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Dieses Thema hat 23 Antworten
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Glueckskind

Beiträge: 297

20.06.2011 10:11
Gangaji & Eli in Heidelberg Zitat · antworten

Am Mittwoch 22.06 kommen Gangaji und Eli nach Heidelberg und halten Satsang. Ich war voriges Jahr und fand es sehr bereichernd.

Liebe Grüße,
Gabriella

Gabi P.
Admin
Beiträge: 13.351


20.06.2011 20:50
#2 RE: Gangaji & Eli in Heidelberg Zitat · antworten

Danke für die Info!

____________________________________
...einfach nur leben...

Glueckskind

Beiträge: 297

23.06.2011 14:03
#3 RE: Gangaji & Eli in Heidelberg Zitat · antworten

Ihr Lieben, ich bin momentan sehr durcheiannder, daher verzeiht bitte, wenn ich aufbrausend und "unvernünftig" klinge. Möchte niemandem damit verletzen, habt bitte Nachsicht mit meinem kleinen Ich. Es hat gerade Überhand gewonnen...

Wie gesagt, ich war da. Ein volles Saal - keine Ahnung, wie sei es schaffen, es ist immer voll, aber es kommen auch nicht viel mehr Leute hin, als es Plätze gibt... Habe mich umgeschaut, bekannte Gesichter, bekannte Haltung, erwartungsvolle Augen, gesenkte Stimmen. Dann kamen die Beide und setzen sich auf der Bühne. Entspannte Gesichter, sanftes Lächeln. Ruhe.... Sie erzählen wieder einmal davon, dass man aufhören soll, an dem Verstand zu haften. An Gedanken und Gefühle, dass man in jedem Augenblick erkennen kann, wer man wirklich ist. Jenseits vom Körper, jenseits von Gedanken und Gefühle. Das habe ich oft gehört und es noch öfters gelesen. Kann das helfen? Kann das überhaupt helfen?

Da sitzen zwei Menschen und behaupten, es sei möglich. Sie hätten es erreicht, obwohl sie keine jahrelange Praxis gemacht hätten, obwohl sie nichts Besonderes waren. Erste Zweifeln. Erste Widerstände. Doch, Gangaji hatte eine lange Praxis hinter sich, ihre Suche war langwierig und genauso voller Zweifeln und Blockaden. Haben sie das versessen? Oder machen sie sich was vor? Sie sassen da, irgendwie über uns und erzählten, dass wir nicht mutig genug sind. Dass wir nicht erkennen, dass wir in einem brennden Haus wohnen, dass wir zu feige sind, um loszulassen...

Später kamen ein paar Leute auf der Bühne, um Fragen zu stellen. Ein älterer Mann erzählte, wie müde und erschöpft er sei von der Suche und von dem Leben. Ich fing an zu weinen, denn das konnte ich sehr gut nachvollziehen. Er sprach was aus, was ich auch fühlte. Es gab keine erlösende Worte, nur die Aussage er könnte jederzeit damit aufhören. Es sei in seiner Macht, damit aufzuhören... Das half nicht. Ihm nicht, mir nicht... Habe sie eine Ahnung, wo wir stehen? Wissen sie noch, wie es sich anfühlt, einsam und verzweifelt zu sein?

