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Dieses Thema hat 22 Antworten
und wurde 1.350 mal aufgerufen
 Allgemeines Forum
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Maike

Beiträge: 853


27.12.2009 12:31
dunkle Nacht der Seele???? Zitat · antworten

Hallo Ihr Lieben,
ich habe den Post von Richard Sylvester gelesen, dabei tauchte "dunkle Nacht der Seele" auf. Könnt ihr was dazu sagen?
MaLi

Hanna Stern

Beiträge: 1.410


27.12.2009 12:48
#2 RE: dunkle Nacht der Seele???? Zitat · antworten

bin ja da net so kompetent, mali,
aber ich verstehs so, wie ichs letzten feb, märz erlebt hab :
alle systeme krachen ein, nix bleibt mehr stehn und die angst steht nackt vor dir.....
irgendwie formiert sich in dieser nacht ein sein, das viel weniger schein ist-
(s is aber net gsagt, dass es hält)

sonnengrüßli
v gisela

Maraiah

Beiträge: 182


27.12.2009 13:01
#3 RE: dunkle Nacht der Seele???? Zitat · antworten

Hi MaLi ...

die dunkle Nacht der Seele ist eine Zeit in der man seine Schattenseiten ins Licht holt und anschaut, annimmt und damit erlöst.
Ich glaube, dass so eine Nacht eher lange anhält ...

lg maraiah ...

Gabi P.
Admin
Beiträge: 13.347


27.12.2009 14:16
#4 RE: dunkle Nacht der Seele???? Zitat · antworten

Liebe MaLi,

ich hab hier was zum Thema gefunden, denn das wurde hier auch schon hie und da angesprochen:

topic-threaded.php?forum=11&threaded=1&id=854&message=6462

____________________________________
...einfach nur leben...

Vera

27.12.2009 14:47
#5 RE: dunkle Nacht der Seele???? Zitat · antworten

Zitat von Gabi P.
Liebe MaLi,

ich hab hier was zum Thema gefunden, denn das wurde hier auch schon hie und da angesprochen:

topic-threaded.php?forum=11&threaded=1&id=854&message=6462





Ach, klasse, dass dus gefunden hast, Gabili...und maddy hatte doch auch mal sowatt Tolles über die "Dunkle Nacht der Seele" gepostet...ich finds nur nicht.

Nick22

Beiträge: 360


27.12.2009 15:44
#6 RE: dunkle Nacht der Seele???? Zitat · antworten

Und dann gibt es da noch das wunderbare Buch von Zen Roshi John Tarrant:

Licht im Herzen der Dunkelheit
Die Nacht der Seele und der Weg zur Erleuchtung

Walther

http://www.herzens-wege.de

Hanna Stern

Beiträge: 1.410


27.12.2009 15:49
#7 RE: dunkle Nacht der Seele???? Zitat · antworten

Zitat von Nick22
Und dann gibt es da noch das wunderbare Buch von Zen Roshi John Tarrant:

Licht im Herzen der Dunkelheit
Die Nacht der Seele und der Weg zur Erleuchtung

Walther



ja, das war wunderbar und hat mir sehr weiter geholfen-
bis dorthin, wo ich s fassen konnt...

