Der Verstand bleibt immer da. Die Frage ist nur: Was ist er ? Ist er der Meister (hält er sich dafür) oder dient er als Werkzeug. Genauso geht das mit Ego, mit Mustern und auch mit den Programmen. Wenn sie uns nicht am Sein hindern (uns also umbringen) - kümmern sie uns eh nicht.
Was den Fokus betrifft: Nicht entweder oder, sondern sowohl als auch. Also den Fokus richte ich zb. nicht auf die Muster oder Programme, sondern auf das was "Ich bin" und dann nimmt das was ich bin Muster und Programme wahr und sieht, was sie tun und wie sie wirken. Indem ich sie dann annehme, erkenne, verstehe, erlöse, verbessere ich meine Lebensqualität. Wenn ich nun sage "Da ist niemand" ist das ja völlig korrekt. Die Frage ist nur: Stell ich mir das vor (und leugne damit mein eben doch noch vorhandenes Ego) oder aber bin ich tatsächlich "niemand".
Ich glaub, dass vieles daran krankt.
Das was da ist, ist da. Und da kann ich mir alles mögliche vor-stellen und weg-denken. Es bleibt wie es ist. Und wenn was weg ist, ist es weg. Und dann ist es wahr. Vorher ist das mE Selbstbetrug und macht ein Leben nicht wirk-lich lebenswert.
ja da ist auch "jemand" - der verstand und der erledigt seine aufgabe gut und vollkommen berechtigt - sozusagen; läßt dich zum arzt gehen, läßt dich operiert werden, läßt dich entscheiden usw. der verstand ist auch der konstrukteur, der geschichtenerfinder, der dramaturg, der der aufrecht erhalten will.
da ist niemand, dem er das erzählen kann und dann wirds kritisch, das rechtfertigt die auflösung des verstandes, also wird dagegen angekämpft.
also das ist ziemlich neuland für "mich".
mein verstand, mein ego jubeliert gerade mit den worten/gedanken: "siehst du! ich hab dir doch gesagt, es ist so und so und es ist wichtig, dass ..."
die gleichzeitigkeit in das alltäglich leben, in den alltag zu integrieren ist wohl am schwierigsten. seine muster erkennen und dann aufzulösen (oder es zumindest anzugehen sie aufzulösen) ist der schritt, um freier zu werden, freier mit den mustern umzugehen.
so wie mit der wut. ja ich, mein ladybird-sein ist jetzt wütend, es ist eine geschichte, nicht real, die worte nur töne, usw. und dennoch bin ich jetzt wütend, bin ich wut, bin mir bewußt und geh durch ... dadurch verliert die wut an macht und der verstand verliert an macht.
bei "mir" ist es momentan (seit einiger zeit so) und jede minute aufs neue bin ich sprachlos, wortlos vor einfachheit (des lebens).
kein drama - freiheit - hingabe - das ende des wählens
Ich empfehle den Menschen nichts - es war als liebevoll gemeinte Anregung gedacht, wenn Mustersuche gewünscht ist und stattfindet ist das etwas das man sich fragen könnte. Die jeweiligen Antworten darauf sind nicht für den Verstand sondern fürs "Herz" also zum Fühlen.
Im Grunde wollte ich einfach mal einen anderen möglichen Standpunkt teilen; damit niemanden belehren oder gar überzeugen. Sollte dies so angekommen sein tut es mir leid...
deshalb werde ich mich hier auch nicht weiter dazu äußern
Schade, liebe Christine. Ich fands gerade so interessant, dass du über Muster schriebst, bis sich nun eins gemeldet hat. Merkst du, dass diese Abwehrhaltung ein Muster ist?
