Ich konnte als Kind kein Fleisch essen, weiß noch, wie ich es Bissen für Bissen, im Mund sammelte und nicht schlucken konnte. Und sah meinem Vater an, wie ihm langsam aber sicher der Kamm schwoll. Irgendwann durfte ich es zwar ins Klo ausspucken, aber der Familienfrieden war wieder mal im Keller. Nun, irgendwann war ich dann ein richtiger Fleischesser geworden. Zumindest in der Zeit, in der ich aufwuchs, wäre es auch schwer gewesen, da außen vor zu stehen. Kantinen-Großküchen in den großen Firmen, in denen ich arbeitete, Bundeswehr etc. hätten damals keinen Alternativplan für Vegetarier gehabt. Z.Zt. mache ich es so, dass ich Fleisch und Wurst sehr einschränke, aber dann kommt schon immer wieder mal eine Geschmackssehnsucht nach einem Leberwurstbrot (Synonym für alles fleischliche).
Zitat Ich sagte: "Von Zwang halte ich auch überhaupt nichts, bestimmt gibt es gute Gründe, warum du nach Schweinshaxe verlangst. Wenn das im Bewusstsein ist, kann sich vielleicht von alleine was ändern." Und prompt fiel ihm ein, wie er als Vierjähriger einen Musikerfreund seiner Familie so sehr anhimmelte und gern auf dessen Schoß saß. Und dieser aß gern Schweinshaxe...
Das ist so eine richtig typische Geschichte! Tief drinnen assoziiert man irgendetwas Schönes, was eigentlich mit dem Essen an sich gar nichts zu tun hat. Wahrscheinlich fühlt sich dieser Mensch jedesmal, wenn er Schweinshaxe isst, diesem angehimmelten Freund nahe. Essen hat wahnsinnig viel mit sozialer Bindung zu tun.
Zitat Jetzt ist es eine immer neue Entscheidung wenn ich vor etwas Genüssigem stehe, doch da brauche ich mir nur das Tier und seine Augen vorzustellen, und schon greife ich nach was Anderem...
...ach, jetzt taucht hier nach Rainald Grebe noch mein zweiter Lieblingsmusikkabarettist auf, wie schön! Er trifft den Nagel auf den Kopf. Es ist furchtbar, wie Tiere von uns ausgebeutet und vermarktet werden. Man kann es sich nicht mit ansehen. Und das Bekloppte daran ist: Wir leiden darunter und werden krank, unsere Umwelt leidet darunter, das Klima leidet darunter. Die Tiere geben Unmengen an Methan von sich und das ist ein zigmal größerer Klimakiller als CO2. Wer weniger Fleisch isst, betreibt wirksamen Klimaschutz! Das unermessliche Leid der Tiere bringt letztlich uns selbst nichts als Schaden! Man benötigt 16 kg Getreide, um 1 kg Fleisch zu produzieren! Niemand in der Welt müsste hungern, wenn wir uns vegetarisch ernähren würden! Und! Und! Und!
Zitat von Barbara...ach, jetzt taucht hier nach Rainald Grebe noch mein zweiter Lieblingsmusikkabarettist auf, wie schön! Er trifft den Nagel auf den Kopf. Es ist furchtbar, wie Tiere von uns ausgebeutet und vermarktet werden. Man kann es sich nicht mit ansehen. Und das Bekloppte daran ist: Wir leiden darunter und werden krank, unsere Umwelt leidet darunter, das Klima leidet darunter. Die Tiere geben Unmengen an Methan von sich und das ist ein zigmal größerer Klimakiller als CO2. Wer weniger Fleisch isst, betreibt wirksamen Klimaschutz! Das unermessliche Leid der Tiere bringt letztlich uns selbst nichts als Schaden! Man benötigt 16 kg Getreide, um 1 kg Fleisch zu produzieren! Niemand in der Welt müsste hungern, wenn wir uns vegetarisch ernähren würden! Und! Und! Und!
Sehe ich genauso... Habe aber Hoffnung, dass es ganz allmählich mehr in die Kopfe rutscht... zumindest in einer bestimmten Schicht...
Die Zuschauer da waren bestimmt nicht alle Vegetarier, dachte ich so beim Gucken, haben aber alle fest geklatscht... *gg*
Mir ist er ein wenig zu zynisch, aber er ist schon super...
____________________________________ ...einfach nur leben...