devanshu

Beiträge: 3.073


27.12.2009 16:50
#8 RE: dunkle Nacht der Seele???? Zitat · antworten

aus Deeksha

Die dunkle Nacht der Seele

Die Erleuchtung eines jeden Menschen ist einzigartig. Bhagavan sagt, bei 6 Milliarden Menschen auf Erden wird es 6 Milliarden Arten von Erleuchtung geben. Immer wirken auch die Wünsche und die Bestimmung der eigenen Seele mit in den Prozess hinein. Im Laufe deines persönlichen Wachstums entdeckst du vielleicht eine natürliche Gabe zu heilen, ein für dich unbekanntes Reservoir an Weisheit oder ein tiefes Mitgefühl für die Belange deiner Mitmenschen und der Erde als Ganzes.
Du wirst weiterhin Wünsche haben, aber sie werden nicht zu Verlangen. Du wirst weiterhin Widerstände haben, aber sie werden nicht zu Abneigungen. Du wirst weiterhin eine Persönlichkeit haben, aber es wird ein fließender Tanz von Teilpersönlichkeiten sein, die kommen und gehen. Je mehr sich dein Zustand vertieft, desto weniger wirst du an Groll, Ängsten und Traumata festhalten.
Und dasselbe gilt auch für das Festhalten an guten Zeiten und spirituellen Gipfelerfahrungen.
Während sich die Erfahrung des Erwachens vertieft, werden sich immer tiefere Zustände der Einheit, des Friedens, der Stille, der Liebe und Freude einstellen. Du wirst dich immer mehr in den mystischen Bereichen zu Hause fühlen und paradoxerweise auch im äußeren Leben.
Zuerst jedoch wirbelt der Verstand vielleicht alle möglichen Konflikte, Widerstände und Zweifel auf. Es liegt in der Natur des Ich s, Veränderungen mit Widerstand zu begegnen. Das sind die alten Muster des Verstands, die sich dir noch einmal in aller Macht zeigen wollen. Erlaube dem Prozess einfach zu geschehen. Lass ihn dir voll zu Bewusstsein kommen. Dann wird sich plötzlich ein großer Friede in dir ausbreiten.
Alles, was voll akzeptiert und erfahren wird, wandelt sich in Freude! Würden die Menschen doch nur diesen einen Punkt wirklich verstehen. Die Reise zur Erleuchtung wäre dann nur halb so lang. Jeder Schmerz, vollkommen erfahren, hat das Potenzial zur Freude. Jede Traurigkeit, voll durchlebt, verwandelt sich in Glück.
Erleuchtung ist sowohl ein Ereignis als auch ein Prozess. Ein Ereignis in Bezug auf die Auflösung des Bewusstseins eines getrennten Ichs und ein Prozess im Hinblick auf die immer deutlicher werdende Vertiefung der Erfahrung von Einheit.
Aber in die Einheit zu gelangen, ist nicht immer nur angenehm. Ab einem gewissen Punkt kann es passieren, dass du durch einen „Verdunklungsprozess" oder ein dunkle Nacht gehen wirst. Es ist die Zeit, in der die Inhalte des persönlichen Unterbewusstseins gründlich ausgemistet werden. Das kann mit Gefühlen wie Alleinsein, Zweifel und Schwere einhergehen. Plötzlich scheint sich die Welle des Erwachens wieder zurückzuziehen, und all die wunderbaren Träume von der Erleuchtung scheinen sich in Luft aufzulösen. Hat uns das Universum vollkommen vergessen? Wir fühlen uns zermürbt. Was bleibt, ist ein dumpfes Gefühl von Enttäuschung.
Der heilige Johannes vom Kreuz, ein christlicher Mystiker, prägte als Erster den Begriff „die dunkle Nacht der Seele". Ich stieß auf sein Buch, als ich Anfang Zwanzig war und an starken Schüben von Depression litt. Ich war fasziniert. Mir schien, dass jedes seiner Worte nur für mich geschrieben war und mir helfen wollte, das Geschehen aus einer anderen Perspektive zu verstehen.
Der heilige Johannes sprach von zwei verschiedenen Prozessen, die sich, obwohl sie oberflächlich gesehen einander ähneln, doch stark unterscheiden. Den ersten Prozess nannte er die „dunkle Nacht der Sinne", den zweiten die „dunkle Nacht der Seele". Ich möchte beide Aspekte etwas ausführlicher betrachten. Vielleicht hast auch du schon einmal Gefühle großer Einsamkeit, emotionaler Austrocknung und Depression erlebt. Bei dem einen kommen und gehen diese Zustände relativ schnell, bei einem anderen dauern sie Wochen, Monate oder sogar Jahre. Was dahinter steckt ist ein tiefer, psychologischer Prozess. Wir fühlen uns wertlos, klein und ungeliebt. Wir fühlen uns zu schwach, um unsere Träume auszuleben.
Die Auseinandersetzung mit den ungeheilten Anteilen unserer Psyche kann schmerzhaft sein. Die Deeksha kann diesen Prozess hier und da sogar noch intensivieren, da sie uns in Richtung Ganzheit drängt. All dies gehört zur „dunklen Nacht der Sinne". Je mehr Licht auf uns strahlt, desto mehr Dunkelheit scheint es aufzuwühlen.
Als ich in Mount Shasta in Kalifornien lebte, besuchte ich häufig einen nahe liegenden See. Er war sehr seicht, und der Boden bestand aus weichem, matschigem Schlamm. Ich stapfte total gern darin herum, wirbelte die Blasen aus Methangas aus dem Dreck unter meinen Füßen hoch und beobachtete, wie sie an die Oberfläche stiegen und platzten.