Danke für diesen Beitrag Jea, musste lächeln als ich ihn las. Ja, was sind denn Muster eigentlich? Sind sie nicht so etwas wie Abdrücke unseres Lebens, so wie Fußabdrücke im Sand und verschwinden auch wieder, verändern sich? Geht es nicht eher darum zu erkennen, was mich unzufrieden macht, was mich in meinem eigenen Leben stört? Was sich schlecht anfühlt? Und gibt es nicht auch Muster, die schön sind? Programmierungen, Konditionierungen stören doch nur, wenn "ich mich" gestört fühle. Wenn Unzufriedenheit erlebt wird. Und dann schaue ich in mir selber nach und fühle wie sich das anfühlt. Manchmal reicht es damit zu sein und manchmal tauchen Bilder auf. Aber alles was mich triggert, sind auch immer Tore zum Jetzt. Wenn ich mich dem stelle und bereit bin, mich darauf einzulassen. Woher und warum diese Gefühle da sind ist zweitrangig. Manchmal tauchen ganz von alleine - sozusagen als Nebenwirkung - Klarheiten und Erkenntnisse auf. Aber das kann ich nicht tun. Das erscheint von alleine. Auflösen kann man nicht tun. Es geschieht. Aber ich kann mich den Gefühlen, körperlichen Empfindungen und Bildern stellen. Ob sich die Muster jemals auflösen wage ich zu bezweifeln. Meine Erfahrung ist, sie werden zwar dünner, aber ist es nicht eher so, dass kein Greifen danach mehr geschieht. Die Dinge tauchen auf, werden gesehen, manchmal geschieht ein Aufspringen und ein Verwickeltsein, aber in dem Moment, wo es gesehen wird, ist es vorbei. Vielleicht laufen die Muster im Hintergrund noch weiter, so wie Wolken am Himmel, aber der Himmel bleibt völlig unberührt. So gesehen, sind die Muster und Konditionierungen doch ganz amüsant. Dieses Sehen ist die eigentliche Schulung. Das ist es, was man üben kann. Dieser Himmel zu sein und gelöst alles betrachten zu können was auftaucht. Sogar die Person Suprya mit all ihren Muster und Konditionierungen. Ich sehe sie. Verrücktes Huhn. Himmel
Ich sehe dich/mich...
Das Meiste, was wir an uns und um uns herum als Mensch wahrnehmen, ist einsuggerierte In-Format-ion, wie materielles Dasein auf Erden zu sein hat. Das Ganze verhält sich so, wie mit meinem berühmten Toaster. Einer hats gebaut, ein Anderer programmiert, wiederum ein Anderer hat Toasts dazu gemacht. Wenn all das, was den Toaster zum Toaster macht, wieder zerfällt, bleibt nur noch Energie übrig und die fließt munter weiter....von Form zu Form, um sie für eine begrenzte Weile In-Form zu halten. Was sind du und ich nun in dieser Wandlung der Energie? Meiner Meinung nach....nur eine zeitlich begrenzte Art der Energie, zu erfahren, was es heißt, du und ich zu sein: Rollenspiele des Seins. Störungen sind da, um in einer bestimmten Rolle zu erfahren, was es speziell für diese Rolle heißt, Störung zu erfahren. Mit allen anderen Erfahrungen (Wahrnehmungen) verhält es sich genau so. Aber ja, die Muster lösen sich auf. Nämlich dann, wenn sie als Solche erkannt werden. Ein stabiler Beobachter steht über ihnen. Doch manchmal....nimmt es die Rolle ernster...als sonst. Aber nur für eine begrenzte Zeit. Für die Form selbst, ist das meist unangenehm....aber das Spiel, oder auch der göttlicher Tanz, geht schließlich weiter.
Ein Astronaut schrieb mal über seine Erfahrung der Erde aus dem Weltall dies: "Ich nahm mich als Mensch auf der Erde so wichtig und ernst, ich kam mir so groß vor, dass ich dachte, alles drehe sich fast nur um mich.....bis ich die Welt aus dem Weltraum aus sah. Da wurde mir bewusst, wie winzig ich doch gegenüber dem ganzen Sein bin und wie unwichtig all meine eingebildete Selbsteinschätzung doch ist." Steven Hawking z.B. schrieb über den König in einer Nussschale. Ein Mensch, der sich in seinem begrenzten Sein (Nussschale) selbst zum König ernennt, bemerkt seine individuelle Begrenztheit meist dann, wenn er sie von der Vogelperspektive betrachtet. Es ist alles eine Sache der Perspektive....der Wahrnehmung des Individuums.....oder des ganzen Seins, in dem es eingebettet zu sein scheint. Muster erscheinen dann, wenn einer da ist, um sie zu sehen.
Zitat von Maraiah Das was da ist, ist da. Und da kann ich mir alles mögliche vor-stellen und weg-denken. Es bleibt wie es ist. Und wenn was weg ist, ist es weg. Und dann ist es wahr. Vorher ist das mE Selbstbetrug und macht ein Leben nicht wirk-lich lebenswert.
Ja, darum geht es. Es anzuerkennen. Suprya
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