich. Dieser Moment ist alles was ist. Sei einfach offen und alles kommt zu dir, ist schon da. Was es auch ist. Du begegnest immer nur dir selbst. Folge deinem Herzen, wenn du magst oder auch nicht. Alles ist recht. Alles darf sein. Kein richtig, kein falsch, es ist wie es ist. Wir sind im Spiel, so oder so.
Im Grund hast du deine Fragen bereits selbst beantwortet und deshalb vergiss mein Geschwafel, es ist für die Tonne. Keine Ahnung, warum das jetzt überhaupt hier steht. Es ist eben so. So viele Worte für nichts.
dazu fällt mir eine kleine Geschichte aus dem Leben ein:
Vor einigen Wochen gingen Gabi und ich spazieren, einfach ganz normal so. Wir fanden auf unseren Weg Walnüsse und die schönsten Äpfel die ich je in freier Wildbahn gesehen hab. Wir waren nicht auf der Suche und haben sie trotzdem gefunden, ich glaube es hätte auch sein können, dass wir sie gefunden hätten, wenn wir gesucht hätten. Aber wen wir nie gefunden hätten, wäre, wir uns selbst, denn wir war ja die ganze Zeit dabei.
Also ich finde Suche ein klasse Sache, ich such auch gern Pilze . Irgendetwas wird immer gefunden und es ist ein wunderbares Spiel - denn du bist immer dabei Liebe Grüße anja
dein Verstand stellt viele Fragen. Wichtig ist jedoch einzig und allein, was dein Herz dir sagt. Hör nicht auf den Verstand, sondern auf dein Herz. Zieht es dich zur Suche, weil dein Leben dir ohne die Essenz sinnlos, nicht lebenswert erscheint, weil du dich getrennt fühlst von Gott und ihn bzw. dich selbst finden möchtest, dann folge den Impulsen. Sonst wird dich nichts glücklich machen. Der Weg im Einzelnen ergibt sich aus deinen Vorlieben und aus den Anziehungskräften. Ist die Suche eine reine Kopfsache, weil man Erleuchtung halt interessant findet, und das auch gerne "haben" würde, dann ist ja nicht viel drive dahinter, dann ist es einfach Freizeitbeschäftigung und nicht wirklich der Rede wert.
Die Suche selbst führt nicht zum Erwachen. Letztlich muss dann auch die Suche vergessen werden und man ganz nackt da stehen. Nackt heißt, ohne irgendwelches Wissen und Meinungen oder Überzeugungen oder Glauben. Diesen Punkt, der da erreicht werden müsste, kann man nicht absichtlich machen, er kann nur geschehen, wenn das Ende der Kraft erreicht ist. Auch andere Lebenssituationen können einen an diesen Punkt bringen... Schicksalsschläge, Trennungen, Verluste welcher Art auch immer. Die Suche mit dem Höhepunkt der völligen Entkräftung ist da nur eine Möglichkeit. Es gibt Wege zu erwachen so viele wie es Menschen gibt. Und jeder erlebt es dann auf seine persönliche Art, und doch erleben alle das Gleiche.
Warum Schüler in der Strahlung ihrer Meister erwachen können ist, weil dort die Schwingung von Innesein und Stille, von einem entspannten, wachen Bewusstsein vorherrscht, die ansteckend sein kann. Sich völlig nach Innen wenden - das geschieht, wenn das Ende von allem Anderen gekommen ist. Wenn entweder keine Kraft mehr da ist, oder kein Antrieb mehr, sondern statt dessen völlige Kapitulation. Dann geschieht Gnade und alles Müssen und Wollen fällt einfach so ab.
Wenn die Sehnsucht zu suchen da sein sollte, kann man Übungen machen und meditieren, um Stille einzuüben, die später dann von selbst geschieht. So wird man ein bisschen vertrauter mit dem Inneren. Den Charakter zu feilen kann auch nicht schaden, sich zu beobachten, warum man nicht glücklich ist, warum andere nicht glücklich sind... was Leiden ist, was Verhaftungen sind... Rituale können sehr wohltuend sein, durch Meditation kann man Glückszustände erleben. Doch all das ist nicht Erwachen - aber das macht ja nichts. Man kann die Suche durchaus genießen...
Das ganze Thema ist ein weites Feld, jetzt erstmal genug geschrieben.
Alles Liebe, gabi
Liebe Grüße, gabi
____________________________________ ...einfach nur leben...
ich sage mal, Suchen hat oder macht keinen Sinn. Doch was ich nicht weiss, ob man das wirklich in der Hand hat nicht zu suchen???
Lange wusste ich von Erleuchtung und Erwachen gar nichts und dann las ich mal davon und auch von den teilweise doch recht unangenehmen Begleiterscheinungen, die körperlich auftreten können. Und von diesem Moment an wollte ich das auf keinen Fall mehr, weil ich fürchtete mich sehr davor.....und es war nicht so allzulange und dann passierte beides, das was man Erleuchtungserlebnis nennt, obschon das ein blödes Wort ist und den körperlichen Horrorspuk. Nun, also umgekehrt, ich versuchte es zu vermeiden und passierte erst recht.
Kann wie gesagt auch nicht mehr sagen: leb einfach und nimm's wie's kommt, das geschieht sowieso....die Sache mit dem freien Willen kann ich auch nicht beantworten.