Unser psychologischer Prozess ist sehr ähnlich. Wir sehen unter Umständen einige unserer Schattenaspekte, die sehr lange unter dem Schlamm vergraben waren. Wie oft haben wir versucht, diese Dinge zu verleugnen, zu verändern oder zu unterdrücken? Aber sie sind immer noch da. Wie sollen wir auf Dauer damit umgehen?
Die dunkle Nacht der Seele
Vielfach versuchen wir, diese Gefühle, Erinnerungen oder Empfindungen erneut zu verdrängen. Sie sind unbequem und passen nicht in unsere Vorstellung, ein spirituell erleuchtetes Wesen zu sein. Oder wir ziehen uns zurück und fühlen uns dann schuldig für unser vermeintliches Versagen. Als dritte Möglichkeit projizieren wir diese Gefühle auf andere Menschen oder Umstände und machen sie direkt oder indirekt für unser Unwohlsein verantwortlich. Gerade bei Menschen, die in ihrer frühen Kindheit seelisch verletzt oder missbraucht wurden, geschieht dies gern. Das Bedürfnis, sich selbst oder jemand anderem die Schuld zuzuweisen, wird als Ventil genutzt, um all die Schatten zu kompensieren, welche unser spirituelles Wachstum an die Oberfläche bringt.
Glücklicherweise gibt es noch eine vierte Möglichkeit: Wir können diesen Prozess einfach anschauen und beobachten; ohne jeden Versuch, etwas zu verändern. Wenn wir bereit sind, stillzuhalten und bei den Gefühlen zu bleiben, werden die Schatten ganz natürlich an die Oberfläche kommen und sich auflösen. Wenn wir jedoch weiterhin in Schuldzuweisungen oder Verurteilungen schwelgen, halten wir den Prozess unnötig aufrecht und bleiben in unseren düsteren Gefühlen gefangen. An diesem Punkt fühlen sich viele Menschen enttäuscht, und sie meinen, Deeksha habe bei ihnen nicht funktioniert.
Wenn wir uns eingestehen, dass die dunkle Nacht der Sinne auftritt, um uns die Realität des Verstands, so wie er ist, zu zeigen, vergeht sie rasch. Dann bringt jede neue Deeksha mehr Licht in unsere innere Welt und immer tiefere Erfahrungen der Einheit werden nach und nach unser Leben erfüllen. Wir entdecken eine immer stärkere Verbindung mit unserer inneren Göttlichkeit - dem „Antaryamin" - und werden uns unserer einzigartigen Bestimmung als Seele bewusst.
Aber noch eine weitere Transformationsaufgabe liegt vor uns: die „dunkle Nacht der Seele". Während die dunkle Nacht der Sinne eine psychologische Krise beschreibt, ist die dunkle Nacht der Seele mehr eine existenzielle Krise. Der Sinn der dunklen Nacht der Sinne besteht darin, das Bewusstsein eines getrennten Ichs aufzulösen, was die Grundvoraussetzung für Erleuchtung ist, während der Sinn der dunklen Nacht der Seele darin besteht, das göttliche Selbst zu entdecken, und Gottverwirklichung zu erreichen.
Die innere Erfahrung ist möglicherweise ähnlich. Wieder ist ein Gefühl emotionaler Ausgedörrtheit da, ein Verlust an Vitalität oder Enthusiasmus. Aber diesmal ist es die Erfahrung der inneren Seele, nicht der äußeren Persönlichkeit. Es kommt uns so vor, als sei unsere Verbindung mit dem Göttlichen unterbrochen; und alles, was auf unserem spirituellen Pfad bisher angenehm und leicht ging, wird jetzt mühsam und schwer.
Warum geschieht das? Jetzt werden wir mit den ältesten und subtilsten Teilen unseres Egos konfrontiert. Unsere tiefsten Konzepte und Vorstellungen vom Sinn unseres Daseins werden herausgefordert. Wir werden in die Leere gestoßen, in der sich alles auflöst, was von unseren Vorstellungen über das Göttliche und die absolute Wirklichkeit noch vorhanden war. Es mag sich anfühlen wie eine Zerstückelung unseres Seins an sich, eine Reise durch das Tal des Todes. Die Reise mag sich endlos anfühlen. Aber sobald wir uns diesem Tod ergeben, gehen wir wiedergeboren als ein geweihtes Wesen daraus hervor.
Das ist die Phase, die Jesus in seinen 40 Tagen in der Wüste durchlief. Im Kampf mit den Resten seiner inneren Widersacher konnte er die letzten Illusionen eines getrennten Ichs auflösen und mit dem „Vater", seiner inneren Göttlichkeit, wieder eins werden. In dem Augenblick wurde er zum Christus, und seine Aufgabe als Weltenlehrer konnte beginnen.
Wir sollten die dunkle Nacht der Sinne nicht mit der dunklen Nacht der Seele verwechseln. Die bloße Tatsache, dass wir uns nicht gut fühlen, bedeutet nicht automatisch, dass wir auf dem Weg zur Meisterschaft sind. Aber die Reise hat begonnen. Und die Lösung ist jedes Mal dieselbe: einfaches Beobachten und Annehmen unseres inneren Prozesses - ohne Urteil und ohne Schuldzuweisung. Wir können uns darauf verlassen, dass die göttliche Intelligenz

