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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 122 mal aufgerufen
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Gabi P.
Admin
Beiträge: 13.351


25.05.2011 22:09
Avaaz: Dem Drogenkrieg ein Ende machen Zitat · antworten

in Kürze könnten wir endlich Zeuge des Anfangs vom Ende des Krieges gegen die Drogen werden. Dieser teure Krieg ist gänzlich an der Herausforderung gescheitert, die Plage der Drogenabhängigkeit einzudämmen. Stattdessen hat er zahllose Menschenleben gefordert, ganze Gemeinschaften zerstört und Milliarden von Dollar in gewalttätige, organisierte Verbrechernetzwerke fließen lassen.

Experten sind sich darüber einig, dass Regulierung die sinnvollste Strategie ist. Doch die Politiker scheuen sich, auf das Thema einzugehen. In wenigen Tagen wird eine globale Kommission - darunter ehemalige Staatschefs und Außenpolitiker aus der UNO, der EU, den USA, Brasilien, Mexiko und anderen Staaten - das Tabu brechen und öffentlich neue Ansätze fordern, einschließlich der Entkriminalisierung und der Regulierung von Drogen.

Dies könnte ein einmaliger Wendepunkt sein -- wenn genügend von uns ein Ende dieses Wahnsinns fordern. Politiker behaupten zwar, sie würden einsehen, dass der Krieg gegen die Drogen gescheitert ist, doch sei die Gesellschaft noch nicht bereit für eine Alternative. Lassen Sie uns ihnen zeigen, dass wir eine bedachte und humane Politik nicht nur akzeptieren -- sondern verlangen. Klicken Sie auf den Link, unterzeichnen Sie die Petition und sagen Sie es weiter -- wenn wir 1 Million Stimmen sammeln, wird die Petition von der globalen Kommission persönlich an führende Regierungschefs übergeben:
http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs/?vl

Mehr als 50 Jahre lang hat die derzeitige Drogenpolitik in jeder Hinsicht versagt, doch die öffentliche Debatte hat sich festgefahren, zwischen Angst und Fehlinformationen. Jeder, selbst das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, welches für die Umsetzung dieses Ansatzes verantwortlich ist, stimmt zu. Das Militär und die Polizei einzusetzen, um Drogenfarmen niederzubrennen, Drogenhändler zur Strecke zu bringen und Händler und Süchtige einzusperren ist ein teurer Fehler, der unzähligen Menschen das Leben kostet. Von Afghanistan über Mexiko bis in die USA zerstört der illegale Drogenhandel Staaten auf der ganzen Welt, während Abhängigkeit, Todesfälle wegen Überdosis und HIV/Aids-Infektionen weiter zunehmen.

Indes haben Länder mit einer weniger strikten Gesetzeslage -- wie die Schweiz, Portugal, die Niederlande und Australien -- nicht den explosionsartigen Anstieg des Drogenkonsums beobachten müssen, der von den Befürwortern des Drogenkriegs prophezeit wurde. Stattdessen wurde dort sowohl ein wesentlicher Rückgang von drogenbedingten Verbrechen festgestellt, als auch niedrigere Abhängigkeitsraten und weniger Todesfälle. Diese Länder können sich demnach voll und ganz auf die Bekämpfung von organisierten Verbrechen konzentrieren.

Doch mächtige Lobby-Interessen stehen dem Wandel im Weg. Hierzu zählen das Militär, Strafverfolgungsbehörden und Justizvollzugsanstalten, die alle die Streichung Ihrer Haushaltsgelder fürchten. Und die Politker fürchten sich vor einer Abwahl durch die Bürger, denn sie glauben, dass eine Unterstützung liberaler Ansätze als Schwäche im Bereich der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit ausgelegt werden würde. Doch viele ehemalige Minister und Staatschefs haben sich nach dem Verlassen ihrer Ämter für eine Reform ausgesprochen, und Umfragen zufolge wissen Bürger auf der ganzen Welt, dass der gegenwärtige Ansatz katastrophale Folgen hat. Doch die neue Strategie erhält immer mehr Unterstützung, vorallem in den Gebieten, die von dem Drogenkrieg heimgesucht sind.

