Zitat ..."extra Praxen in der Aussenseiterszene"...interessante Wahrnehmung, huuuuuu - wir arbeiten genau so
Entschuldigung Ilka, Dich habe ich damit natürlich nicht gemeint! Ich denke, Ihr arbeitet weniger als direkte Konkurrenz zu Ärzten als das Heilpraktiker tun. Das geht ja doch mehr in Richtung spirituelle Entwicklung. Ein Heilpraktiker hingegen ist eine direkte Alternative zum Arzt, nur dass die Kasse nicht dafür zahlt. Ich wäre sehr dafür, dass naturheilkundliche Methoden Kassenleistung werden und dazu ist es einfach toll, wenn Schulmediziner sich damit auseinandersetzen. Heilpraktikern und Schulmedizinern ist es nämlich per Gesetz verboten (!), zusammenzuarbeiten. Von daher würden solche Heilmethoden und Krankenkasse immer zwei Welten bleiben, die sich nicht begegnen.
Ich war übrigens auch aus Protest gegen das Gesundheitssystem einige Jahre lang nicht in einer Krankenkasse und habe alles selbst bezahlt. Erst seit ich seit dem Tod meines Mannes vor zehn Jahren eine kleine Witwenrente beziehe, bin ich wieder drin. Darüber war ich dann im Nachhinein ganz schön froh, denn ich brauchte in dieser Zeit zwei Psychotherapien und die hätte ich mir nicht leisten können. Das ist so eine zweischneidige Sache. Einerseits ist das real existierende Gesundheitssystem alles andere als schön, andererseits bin ich grundsätzlich für das solidarische Prinzip. Theoretisch könnte es jedem die optimale Behandlung bieten, egal ob arm oder reich. Schlimm ist halt diese ganze Lobby-Politik, die dieses an sich gute Prinzip völlig ruiniert.
Zitat von BarbaraHeilpraktikern und Schulmedizinern ist es nämlich per Gesetz verboten (!), zusammenzuarbeiten. Von daher würden solche Heilmethoden und Krankenkasse immer zwei Welten bleiben, die sich nicht begegnen.
Das höre ich auch zum ersten Mal. Gibt es nicht Ärzte mit heilpraktischen Zusatzausbildungen, die ihre Möglichkeiten je nach Bedarf anwenden? Also ich kenne inzwischen auch einen Allgemeinmediziner persönlich, der sogar energetische Heilarbeit in seinen Berufsalltag mit einbezieht...
Ich war auch jahrelang nicht krankenversichert, bin ein gesunder Mensch gewesen und hätte Höchstsatz zahlen sollen, wegen Einkommen des Ehemanns, der aber selber nicht versichert ist... bin aber im Laufe der Krebsbehandlung wieder eingestiegen. (...in dem ich eine kleine Anstellung mit Pflichtversicherung annahm). War zuvor ja auch nicht drauf gefasst, dass sowas kommt...
Ich vermute mal, das es auch hier darauf ankommt, wie man es verpackt und vor allem, was man dann entsprechend abrechnet, wobei hier ganz sicher Fingerspitzengefühl gefragt ist. Offiziell erscheint mir da der Spielraum nicht all zu groß, heilpraktische Fähigkeiten in das klassische schulmedizinische System zumindest vom Abrechnungstechnischen mit einzuarbeiten. Dem sind aus pharmagewinnorientierten Gründen garantiert Gesetze vorgeschoben.
Es ist auch nicht erwünscht, dass Arzt und Heilpraktiker in einer Person vereint werden (s. Link).
Das heute noch gültige Heilpraktikergesetz wurde 1939 von den Nazis in Kraft gesetzt, um Heilpraktiker ganz abschaffen zu können. So sieht es leider aus! Da verliert man auch die Lust, eine Heilpraktikerprüfung abzulegen, wie es mir damals ergangen ist.
...ja klar, juristisch möglich ist es, aber (s. Text):
Zitat Der Bayerische VGH führt dazu folgendes aus: „Bei einer Vermengung besteht die konkrete Gefahr, daß der Patient bei einer Personalunion von Arzt und Heilpraktiker in der Regel nicht erkennt, in welcher Eigenschaft ihm der Behandelnde entgegentritt, weil eine klare Trennung der Verantwortungsbereiche nicht möglich ist.
Das meinte ich mit "unerwünscht". Erwünscht ist eine klare Trennung, da man den Patienten vor Heilpraktikern "schützen" muss. Das ist die Denke, die dahinter steht! Und wer schützt den Patienten vor Schulmedizinern, fragt man sich dann...