Danke Jea, solche Momente sind unvergesslich. Man könnte da ja viel reininterpretieren (was und warum), aber was zählt, sind diese Empfindungen. Dieses "Geben" (können) lösen himmlische Momente in einem aus. Ich glaube sogar, dass, ist man arm, es mehr schmerzt, nicht geben zu können, wie dass, man wenig hat.
Ich konnte gerade sehr mitempfinden, und diese Kinderaugen, mir nicht nur vorstellen, sie waren im Moment, wo ich Deine Zeilen las, in mir. Ja, war selbst das Kind, das gerade Schokolade bekam.
Bei dir habe ich das Gefühl, du suggerierst dir viel selber ein. Dummheit, Einheitsbrei, Jahre.......dies sind alles so Begriffe, über die man natürlich lange diskutieren kann. Ich wollte mal schauen, auf welchem Stand du bist.
Jea
Hallo Jea,
Schau doch bitte einfach bei dir selber nach. Ich habe nicht das Bedürfnis mich mit dir hier auszutauschen.
Mit dem Schokoladenthema hatte ich auch schon zu tun... Wenn wir bei meiner Schwiegerfamilie in den Schwarzmeerbergen waren. Da haben wir auch Schokolade für die Kinder dort mitgebracht. Für die war das sensationell und man stand bewundert da, weil man anscheinend die Quelle der materiellen Fülle bedienen kann.
Nun war aber die Schokoladenbegeisterung so groß, dass eine Gier entstand. Die Kinder stopften sich die Schokolade rein und fragten nach der nächsten. Die Eltern griffen nicht ein, sondern ließen die Kinder machen. Also standen wir letztlich vor der Aufgabe, die Schokolade zu dosieren. Das endete meist doch in Verstopfung und Bauchschmerzen der Kinder.
Ich hab mich gefragt, was wir hier eigentlich wirklich tun. Wir bringen Geschenke (auch andere Sachen) aus der Konsumgesellschaft mit in eine fast autark lebende Naturgesellschaft. Wir schüren eine Gier, als sei es erstrebenswert zu konsumieren... Eine Vorbereitung auf die Kommerzgesellschaft, in die sie sich hineinsehnen.
Was aber bedeutet einem Menschen in der Natur die Süße einer Maulbeere? Kennen wir Supermarktmenschen diesen tiefgehenden Genuss, der empfunden wird, wenn Süße nicht alltäglich ist? Welche Ehrfurcht wird vor einem Birnbaum empfunden, wenn man die Reife der Früchte abwartet und dann genießen kann. Und wenn die Frische der Vitalstoffe vom Körper dankbar beantwortet wird...
Jea, ich möchte dein Erleben als Gebende nicht "verderben", zumal du in deinem Schicksal das Entbehren so gut kennst. Deine Geschichte löste einfach in mir mein Erleben und meine Erfahrung aus. Natürlich lässt sich das nicht schwarz-weiß abhandeln. Aber es war für mich ein aufschlussreicher "Prozess" mir meine spezielle Schokoladenfee-Rolle anzugucken...
Woraus ich nicht schließe, nicht geben zu sollen, was man teilen kann...
Fand die Beschreibung von Jea sehr anrührend und wunderschön!
Kenne es aber auch anders, nämlich dass dann Gier kommt und mir ein Hinterherlaufen geschah, weil da ganz offensichtlich mehr Reichtum war... (vor vielen Jahren in Sri Lanka)... Es war mir dann am Ende des Urlaubs eine totale Last geworden, dauernd angebettelt zu werden, einfahc nur weil ich weiß war. Und übers Ohr wurde ich auch gehauen, weil ich zu gutgläubig war und arglos... aber das macht nichts heute im Nachhinein...
Es ist schon irre, dieser Unterschiede in der Welt...
Es sind zwei unterschiedliche Themen, die hier angesprochen wurden, und beide sind wichtig.
____________________________________ ...einfach nur leben...
Zitat von ManfredDanke Jea, solche Momente sind unvergesslich. Man könnte da ja viel reininterpretieren (was und warum), aber was zählt, sind diese Empfindungen. Dieses "Geben" (können) lösen himmlische Momente in einem aus. Ich glaube sogar, dass, ist man arm, es mehr schmerzt, nicht geben zu können, wie dass, man wenig hat.
Ich konnte gerade sehr mitempfinden, und diese Kinderaugen, mir nicht nur vorstellen, sie waren im Moment, wo ich Deine Zeilen las, in mir. Ja, war selbst das Kind, das gerade Schokolade bekam.
Zitat von SaraswatiMit dem Schokoladenthema hatte ich auch schon zu tun... Wenn wir bei meiner Schwiegerfamilie in den Schwarzmeerbergen waren. Da haben wir auch Schokolade für die Kinder dort mitgebracht. Für die war das sensationell und man stand bewundert da, weil man anscheinend die Quelle der materiellen Fülle bedienen kann.
Nun war aber die Schokoladenbegeisterung so groß, dass eine Gier entstand. Die Kinder stopften sich die Schokolade rein und fragten nach der nächsten. Die Eltern griffen nicht ein, sondern ließen die Kinder machen. Also standen wir letztlich vor der Aufgabe, die Schokolade zu dosieren. Das endete meist doch in Verstopfung und Bauchschmerzen der Kinder.
Ich hab mich gefragt, was wir hier eigentlich wirklich tun. Wir bringen Geschenke (auch andere Sachen) aus der Konsumgesellschaft mit in eine fast autark lebende Naturgesellschaft. Wir schüren eine Gier, als sei es erstrebenswert zu konsumieren... Eine Vorbereitung auf die Kommerzgesellschaft, in die sie sich hineinsehnen.
Was aber bedeutet einem Menschen in der Natur die Süße einer Maulbeere? Kennen wir Supermarktmenschen diesen tiefgehenden Genuss, der empfunden wird, wenn Süße nicht alltäglich ist? Welche Ehrfurcht wird vor einem Birnbaum empfunden, wenn man die Reife der Früchte abwartet und dann genießen kann. Und wenn die Frische der Vitalstoffe vom Körper dankbar beantwortet wird...
Jea, ich möchte dein Erleben als Gebende nicht "verderben", zumal du in deinem Schicksal das Entbehren so gut kennst. Deine Geschichte löste einfach in mir mein Erleben und meine Erfahrung aus. Natürlich lässt sich das nicht schwarz-weiß abhandeln. Aber es war für mich ein aufschlussreicher "Prozess" mir meine spezielle Schokoladenfee-Rolle anzugucken...
Woraus ich nicht schließe, nicht geben zu sollen, was man teilen kann...
Ja, das kann durchaus passieren, Saraswati. Das passiert meist, wenn man äusserst freundlich und gebend auf die Menschen zugeht. Ich habe es mir angewöhnt, die Menschen auf eine bestimmte Art auf Distanz zu halten. In dem Fall entsteht ein Geben und Nehmen, ohne dass die Respektgrenze überschritten wird. Sonst entsteht, wie du beschrieben hast, Gier im Menschen und Gier ist das Letzte, was man erzeugen sollte.