Ein anderer sprach davon, dass er Schwierigkeiten hat, Leben und Praxis unter einem Hut zu bringen. Dass er schon den Zustand kennt, in der Mitte zu sein, aber das Leben holt ihn da raus und er kann nicht bleiben. Auch das löste Mitgefühl und Verstehen in mir aus. Sehnsucht und nicht bleiben können... Es kennen gelernt zu haben und es wieder abgeben zu müssen... Es hieß, er sei noch zu sehr in der materiellen Welt verhaftet. Er müsse all seine Wünsche zu dem einen Wunsch nach vollständige Befreiung vereinen und nur diesem einen Wunsch seine ganze Energie geben... Ach so, wir sollen es nicht stark genug. Daran liegt es also. Das kleine Ich kam sich schuldig und unbeholfen vor. Es ist unsere Schuld also... Widerstand kam hoch und sprach mit tausend Zungen zu mir. Sie reden von der Ich-Losigkeit. Wer ist dann der, der auf die Bühne kommt und was lehren will? Wer ist der, der etwas zu sagen hat? Es kam mir nicht selbstlos vor und ich sah zwei Menschen, die der Überzeugung waren, etwas zu können und etwas zu sein, was wir nicht können und NOCH nicht sind. Schon die Tatsache, dass sie da waren war für mich Beweis, dass sie was TUN. Ich weiß nicht, wie sie sich fühlten, aber es kam mir vor, als ob sie auch was wollen würden. Als ob sie sich auch zu irgendwas berufen vorkommen, als hätten sie auch eine Anfgabe...

Unter diesen Umständen war ich gefangen in meinem Gedankenkarussell und so voller Zweifeln, dass ich am liebsten weggelaufen wäre. Bin ich nicht, ich sass ruhig da bis das alles ein Ende fand, sie musste abrupt beenden, umd en Zug zu erreichen. Es gab mehr Menschen, die was hätten fragen wollen... Ach so, gibt es bei den Erwachten auch Pläne, auch Züge, die man erwischen muss...

Ich habe keine Ahnung, was ich "erwartet" hatte, es kam aber ganz anders, dem Knoten in meinem Bauch nach. Bin verwirrter denn je und kurz davor, alles hinzuschmeissen. Muss selber lachen darüber, dass ich mir vorstelle, was hinschleissen zu können... Ich habe es satt zu suchen. Ich habe es satt, etwas werden zu wollen! Was ich nicht bin und was ich wahrscheinlich nie sein kann. Wut. Willkommen Wut, seit langem nicht mehr da gewesen. Danke.

Mit einem Lächeln stelle ich fest, dass es ein sehr wirkungvolles Satsang für mich war. Zwar anders als gedacht, aber ich habe Zugang bekommen zu Gefühle, die ich seit langem verissen. Willkommen nach Hause! Willkommen zurück zu mir...

Reinhold_

Beiträge: 86

23.06.2011 15:30
#4 RE: Gangaji & Eli in Heidelberg Zitat · antworten

Zitat
Bin verwirrter denn je und kurz davor, alles hinzuschmeissen. Muss selber lachen darüber, dass ich mir vorstelle, was hinschleissen zu können... Ich habe es satt zu suchen. Ich habe es satt, etwas werden zu wollen! Was ich nicht bin und was ich wahrscheinlich nie sein kann. Wut. Willkommen Wut, seit langem nicht mehr da gewesen.


Danke für deine beeindruckende und bewegende Schilderung.
Glaubst du ein getrenntes Individuum zu sein?

KeinerEiner

Beiträge: 45

23.06.2011 15:33
#5 RE: Gangaji & Eli in Heidelberg Zitat · antworten

Hi liebes Glückskind,
ich hatte auch immer wieder Phasen wo ich das Satsang-Gedöns nicht mehr hören konnte.Obs der liebe Samarpan war...mit fühle das gefühl,das ist ganz einfach .
Oder bei Suprya ganze Satsangs auf einer Matratze gelegen und gedacht was sie für ein Scheiss daher labbert.Wut in solchen momenten ist mir bekannt..
Zu denken was bringt das ganze die suche nach der mir erhofften heilung,glückseeligkeit,bliss.....ich habe das Spiel glaub ich 8 Jahre mitgemacht und im nachhinein war die Zeit sehr kostbar auch wenn sie mir nichts gebracht hat.
Aber es hat den Blick gereinigt für den Kern der Sache.
Letzendlich weiss ich gar nicht was geschehen ist und doch versucht man es in Worte zu packen.Alle Hoffnung die ich in die Lehrer gesteckt hatte oder in Bücher und noch ein Film und noch mehr Modelle münden doch letzendlich bei mir selbst und bei meiner Selbstverantwortung meiner Wahrnehmung...was halte ich für wahr.....was nehme ich für wahr.Wie fühlt sich etwas in mir an.Viel zu oft habe ich meine Wahrnehmung in die Peripherie gehauen anstatt bei mir zu schauen.

