ihr lieben, ich möcht das mal zur diskussion stellen
im esoterik bereich buhmt ja das "ich bestell mir was beim universum und dann bekomme ich es". "wir" nun sagen, alles geschieht durch die quelle/gott. es geschieht das, was die quelle durch uns erfahren möchte.
aber wir sagen auch, ich bin nicht nur das blatt im wind, ich bin auch der wind.
seit ich das unpersönliche leben laß, komme ich immer mehr zu meinen christlichen wurzeln zurück und entdecke das wir eine wundervolle mystische tradition haben.
was heißt es wenn "ich" sage: "und wisse- ich bin- gott"
wenn gott schöpfer ist, der durch uns schöpft und ich gott bin, dann schöpfe ich durch gott- mich.
wenn "ich" in mich hineinlausche und gottes stimme vernehme, so sagt "er" ICH.
ist es da nicht im grunde zu wenig zu sagen, die quelle erfährt sich durch mich, wie sie es gerade will. ist es nicht eher, der nächste schritt zu sagen "ich bin schöpfer meines lebens"?
In Antwort auf:ist es nicht eher, der nächste schritt zu sagen "ich bin schöpfer meines lebens"?
als das "SEIN" bist du natürlich schöpfer deines lebens. - aber so subjektiv gesehen seh ich das eher so wie im essay von karl renz *das karussell* . http://www.forum-inne-sein.de/t9f10-Karl-Renz.html - wenn wir im fluß sind, dann nehmen wir einfach die "gechichten" auf, die sowieso grad anstehen würden. und so meint dann das "ich" es würde erschaffen. - tut es aber nicht, denn sonst müßte das ja 100prozentig funktionieren. - und tut`s aber nicht! - trotzdem finde ich es eine sehr kreative art, sich am leben zu freuen. - einfach zu spüren, was würd sich denn grad gern durch mich manifestieren..........und dann auch noch staunen, wenn`s so kommt. - aber halt nur so als spielform...........denn ich würde es für grausam anstrengend finden, sich das leben selbst zu machen. - und so.....meistens......fließ ich einfach und schau und staune was sich alles so an einem tag zeigt. - <homecinema< *ggg*
Meine Erfahrung ist: Alles geschieht. In absolutem Vertrauen darin daß alles so geschieht wie es soll.
Kurz zur Definition von "Schöpfen": Ich verstehe in deinem Kontext, daß damit "Erschaffen" gemeint ist. Darunter versteht man im Allgemeinen das Erschaffen der Lebensumstände, die Kreation der Welt... "ich bestell mir was beim universum und dann bekomme ich es"
Menschen die so etwas glauben, meinen doch damit, daß sie durch ihren Geist/ die Kontrolle der Gedanken, sich Dinge manifestieren könnten. Aber mal ganz ehrlich: Wer hat Kontrolle über seine Gedanken? Wenn mir jemand so kommt frage ich ihn ganz provokant: "Ok mein Lieber, dann sage mir doch bitte was dein nächster Gedanke sein wird ! Du weißt es nicht. Du weißt nicht welches der nächste Gedanke sein wird der dir erscheint." Im Übrigen ist jeder Gedanke den wir wahrnehmen schon Vergangenheit. Unser Gehirn benötigt Bruchteile von Sekunden sich des Gedankens bewußt zu sein.
Gedanke= Vergangenheit.
Selbst ist vor jedem Gedanken, Gedankenfrei und gleichzeitig die Quelle jeden Gedankens.
"ich bin schöpfer meines lebens"?
Ich persönlich habe keine Lust "Schöpfer meines Lebens zu sein." Ich ruhe lieber in mir Selbst. Lasse den Geist seinen Job tun und den Körper sein Karma leben. Bedingungslose Hingabe an den Fluß des Lebens in tiefem Vertrauen. Was könnte es Bezauberndes geben ?
ich glaube, ich weiß jetzt was du meinst. Es ist doch auch wieder ein Fragen und Antworten für den Verstand auf der Konzeptebene..., weil man so gerne Erklärungen will - aber das ist durchaus ja auch OK, ich ringe auch immer gerne ums Beschreiben, also:
Das was unsere Persönlichkeit ausmacht kommt auch aus der Quelle, und unsere Art zu reagieren auch. Und das Ich, von dem wir oft lange glauben, es zu sein, auch.
Aber das, was wir tun, wünschen, anstreben, ändert sich ja mit der Identifkation bzw. der Auflösung derselben. Wer jetzt noch identifiziert ist, könnte dann sein "falsches" Handeln (von mir aus als Beispiel Aggression, Hass, daraus Resultierendes...) ja locker damit rechtfertigen, dass es ja auch aus der Quelle kommt. Das stimmt zwar auf einer Ebene, aber das Handeln kommt auch gleichzeitig aus einer "Fehl"-Haltung (mal brutal ausgedrückt), oder besser gesagt: aus der Täuschung, aus dem Traum. Man hat sich sozusagen noch nicht mit der Quelle "synchronisiert" - und daraus entsteht Leiden.
