Wie ich finde ein super Interview!!!! Schatten auf dem Pfad, so heißt das Buch des unorthodoxen Heilers Abdi Assadi. Ein Buch, das so unbequem ist, dass es in Amerika kein Verleger anfassen wollte - und dass obwohl Abdi Assadi mit Sting und Sheryl Crow überaus prominente Fürsprecher hat.
Der Grund: Das Buch nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, das spirituelle Business mit all seinen Gurus, Methoden und Workshops zu hinterfragen. All das, so meint Assadi, hilft uns nicht nur nicht aufzuwachen, sondern lässt uns noch tiefer schlafen.
Erleuchtung ist nichts für Junkies, sagt Abdi Assadi. Wir alle sind trickreiche Wesen, wenn es darum geht, das Ego zu stärken und Schmerz zu vermeiden. Ob im heiligen Gewand, als Yogi oder „friedvoller Krieger“: Scheinbar suchen wir nach der Wahrheit und merken nicht, dass wir auch auf dem spirituellen Weg einfach nur high werden wollen.
Das Buch ist ein Plädoyer für schonungslose Aufrichtigkeit gegenüber sich selbst, die Auseinandersetzung mit all den Schmerzen und Schatten, die wir im Herzen tragen und ein Aufwachen in eine Freiheit jenseits des Egos. David Rotter hat sich mit Abdi Assadi unterhalten.
Danke für dieses wirklich super gute Interview. Ich habe mir das Buch bestellt. Beim Lesen des Interviews konnte ich so ungefähr abschätzen, wo ich stehe und es steht nicht schlecht um mich. Ich weiss immer weniger, das ist eine Tatsache, die mir von Tag zu Tag immer bewusster wird und ich habe keine Angst vor Schattenarbeit und somit auch keine Angst davor, in den Spiegel zu schauen.
Alles Liebe Tatiana
PS: Und an dieser Stelle schicke ich Dir einen ganz lieben Knuddel
Zitat von Tatiana ich habe keine Angst vor Schattenarbeit und somit auch keine Angst davor, in den Spiegel zu schauen.
Wunderbar! Ich finde es auch total spannend.... auch zu beobachten, wie die allererste Tendenz immer Wegschauenwollen ist und Dagegensein... jedenfalls bei mir - ist schon interessant. Und dann das Wunder, wenn man sich umwendet und hinschaut... Türen gehen auf....
Zitat von Tatiana PS: Und an dieser Stelle schicke ich Dir einen ganz lieben Knuddel
Liebes Herz, ich drück dich auch von Herzen, Habibi und wünsche dir eine wundervolle Zeit!!!!
gabi
____________________________________ ...einfach nur leben...
Bin faszniniert von dem Interview, er spricht so manches aus, was ich auch schon mal gedacht hatte. Aber bereits dieser Gedanke ist eine Auswirkung der Falle - wer hat das gedacht? Ehrlich Leute, manchmal kann ich nur staunen darüber, wie gefangen ich in diesem Netz bin. Und dass wirklich nur weil ich mich gefangen glaube...
Will aber nicht diesen Thread sprengen, vielleicht mehr unter was mein Herz bewegt. Hier nur nochmals danke und ich habe mir das Buch als Hörbuch eben bestellt.
Ja, bestätigt mal wieder, dass das es um die Wahrheit des Herzens geht. Und die schmerzt bisweilen, lässt Wut, Angst und Trauer erleben. Wird in diesem Buch auch gut thematisiert...
Zitat von Gabi P. Wunderbar! Ich finde es auch total spannend.... auch zu beobachten, wie die allererste Tendenz immer Wegschauenwollen ist und Dagegensein... jedenfalls bei mir - ist schon interessant. Und dann das Wunder, wenn man sich umwendet und hinschaut... Türen gehen auf....
gabi
Ja, der Schatten - was ich so alles in meiner bockigen Gegenwehr für Maschinerien auffahre, nur um ihm zu zeigen, das er nicht gemocht ist. Dabei öffnen sich tatsächlich herzensliebe Türen, sobald der Schatten nicht mehr der Fremde ist.
Zitat von Gabi P. Wunderbar! Ich finde es auch total spannend.... auch zu beobachten, wie die allererste Tendenz immer Wegschauenwollen ist und Dagegensein... jedenfalls bei mir - ist schon interessant. Und dann das Wunder, wenn man sich umwendet und hinschaut... Türen gehen auf....
Die Türen sind zwar noch nicht ganz offen, aber immerhin, bin ich jetzt vieles am Hinterfragen. Es fühlt sich ganz komisch an, hier zu schreiben und mir ist noch nicht ganz klar, warum. Vielleicht habe ich jetzt einen Anteil an mir gesehen, der weitermachen möchte, wie bisher. Was jedoch einmal durchschaut wurde, kann nicht einfach so weitermachen. Bei allem besteht ein Gegenpol in der Dualität; lieb sein zu wollen, bedingt auch das Gegenteil; nämlich das Gefühl zu haben, eben nicht liebenswert zu sein und dieser Mechanismus meine ich jetzt langsam zu durchschauen.
Zitat von Tatiana Bei allem besteht ein Gegenpol in der Dualität; lieb sein zu wollen, bedingt auch das Gegenteil; nämlich das Gefühl zu haben, eben nicht liebenswert zu sein und dieser Mechanismus meine ich jetzt langsam zu durchschauen.
So fein gefühlt...
Was mich beschäftigt, ist die von Abdi Assadi beschriebene Sucht nach angenehmen und sogar ekstatischen Gefühlen, als Beweggrund für spirituelle Höhenflüge... Eben jetzt gerade esse ich Alnatura-Apfel-Chips, hmmm, so lecker, so aromareich, so ein Genuss! Wo liegt die Balance? Sich das Gute gönnen, es genießen, ohne dahinein zu flüchten...
Wie steht es mit dem meditativen Frieden? Zuflucht oder stärkende Quelle? Die Freude, die ich in der Natur erlebe und das Wohlbefinden durch Musik und/oder spirituelle Körperarbeit...
Wenn all dies nicht im Verdrängen geschieht, sondern als Kraftquelle zur Verfügung steht, auch um den sich zeigenden Schatten vertrauensvoll begegnen zu können...
Da ist auch die Verbindung zur Advaita-Haltung. Sich gar ins unangenehme Gefühl hineinfallen lassen. Es vollständig erleben und annehmen. Der tiefste Grund in den man fällt, besteht doch aus Liebe.
Zur Zeit gehen immer wieder Wellen von Schmerzen durch mich durch. Mitfühlen... Weltschmerz und eigene alte Päckchen, die aufgehn... Und dann kommt wieder eine Welle von Freude und Dankbarkeit... Und nun sind die Apfel-Chips alle und ich fühl mich zum Glück satt.