Windmühle

Beiträge: 401

23.06.2011 15:44
#6 RE: Gangaji & Eli in Heidelberg Zitat · antworten

Nun ja, es ist schon interessant zu sehen, wie die gleiche Natur, der selbe Ursprung in uns allen uns so unterschiedlich macht, das manche meinen, von der Bühne zu uns herabzusprechen, weil da welche noch nicht Verwirklicht seiend auf den billigen Plätzen des Lebens sitzen...
Wer ist es, der uns etwas erzählen möchte, der wir doch eigentlich mit ihnen gleicher als gleich sind und doch noch nicht kapiert haben? Was macht es sie zu Auserwählten, die vor einer Menge Sucher sprechen und doch darstellen, das es keinen Unterschied gibt, weder zwischen den auf der Bühne sitzenden und denen davor, noch vor und nach dem Erkennen, weil es doch eh schon immer da wäre? Was soll also dieses ganze Schauspiel?
Sicherlich kann man die Suche in uns auch reichlich hinauszögern durch diese Spielchen- seht hier Erleuchtet- und da das unwissende Volk der Sucher. Am Tropf hängen könnte man das nennen. Immer wieder Lesen und hinrennen?
Die Suche führt mich nirgendwohin als immer wieder an den Ursprung des Suchenden zurück, ebenso die Sehnsucht, die immer wieder in mich weißt- doch suggeriert von den vielen Satsangbesuchen, den Meister und Büchern- gefunden habe ich gar nichts.

Reinhold_

Beiträge: 86

23.06.2011 18:38
#7 RE: Gangaji & Eli in Heidelberg Zitat · antworten

Zitat
Die Suche führt mich nirgendwohin als immer wieder an den Ursprung des Suchenden zurück, ebenso die Sehnsucht, die immer wieder in mich weißt- doch suggeriert von den vielen Satsangbesuchen, den Meister und Büchern- gefunden habe ich gar nichts.


Liebe Windmühle,
und in diesem gar nichts liegt die Freiheit, liegt die Essenz, liegt das was wahrnimmt. Alles weitere sind Erscheinungen in der Wahrnehmung und damit nicht du, denn du bist / wir sind das, was wahrnimmt. Und alle Gedanken oder Vorstellungen sind nicht mehr als Gedanken und Vorstellungen und nicht Realität im Außen. Auch die Gedanken und Vorstellungen werden von dir wahrgenommen, ebenso wie der Körper und die subtilsten Regungen und Gefühle. Gehe in Stille zu dem Punkt, der wahrnimmt und spüre, was da ist. Braucht es an diesem Punkt auch nur irgendetwas? Braucht es Satsang und Bücher?

Liebe Grüße,
Reinhold

Windmühle

Beiträge: 401

23.06.2011 19:01
#8 RE: Gangaji & Eli in Heidelberg Zitat · antworten

Es braucht eine Spielwiese um sich auszutoben. Es will erfahren, anfassen, wahrnehmen. Alles das tut es. Tut es sowieso. Kino live. Das ganze Theater, immer mittendrin, niemals außenvor...

Saraswati

Beiträge: 4.026


23.06.2011 20:16
#9 RE: Gangaji & Eli in Heidelberg Zitat · antworten

Zitat von KeinerEiner
münden doch letzendlich bei mir selbst und bei meiner Selbstverantwortung meiner Wahrnehmung...was halte ich für wahr.....was nehme ich für wahr.Wie fühlt sich etwas in mir an.