Die dunkle Nacht der Seele
sowohl in der Dunkelheit als auch im Licht bei uns ist. Sobald wir uns der Vollkommenheit Gottes in der Dunkelheit ganz ergeben können, entdecken wir auf geheimnisvolle Weise, dass wir wieder in Licht getaucht werden!
Wenn wir aus der dunklen Nacht der Sinne herauskommen, gehen wir vollständiger in die Einheit. Wenn wir aus der dunklen Nacht der Seele herauskommen, gehen wir vollständiger in die Meisterschaft. Wir werden gottverwirklicht und können der Menschheit als Teile des avatarischen Bewusstseins auf Erden dienen. Als eine Zelle des planetarischen Körpers, der langsam die kritische Masse aufbaut, die notwendig ist, um das Ziel des kollektiven Erwachens der gesamten Menschheit zu erreichen!
Einige christliche Mystiker haben das seelische Tal, das wir während der dunklen Nacht der Seele durchlaufen, als „die Wolke des Nichtwissens" bezeichnet. Zuerst geht Gott auf uns zu und lässt uns seine Süße schmecken. Dann schiebt sich eine Wolke des Nichtwissens dazwischen. Es liegt an uns, durch sie hindurchzuschreiten. Nur so können wir all unsere illusionären Vorstellungen von Gott loslassen und alle unsere Zweifel überwinden, bis wir auch diese Wolke unseres unbewussten Verstands hinter uns gelassen haben und entdecken, dass Gottes Gnade in Wahrheit nie abwesend war. Nun erfahren wir uns wirklich eins mit Gott.
Nach meinem Gefühl sind die Zyklen von Licht und Dunkelheit, die wir auf unserem Weg zur Einheit durchlaufen, den Zyklen recht ähnlich, durch welche die Menschheit als Ganzes in den kommenden Jahren gehen wird. Und es sind gleichzeitig die Zyklen, durch die unsere geliebte Erde geht, wenn sie sich vorbereitet, die Menschheit und alles Leben in ein Goldenes Zeitalter hineinzugebären. Schenkt man den Hinweisen im Maya-Kalender und anderen Prophezeiungen Glauben, dann könnte es sein, dass sich auf planetarischer Ebene etwas zuspitzt, ein großer kollektiver Prozess, der jetzt oder bald beginnt: Wie es konkret passieren wird, liegt außerhalb meiner Kenntnis.
Sri Aurobindo, der große mystische Weise Indiens, bezeichnete die kollektive Dunkelheit, die kurzfristig auf uns zukommt, als die „supramentale Katastrophe" und bemerkte, es würde unweigerlich eine Zeit des Übergangs geben, in der all unsere kollektiven Schatten ans Tageslicht kämen. Meinem Gefühl nach wird der Höhepunkt der Transformation schon in den kommenden Monaten oder Jahren überschritten sein. Aurobindo sagte auch, direkt danach würde die „supramentale Manifestation" folgen, die für mich identisch ist mit dem, was Bhagavan die Morgendämmerung des Goldenen Zeitalters nennt.
Egal durch welches Stadium des Prozesses wir gerade gehen: Das Licht ist in uns lebendig, und wir sind mit der Fähigkeit gesegnet, es weiterzugeben. Wenn wir den stürmischen Winden erlauben, ohne Widerstand durch uns hindurchzuwehen, werden wir aus dem Unwetter mit einer wirklich vertieften Fähigkeit herauskommen, dem Einen zu dienen. Dann hat das „Feuer" der Reinigung auch die letzten Reste, die uns von Gott trennten, verbrannt. Dann erfahren wir unser wahres Gesicht. Und wir werden erkennen, dass es nichts mit dem Gesicht zu tun hat, das wir im täglichen Spiegel unseres Lebens geglaubt haben, zu sehen. Es ist eine gewaltige, allmächtige und doch sehr liebevolle Intelligenz, die sich in all diesen Veränderungen manifestiert.
Ein altindisches Gebet drückt es so aus: „Führe uns von der Unwirklichkeit zur Wirklichkeit. Führe uns von der Dunkelheit ins Licht. Führe uns vom Tod in die Unsterblichkeit!"

