ich würde gerne von Euch wissen, was Ihr gegen spirituelle Motivationen macht. Kanntet/Kennt Ihr das, das Ihr meditiert oder Selbst-Erforschung praktiziert, um etwas zu erreichen?
Was kann man gegen diese Karotten tun? Oder fallen die Karotten erst dann weg, wenn man realisiert hat -> Wegfall der Suche?
Mir ist es ja völlig plausibel, das die Karotten selbst das Problem darstellen, aber dennoch komme ich nicht richtig weg.
Ich achte da auf meine innere Stimme. Wenn ein positives Gefühl das Tun begleitet, dann ist´s recht. Wenn nicht, dann schmeiss es einfach raus und warte bis grünes Licht vom Herzen kommt.
Hi Raggi, einfach mal versuchen, an nichts zu denken... einfach nur mal innerlich und still vor sich hin beschreiben, was man gerade tut und sich nur darauf konzentrieren. Nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft. Ansonsten kann ich mich Jea nur anschließen. LG Holger
In Antwort auf:Kanntet/Kennt Ihr das, das Ihr meditiert oder Selbst-Erforschung praktiziert, um etwas zu erreichen?
Also, ich habe sehr viele Jahre regelmäßig meditiert und bin da ganz unschuldig rangegangen. Einfach nur sitzen und aufmerksam sein. Das war alles und alles kam von selbst. Viele schöne Erfahrungen. Irgenwann fiel das Meditieren von ganz alleine weg. Warum auch immer - doch eben fällts mir wieder ein. Es hing mit einem Traum zusammen, den ich hatte. Ich lief rückwärts und wußte ich bin auf dem falschen Dampfer. So hörte ich einfach auf damit. Es fehlte nichts. In Folge durfte einfach alles da sein, was inen/außen auftauchte. Einverstandensein mit allem was ist.
In letzter Zeit habe ich wieder öfter das Bedürfnis, einfach zu sitzen. Doch nicht um etwas zu erreichen. Es ist eher wie eine innere Einladung, der ich folgen darf oder auch nicht.
In Antwort auf:Was kann man gegen diese Karotten tun? Oder fallen die Karotten erst dann weg, wenn man realisiert hat -> Wegfall der Suche?
da fällt mir immer sarmapan ein, wenn er so in etwa sagt: "sei einfach mit diesen karotten. - schau sie dir an und sei o.k. damit."
lieber raggi, - das entspannt ungemein und anstatt daß du versuchst die karotten wegzukriegen und den kopf voll mit widerstand hast, kannst du dir einfach ganz liebevoll das wesen der karotten anschauen.........was sie dir versprechen........was du dir davon versprichst....... - meist kommst du dadurch so in liebe mit dir, daß entspannung eintritt und du einfach SEIN kannst genau so wie du in diesem moment eben grad bist. (und vielleicht merkst du dann daß DAS genau das ist was du erstrebst)
Zitat von Raggihallo ich würde gerne von Euch wissen, was Ihr gegen spirituelle Motivationen macht.
Das Wort "Karotte" gefällt mir nicht, denn es ist ja nicht so, dass man immer etwas haben will... vielmehr möchte man auch etwas nicht haben, los werden. Ich wollte das Leiden loswerden und mich selbst finden, Gott finden - ohne Gestalt. Das war mein Lebensziel und gab mir für viele, viele Jahre Lebenssinn. Manche Menschen kommen dadurch von Drogen los. Es ist ein existenzielles Sehnen, das Menschen suchen lässt, und das kann man nicht weg kriegen. Es ist da, bis es gefunden ist.
Die Suche selbst ist nicht immer das Hindernis. Ich würde sagen, sie ist das LETZTE Hindernis (natürlich nur für den Sucher), ja, irgendwann muss auch das dann losgelassen werden, sonst kann man nicht wirklich entspannen. Wenn man einmal auf der Suche ist, hat man kaum eine Chance, oder gar keine, das willentlich abzuschalten. Aber ja, man kann dann fragen, WER eigentlich sucht? Dann löst sich plötzlich der Sucher auf - wenn man Glück hat - und damit die Suche. Diese Frage muss aber dann wirklich drängend werden.
Bei mir ging damit dann auch die Motivation für 25 Jahre flöten... ein komisches Gefühl... sag ich dir... aber die Entspannung möchte ich trotzdem nicht mehr missen. Es ist, wie wenn ein Spiel dann ausgespielt ist, du bist dann raus und guckst den Anderen zu.
Du kennst doch Momente des einfach-nur-seins.... that's ist. Mehr gibts nicht... Da hinein entschlafen......... chrrrrrr............. aber mit offenen Augen, wie Gangaji so schön sagt....
Was uns suchen lässt, ist ja das Gefühl, dass wir uns selbst verloren haben... weil wir uns als ein Ich abgespalten haben.... das ist keine Karotte, sondern ein tiefes Leiden, das nach Einheit schreit.
____________________________________ ...einfach nur leben...
In Antwort auf:Du kennst doch Momente des einfach-nur-seins.... that's ist. Mehr gibts nicht...
ja, anscheinend ist es so. Die Momente kenne ich gut und ich komme auch immer schneller hinein
Danke Euch allen für die Antworten. Ich werde vieles in den nächsten Tagen noch mal wirken lassen. Mir scheint, man solle die Karotten wie Furcht, Angst oder Leid behandeln. Einfach reingehen, schauen, dahinterschauen. Fragen, wer die Karotten sieht oder wer etwas dagegen tun möchte. Keinen Kampf gegen sie führen.