Wenn die Identifkation weg ist, synchronisiert sich das Handeln mit der Stille und Weisheit der Quelle - mehr und mehr... und schafft weniger und weniger Leiden... Und ich nehme an, du meintest das, wenn du von "Ich" sprachst... Nur ist es so, dass dieses "Ich" dann nicht mehr als eine eigenständige Realität erlebt wird, sondern als ein vollständig abhängiges/gesteuertes Dasein (abhängig von dem, was sich manifestieren will) und auch das Ich nicht als Realität, sondern als einfach ein Gedanke, der keine Substanz hat und eben einfach "Ich" zu diesem Hiersein sagt, da es in der Vielheit als ein Teil erscheint, der bewusst ist.
Also, ich kanns nicht anders ausdrücken: einerseits kann ja nichts heraus aus der Ganzheit, auch kein noch so eingebildetes Ego, und doch existieren IN der Ganzheit all die unterschiedlichen Ebenen und Sichtweisen und Seinsweisen.
Weiß nicht, ob das was hilft, jetzt...
Alles Liebe, gabi
ps., das was dann schöpft, ist halt kein ICH, doch kann man trotzdem Ich dazu sagen, weil man es durch und IN diesem Körper erlebt und als getrenntes Körperlein mit allem, was darin als Instrument verankert ist, wie Verstand und Herz, mitwirkt....
____________________________________ ...einfach nur leben...
wenn die quelle, der fluß, gott schöpfer ist "ich" nicht existiere, in einheit mit all dem bin. "ich" DAS bin, dann bin auch ich der fluß, die quelle und gott.
wäre es nicht eine dualistoische sicht der dinge zu sagen "da ist immerwährende einheit und nondualität, aber schöpferkraft bin ich nicht, das ist nur die quelle" ?!
bsp. erwachen. wer erteilt die gnade des erwachens? die quelle? gott? das leben? "ich" gewähre mir die gnade des erwachens, denn "ich" bin gott.
(ich meint hier wirklich das unpersönliche ich)
und wie schon erwähnt, geht es hier nicht darum sich ein auto oder ein haus zu schöpfen
In Antwort auf:und wie schon erwähnt, geht es hier nicht darum sich ein auto oder ein haus zu schöpfen
Aber um was geht es denn dann?
WER schenkt Erwachen?
Du bist hier im Körper eingepfercht, die Sicht von hier aus ist begrenzt. Ich kann nicht von mir als die Ganzheit Gott sprechen. Ich bin die Teilheit Gott. "Gott durch Teilhabe" - so sagt es Johannes vom Kreuz. Und so fühle ich es auch. Und in Sternstunden weht eine Ahnung von der Weite und Endlosigkeit dieses Göttlichen herein... und zeigt mir, dass ich ER bin. Aber ich bin nicht die Ganzheit - so fühle ich es nicht. Nicht jetzt.
Und was ist diese Ganzheit? Sie hat ja keinen Anfang und kein Ende... du kannst nur in ihr aufgehen und dir deines Wesens als Wasser im Körper Wassertropfen gewahr werden... Wenn du von dir als "Ich-Gott-Ganzheit-Totalität" sprichst, und sagst, du lenkst sozusagen die Dinge, dann ist das für mein Gefühl nur eine missverständliche Formulierung, die falsche Tatsachen suggeriert.
In Antwort auf:wenn die quelle, der fluß, gott schöpfer ist "ich" nicht existiere, in einheit mit all dem bin. "ich" DAS bin, dann bin auch ich der fluß, die quelle und gott.
Du bist das, wenn du wirklich zerflossen bist. Doch derzeit sind wir geronnen in der Existenz hier. Alles Andere gehört in die Kategorie "Spitzfindigkeiten des Intellekts" .
____________________________________ ...einfach nur leben...
Es gibt weder ein persönliches noch ein unpersönliches Ich, denn dies sind alles Ideen, mit dem sich die Ich-Idee (die erste Idee aller Ideen) indentifiziert. Reine Gehirnakrobatik. Persönliches Ich und unpersönliches Ich ist daselbe wie Ich und Du (Trennung-Dualität). Vielleicht wird es Dir mit folgendem Bild etwas klarer.
Stell dir ein Messer vor, Messerschneide waagrecht mit dünner Schneideklinge nach oben.
Rechts vom Messer ist das persönliche Ich - links vom Messer ist das unpersönliche Ich. Wie rechts das Negative und links das Positive. Beides sind die Polaritäten der Dualität.
Stehen wir nun weder auf der rechten Seite noch auf der linken Seite, sondern halten wir uns auf dem schmalen Grad in der Mitte, dann sind wir weder das eine noch das andere - jedwede Identifikation fällt weg. Wir sind einfach (Non-Dualität). Schauend aus dem Nichts (Stille, Freude, Glücklichsein ohne Grund) auf alles was Ist.
Schöpfen heisst für mich, vom Leben zu kosten. Und zwar immer genau von dem was eben gerade da ist. Ohne Ich. Taucht Ich aus der Versenkung auf - und meint sich einmischen zu müssen - wirds beobachtet und wieder auf die Seite gelegt.