Hab' mal 'ne Frage an euch. Gibt es bei euch auch ein oder mehrere spezielle "Themen", die sich wie ein roter Faden durch euer Leben ziehen? Kurzes Beispiel: Bei mir ist es z.B. "eine schwere Geburt". Und das fing schon mit selbiger an (*ggg*)... und in meinem bisherigen Leben musste ich oft kurioserweise sehr viele (für mich scheinbar) schwierige Schritte, ob beruflich oder privat, selber zuerst gehen. Also es kam nichts auf mich zu, was mir die Entscheidung abgenommen hätte. Und oft, wenn ich mich schon umgedreht habe zum gehen, erst dann hat es sich oftmals doch noch dahin entwickelt, wie ich es eigentlich gespürt hatte. War nicht immer lustig.... hat aber geprägt - und mittlerweile kann ich damit super gut leben. LG Holger
ja.....da gab es schon ein sehr großes thema in meinem leben und das war "beziehung" - dahinter verbarg sich das thema selbstliebe. - mir lange zeit nicht bewusst, antwortete mir das leben von außen und zeigte mir meine gedanken der wertlosigkeit. - obwohl ich immer glaubte, ich sei sehr selbstbewusst und hätte kein thema mit selbstliebe (ich war schon sehr narzistisch in meine persönlichkeit verliebt) bahnte es sich doch einen weg zu "mir" indem ich von den männern nicht die anerkennung zu erhalten schien, die ich mir wünschte. - vieles das ich für andere tat, entsprang doch nur dem wunsch nach anerkennung. - wie schön aber, als ich "mich" fand, fanden mich auch die scheinbar "anderen". - manchmal so aus gewohnheit, spielt sich dieses thema schon hin und wieder in mein leben.......und jedesmal bin ich froh und dankbar, daß DAS was ich BIN, voll und ganz ist und wirklich NICHTS fehlt.
Zitat von HolgerHab' mal 'ne Frage an euch. Gibt es bei euch auch ein oder mehrere spezielle "Themen", die sich wie ein roter Faden durch euer Leben ziehen?
Ja, bei mir warens auch die Männer, Beziehungen... die Suche nach dem Richtigen im Außen, anstatt nach dem Richtigen in mir... Es war ein endloses Leiden, bis ich in den letzten Jahren immer freier davon wurde, weil ich merkte, das kanns nicht sein irgendwie... und der Richtige wirds auch nicht richten... selbst wenn es ihn gäbe... gäbs immer was zu meckern... Schließlich ging ich zuletzt nur noch eine sehr, sehr lockere Beziehung ein, die dann schließlich auch nicht dauerte...
Ja, meine olle Psyche, bzw. die Gewohnheit des Denkens sagt dann immer mal: "Gabi, du bist alleine! Einsam!!!! Da sollte doch was anders sein!!!" Doch dann hör ich immer in mich rein, ob was fehlt, und es fehlt einfach nichts, und dann fällt den Gedanken dazu auch nichts mehr ein, da sich auch kein Schmerz mehr dazu einstellt, ist dann gleich wieder Ruhe im Karton... Es sind nur noch Relikte, diese Gedanken, sie erinnern sich halt, dass man sein Leben lang hinter etwas her lief, und sie wollen das gerne weiter tun. Sie dürfen das ja, aber das tangiert mich nicht, so verebbt das Ganze und fordert auch keine Handlungen mehr.