Noch tiefer in die Erleuchtung
Lange schwarze Nacht
Verlorene Winde heulen in der eiskalten Winternacht.
Der Pilger hält inne auf seinem endlosen Weg
und leiht dem Wind seine eigene Stimme.
Wie ist das möglich?
Der Himmel ist leer,
nichts bleibt, was die Sonne verdeckt.
Und dennoch wird das Leben
von einer geheimnisvollen Dunkelheit erfüllt?
Die stille Weite wogt auf und ab.
Diese Schätze kann nur jemand sehen,
dessen Augen leer sind vom Sehen.
Jemand, bei dem die Feuer der Trostlosigkeit
aufgelodert und dann versiegt sind
und die letzte Glut von Hoffnung und Gewissheit
in der Nacht erloschen ist.
Wie ist es möglich, mein Freund,
dass ich dich jetzt so klar höre,
wo doch alles, was ich je kannte,
mit dieser Glut ausgelöscht wurde?
Die Stürme des Getrenntseins sind vergangen,
nur der nasse Schnee zeugt noch davon.
Die dunkle Nacht offenbart sich
als Tor zu noch größerer Helligkeit.
Ich fand mein eigene Stimme
in diesem zarten, still lebenden
und doch kräftig pulsierenden
Herzen der Ewigkeit.

