Möchte mal was zur Diskussion stellen, denn immer wieder sind wir ja verschiedener Ansicht. Die Einen sagen: ich bin wie ich bin und kann nichts tun, die Anderen sagen, ich kann sehr wohl etwas tun.
Habe zufällig in einem Interview mit Daniel Herbst genau diese Thematik angesprochen gefunden. Vielleicht habt ihr ja Lust, es euch mal anzuschauen. Wer nicht alles sehen möchte, kann bei 14 Min. 40 Sekunden einsteigen, dort stellt Devasetu eine Frage... Ich finde es sehenswert bis zum Schluss.
Ich finde die Frage und auch die Ausführung von Daniel Herbst treffen nicht den Dotter im Ei des Kolumbus.
Die Quelle eines Impulses, der sich als Gedanke/Meinung oder Tat manifestiert hat noch niemand (nie ein 'Jemand') gefunden. Das beinhaltet auch den Impuls der Achtsamkeit. Im Umkehrschluss bedeutet das nicht den Beweis eines Determinusses. Es ist ein Hinweis auf Nicht-Wissen. Tasse leer.
Somit ist es müssig, sich einer Urheberschaft zu bezichtigen, weil die Annahme der Urheberschaft aus eben der selben Quelle stammt und wiederrum weder zugeordnet noch gewusst werden kann.
Daniel setzt Adavaita Trance mit Glauben an den Determinismus gleich und zielt damit am Wesen der Dinge vorbei.
'Ich bin der ich bin' ist keine Haltung oder Meinung, ist jenseits von Trance oder Erwachen. Die Kurzform ist 'Bin' = Sein. Sie ist nackt, ohne Ich und ohne Willen, ob frei oder unfrei.
Du doch nicht, Du bist doch "Rechtgläubig", Du weist doch was richtig ist...
wie du dann mit denen, die nicht "Rechtgläubig" (z. B. Daniel Herbst) sind verfahren willst, ist deine Angelegenheit. Im Mittelalter war man da bekanntermassen ja nicht so zimperlich...
An einem Punkt sagt er: "Du hast die Möglichkeit..." "...wenn du die Möglichkeit hast..."
Man könnte statt Möglichkeit, auch Einsicht sagen. Ohne eine Einsicht, gibt es keine Möglichkeit (für einen).
Und ich würde hinzufügen, dass, wenn man die Möglichkeit nicht hat, sie eben nicht hat. Man hat sie dann einfach nicht, auch wenn der Rest der Welt sie durchaus sehen könnte.
Ich gucks mir mal zu Ende, obwohls etwas nervt. Zu 14:40 zu beamen, ging auch nicht, der Filmzeiger ging nicht weiter, wie er grad gespoolt hat.
Das alles, was vor einem liegt, potentiell angelegt ist, ist ja sowieso klar. Ein Blitz, der sich im Gewitter entläd, hat potentiell Milliarden von Möglichkeiten, seinen Weg zur Erde zu gehen. Letztendlich geht er den, den er geht.
Was sagt er schon, was man nicht eh schon weiß? Und was ist jetzt sooo interessant daran? Und neu?