Alles Liebe,
gabi
____________________________________ ...einfach nur leben...
In der Lebensgeschichte gab es viele Themen, die nach Bearbeitung riefen, doch eben, da ich mich mit der Lebensgeschichte nicht identifiziere, sondern was auftaucht immer neu ist, kommt es nicht zu einem roten Faden. Oberflächlich betrachtet, könnten Kinder so einen Faden darstellen - doch da ich das Auftauchen der Kinder immer wieder als neu betrachte ergibt auch dies keinen roten Faden. Genauso wie ich früher dachte, dass es einen Lebensweg gibt, so ist das überhaupt nicht mehr so. Irgendwann habe ich mal gelesen, dass Gott diese Welt im Augenblick immer neu erschafft, d.h. dass sie also nichts kompaktes ist und genauso kommt es mir auch vor. Deshalb sehe ich auch in den Kindern nicht "meine" Kinder, sondern dass die Form der Kinder oft auftaucht. Interessant ist ja auch, wenn man Fotos anschaut, unglaublich, wie viele Gesichter ein und der selbe Mensch haben können - deshalb sehe ich das was in diesem einen Moment auftaucht als sterbend und wieder neu geboren werden - insofern scheint mir der rote Faden eher ein Gedankenkonstrukt an dem man fest zu halten versucht.
So dachte ich auch mal Beziehungen sei ein roter Faden, da ich zwei mal heiratete und mir schien, dass es da Aehnlichkeiten und gar Wiederholungen gibt - doch seit ich diese Idee losgelassen habe merke ich auch hier, das ständige neu auftauchen und sterben in diesem ewigen einen Moment.
ja, diesen roten Faden gibt es. In "meinem" Leben wurde ich immer wieder an Abgründe geführt, vor denen ich davon gelaufen bin. Eigentlich war ich immer auf der Flucht vor mir selbst und Angst war ein ständiger Begleiter. Das hat sich so geäußert:
ein NEIN zum Leben Unverbundenheit mit dem Leben Verlorenheit in der Welt das schmerzvolle Gefühl, nicht von dieser Welt zu sein Grenzgänger zwischen den Welten abgrundtiefe Sehnsucht nach Freiheit
Was ich noch sagen möchte. Das Leben hat mich so richtig durchgeknetet und durchgeschüttelt. Heute empfinde ich tiefste Dankbarkeit und Liebe für alles, was mir widerfahren ist. Es ist so ein Geschenk. Alles geschieht, wie es geschehen soll und immer ist es zum Besten.
Was kann man Schöneres über das Leben sagen, Brigitte? Solche Sätze wünsche ich mir auch für mein Sterbebett! Es gibt so viele Millionen Menschen, die sind verbittert und hadern mit ihrem Schicksal, weil das Leben sie "durchgeknetet" hat. Du bist wirklich reich gesegnet, Brigitte, und ein Segen für andere - zB für mich
Was sind meine Lebensthemen? Viele finden meinen Lebenswandel extrem, weil ich Sachen bis zum Letzten durchführe und nicht nur an der Oberfläche kratze. Besonders bei spirit-relig. Themen hänge ich volle Leidenschaft und Herzblut rein. Dann bin ich jemand, der Gegensätze ausgleichen will und immer wieder zwischen den Kontrasten oszilliert. In unserer Familie gab es über die Generationen viele Unterschieden (zb in Bildung, Glauben) und ich habe da immer versucht, auszugleichen. Irgendwie lebe ich zwischen vielen Stühlen. Sozialwiss. Studium und nun IT-Consulting. Mitgliedschaft in charismat. Freikirche und Beschäftigung mit Advaita, Zen und kath Mystik. Meine Kinder wachsen zweisprachig auf.
Zitat von BrigitteWas ich noch sagen möchte. Das Leben hat mich so richtig durchgeknetet und durchgeschüttelt. Heute empfinde ich tiefste Dankbarkeit und Liebe für alles, was mir widerfahren ist. Es ist so ein Geschenk. Alles geschieht, wie es geschehen soll und immer ist es zum Besten. lG, Brigitte
Liebe Brigitte, das spricht mir tief aus dem Herzen. Auch ich möchte keinen einzigen Augenblick missen. Jeder einzelne war und ist pures Leben. Lieben Gruß Holger
Find ich gar nicht extrem, eher sehr vielseitig, Raggi... Ist doch schön, wenn einem das Leben das ermöglicht und es einem Freude macht. Herrlich. LG Holger