Kapitel 23 Noch tiefer in die Erleuchtung
Die Reise zur Erleuchtung ist ein natürlicher Wachstumsprozess, der für jedes Individuum einzigartig ist. Die einzelnen Schritte auf dem Weg können weder verlängert noch verkürzt werden. Alles was du erfährst, geschieht aus Gnade und ist ein notwendiger Bestandteil, um Meisterschaft zu erlangen. Auch ob und in welcher Form du die soeben beschriebene dunkle Nacht der Seele erleben wirst, ist dein eigener, ganz einzigartiger Prozess. Das Gute ist: Je mehr Menschen diesen Weg gehen, desto leichter wird er für die anderen werden. Durch dein individuelles Wachstum wird das kollektive Unbewusste der Menschheit mit gereinigt, und dies hat zur Folge, dass auch das kollektive Erwachen sehr viel leichter geschehen kann.
Bhagavan spricht von drei Stadien der Erleuchtung:
1. die Fähigkeit, das Leben einfach wahrzunehmen, ohne sich fortwährend mit dem begrenzten Verstand zu identifizieren.
2. die Erkenntnis der wechselseitigen Verbundenheit allen Lebens und
3. die Erfahrung kosmischer Einheit.
Im ersten Stadium hört dein unbewusster Verstand auf, sich permanent einzumischen, was interessanterweise zu einer Schärfung und Bereicherung der Sinneswahrnehmung führt. Alles wird bunter, voller, schöner und ist gleichzeitig von tiefer Stille durchdrungen. Viele Menschen erfahren dieses Stadium bereits nach wenigen Deekshas und es wird schon bald zu ihrer neuen Realität.
Vielleicht entwickelst du dann auch ein tiefes Gefühl der Verbundenheit mit deiner Umgebung, der Natur und den Menschen um dich herum. Oder es sind die so genannten Synchronizitäten, d. h. die Erfahrung, dass bestimmte Dinge oder Menschen genau im richtigen Augenblick und keinesfalls zufällig auf dich zu kommen, die dir zeigen, wie sehr sich eine verborgene Einheit in allem Leben ausdrückt. Das ist dann das zweite Stadium.
Im dritten Stadium wirst du schließlich über das Bewusstsein der Verbundenheit allen Seins hinaus zu völliger Einheit mit dem Kosmos aufsteigen. In einem Moment bist du ein Vogel, im nächsten ein Grashüpfer und dann die Weite des Himmels. Du erfährst deine Identität in allem und als alles, was ist. Du bist alles und doch nichts. „Aham Brahmasmi", sagten die alten indischen Mystiker dazu, „ich bin alles, ich bin das gesamte Universum".
Diese Erfahrung der Einheit mit dem Universum wird auch Samadhi genannt. Zuerst magst du sie vielleicht nur vorübergehend oder flüchtig erfahren. Um sie zu halten, muss jede Zelle deines physischen und feinstofflichen Körpers mit Kundalini-Energie erfüllt werden. Dein Körper wird eine Weile brauchen, um diese erhöhte Frequenz aufzubauen und zu festigen. Bitte gib ihm diese Zeit.
Die alten Yogis beschreiben vier Zustände von Samadhi. Die erste Stufe wird Savikalpa Samadhi genannt. Neben der
Noch tiefer in die Erleuchtung
Erfahrung der Einheit mit dem Universum erfährst du eine pulsierende Glückseligkeit und eine Aktivierung deiner feinstofflichen Sinne. Unter Umständen öffnen sich dir innere Fähigkeiten und Qualitäten, die du an dir noch nicht gekannt hast. Aber auch dieses Wachstum braucht Zeit.
Hat sich das Nervensystem an den erhöhten und gleichzeitig feineren Energiefluss angepasst, wird es schließlich bereit für die nächste Stufe, Nirvikalpa Samadhi genannt. In diesem Stadium vereinigt sich das individuelle Bewusstsein mit dem allumfassenden Bewusstsein. Dies zieht extreme Veränderung auf allen Ebenen deines Körpers nach sich. Jede Zelle wird mit Licht erfüllt, während der Körper stunden- oder sogar tagelang in einer todesähnlichen Starrheit verharrt. Ein nur begrenzt funktionstüchtiger Übergangszustand.
Schließlich erreicht man dann die dritte Samadhi-Stufe, die als Sahaja Samadhi bekannt ist. Die feinstofflichen Kanäle und Energiesysteme des Körpers haben sich mittlerweile an die erhöhte Frequenz des Bewusstseins gewöhnt, und es ist möglich, in einem dauerhaften Zustand vereinheitlichten Bewusstseins zu leben und gleichzeitig im Alltag aktiv zu sein.
Bhagavan ist es wichtig, dass man durch die Erleuchtung, die er vermittelt, voll funktionstüchtig bleibt. Er versucht deshalb, das Nervensystem so zu modifizieren, dass die Menschen nur kurze Zeit im Nirvikalpa Samadhi verweilen und relativ zügig in Sahaja Samadhi übergehen.
Die vierte Stufe von Samadhi gab es in der bisherigen Menschheitsgeschichte ziemlich selten. Im so genannten Soruba Samadhi ist der physische Körper dann so von höheren Energien erfüllt, dass er vollständig zu einem Lichtkörper geworden ist. Der Verstand dient nun völlig der Seele und man kann jede Dimension von Zeit und Raum bewusst erfahren und durchlaufen. Diese Stufe ist auch unter dem Begriff Aufstieg bekannt und beschreibt den Zustand der aufgestiegenen Meister wie Babaji, Kuthumi und St. Germain.