Wenn es uns gelingt in den nächsten Tagen einen weltweiten Aufschrei zur Unterstützung des mutigen Vorstoßes der globalen Kommission einzuleiten, dann können wir die altbekannten Ausreden für den Status Quo übertönen. Unsere Stimmen halten den Schlüssel zum Wandel -- Unterzeichnen Sie die Petition und erzählen Sie Freunden und Bekannten von der Kampagne:

http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs/?vl

Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, das Schlusskapitel dieses brutalen “Krieges” einzuläuten, der Millionen von Menschenleben zerstört hat. Nur die Weltöffentlichkeit kann bestimmen, ob dieser katastrophalen Politik ein Ende gesetzt wird, oder ob Politiker vor einer Reform zurückscheuen werden. Lassen Sie uns die Bedenken und Befürchtungen der Entscheidungsträger aus dem Weg räumen und sie gemeinsam zur Vernunft bringen.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit

Alice, Laura, Ricken, Maria Paz, Shibayan und das ganze Avaaz-Team

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...einfach nur leben...

Windmühle

Beiträge: 401

26.05.2011 11:38
#2 RE: Avaaz: Dem Drogenkrieg ein Ende machen Zitat · antworten

Meines Wissens gibt es da vielfälltige Verstrickungen von sich daran eine goldene Nase verdienenden Menschen, die den Deckmantel der Politik benutzen und sich eine reine Veste überstülpen. Drogenanbau und Drogenkonsum zu legalisieren kann zumindest die Anbau- und Beschaffungskriminalität minimieren. Ob sie allerdings das tatsächliche Problem des gesellschaftlichen Abdriftens von Menschen in sozialer Schieflage oder von Jugentlichen mit einer gewissen nicht gerade unschuldigen Neugierde und Offenheit angeht, mag fraglich sein. Kapitalismus schafft sich Märkte und suggeriert Nachfrage, ob nun legalisiert oder nicht.
Drogen sind eben kein Spielzeug! Und ob da Aufklärungsarbeit reicht? Zu klären wäre, welche Wege generell zu einem Konsum von Drogen jeglicher Art führen und diese Wege durch soziale Formen eines menschenachtendes System gar nicht erst zu Größenordnungen kommen zu lassen. Ob ein System wie unseres dazu in der Lage ist, die Menschen im Herzen zu erreichen oder eher die Herzen der Menschen zu mißbrauchen mag jeder selber mal für sich betrachten.
Legalisierung sehe ich nicht als das Ende einer Drogenmißbrauchs- und Totenstatistikpolitik. Hier geht es um das Ende eines den sozialen Frieden der Menschen beeinflussenden Systems, das eben ganz bewußt Menschen eher als Ware, denn als Wesen betrachtet.

Nick22

Beiträge: 360


27.05.2011 21:19
#3 RE: Avaaz: Dem Drogenkrieg ein Ende machen Zitat · antworten

Hab schon unterzeichnet.

Ich bin seit langem der Meinung, dass die Kriminalisierung nur den Drogenkartellen nutzt.
Natürlich ist klar, dass damit nicht das Drogenproblem gelöst ist Windmühle.
Das ist auf jeden Fall noch ein langer Weg. Der kann aber nicht mit Kriminalisierung und Unterdrückung sondern nur mit Akzeptanz, Hilfe und Therapieangeboten beschritten werden.

Und daneben gibt es ja meines Erachtens auch das Recht jedes mündigen Bürgers mal ganz legal ein Glas Wein zu trinken, eine Zigarette oder einen Joint zu rauchen, einen Trip zu schmeissen oder sonstwas zu tun, was sich gerade gut anfühlt.
Ich finde das zum Kotzen, dass sich der Staat da glaubt in alles reglementierend einmischen zu müssen.

http://www.herzens-wege.de

Gabi P.
Admin
Beiträge: 13.351


27.05.2011 21:45
#4 RE: Avaaz: Dem Drogenkrieg ein Ende machen Zitat · antworten

Zitat von Nick22

Ich finde das zum Kotzen, dass sich der Staat da glaubt in alles reglementierend einmischen zu müssen.



____________________________________
...einfach nur leben...

Windmühle

Beiträge: 401

28.05.2011 05:37
#5 RE: Avaaz: Dem Drogenkrieg ein Ende machen Zitat · antworten

Eigenverantwortung sag ich da mal nur, niemand ist ja tatsächlich gezwungen, Drogen anzubauen oder zu konsumieren beziehungsweise sich dadurch in Kreisläufe zu bringen, aus denen es schwer aber nicht unmöglich ist, wieder rauszukommen. Das der Staat sich da einmischt, hat wohl auch jede Menge finanzielle Hintergründe...
Soziale Schieflage- wie ich es ausdrückte- hat ja nicht unbedingt zur Folge, das Drogen eine Rolle spielen müssen, auch das ist klar.

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