Zitat von Windmühle
Nun ja, es ist schon interessant zu sehen, wie die gleiche Natur, der selbe Ursprung in uns allen uns so unterschiedlich macht, das manche meinen, von der Bühne zu uns herabzusprechen, weil da welche noch nicht Verwirklicht seiend auf den billigen Plätzen des Lebens sitzen...
Wer ist es, der uns etwas erzählen möchte, der wir doch eigentlich mit ihnen gleicher als gleich sind und doch noch nicht kapiert haben? Was macht es sie zu Auserwählten, die vor einer Menge Sucher sprechen und doch darstellen, das es keinen Unterschied gibt, weder zwischen den auf der Bühne sitzenden und denen davor, noch vor und nach dem Erkennen, weil es doch eh schon immer da wäre? Was soll also dieses ganze Schauspiel?


Ich hatte nie das Bedürfnis auf Satsangs zu gehen, nur einmal, aus Interesse daran, was das eigentlich ist.
Das heißt, niemand verpflichtet uns hinzugehn, die Leute kommen, wenn, dann freiwillig zum Satsang,
wahrscheinlich, um Hinweise zu bekommen oder Bestätigung zu finden.
Weil Satsang bedeutet "Zusammensein in Wahrheit", ist da ein Klima der gegenwärtigen Offenheit zu erwarten. Das mag eine förderliche Athmosphäre für Suchende sein.

Das "Gefälle" ensteht nicht, weil die Lehrer Überlegenheit demonstrieren wollen,
sondern weil Suchende sich Lehrer wünschen - und so entsteht der "Markt".
Dass die Lehrerposition dazu verführen kann sich über andre zu erheben, steht auf einem andren Blatt.

Mein Weg führte nicht über Satsangs, sondern über die spirituelle Praxis in einer Meditationsgruppe.
Ich merke immer mehr, dass ich mir von meiner Meditationslehrerin nicht mehr gern was sagen lasse,
weil mein Eigengespür und meine innere Führung längst meine Wegweiser sind.
Aber es gab eine Zeit (über Jahre), da waren mir ihre Hinweise sehr wertvoll und hilfreich.
Ich nahm aber auch in dieser Zeit nur an, was in mir mitschwang.
Ein Lehrer begleitet solange, wie das innere Bedürfnis danach besteht.

Saraswati



Sphäre der Meditation

Glueckskind

Beiträge: 297

23.06.2011 20:59
#10 RE: Gangaji & Eli in Heidelberg Zitat · antworten

Lieber Reinhold,

danke für dein Posting

Zitat
Glaubst du ein getrenntes Individuum zu sein?



Ja und nein. Ein Teil von mir weiß, dass ich nicht getrennt bin, aber ich kann es nicht integrieren. Bei mir ist es nur ein theoretisches Wissen, das sich nicht fassen lässt. Im Normalzustand fühle ich mich getrennt und es bringt mir nicht so viel, so zu tun als wäre ich nicht. Da ist diese Gabriella, die die hier im Forum schreibt und die erlebt ganz verschiedene Zustände. Oder sagen wir es so, Bewusstheitsebenen. Es gibt Augenblicke, wo ich Zugang zu dem inneren Wissen habe und Liebe ist. Dann gibt es Augenblicke, wo ich stundelang so versunken in meiner Arbeit bin, dass ich mich selbst gar nicht wahrnehme. Überhaupt nicht. Und es fühlt sich stimmig an, ohne dass jemand da ist, der das wahrnimmt. Das Wahrnehmen erfolgt erst, wenn ich "aufwache" - wobei es wahrscheinlich besser gesagt wäre, wieder einschlafe = zum Ich zurück komme. Übrigens, es würde mich wirklich interessieren, was das ist... Ist das ein Moment der Ich-Losigkeit? Oder nur Selbstvergessenheit? Wie dem auch sei, sowas kennt die Gabriella und staunt jedesmal. Und dann gibt es oft das Gefühl des Getrenntseins mit einer wahnsinnigen Sehnsucht nach Hause...

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