Noch tiefer in die Erleuchtung
Diese Meister haben sich entschieden, in der Nähe der irdischen Dimension zu bleiben, um der Menschheit zu helfen. Wenn sie es möchten oder für notwendig halten, können sie auch weiterhin in einem physischen Körper erscheinen. In Indien gibt es viele Geschichten darüber. Zum Beispiel von den so genannten Siddha-Meistern Südindiens oder tibetischen Adepten, die einen „Regenbogenkörper" besaßen und sich einfach wieder in Licht auflösen konnten. Ramalinga Swami, der gegen Ende des letzten Jahrhunderts lebte, i st eine bekannte Persönlichkeit in diesem Zusammenhang. Auch die Arbeit von Sri Aurobindo und der Mutter steht im Bezug dazu.
Alles Bewusstsein ist ein Feld. Der Verstand ist ein Feld. Ja, selbst der erleuchtete Zustand ist ein Feld. Rupert Sheldrake, ein englischer Biologe, bezeichnet diese Bewusstseinsfelder als „morphische" oder „formerzeugende Felder". Es sind jene Felder, die unserer Evolution Gestalt gegeben haben, unser Gedächtnis und unsere biologische Form haben entstehen lassen. Jedes Mal, wenn eines dieser morphischen Felder angesprochen wird, wird es stabiler. Und wenn immer sich jemand aus einem Feld „ausschaltet", wird es schwächer.
Der amerikanische Psychologe David Hawkins beschreibt in seinem Buch „Power versus Force", (auf Deutsch „Die Ebenen des Bewusstseins") ein kinesiologisches Testverfahren mit dem sich die Qualitäten des menschlichen Bewusstseins auf einer Skala von o bis 1.ooo einordnen lassen. Am unteren Ende der Skala rangieren so hoch geladene Emotionen wie Schuld, Scham oder Wut und ihre entsprechenden Bewusstseinszustände. Am oberen Ende der Skala findet man Liebe, Freude und die verschiedenen Zustände der Erleuchtung.
Hawkins fand heraus, dass eine Person, die am oberen Ende der Skala schwingt, einen Ausgleich für Tausende, ja Millionen von Menschen schaffen kann, die am unteren Ende dieser Skala schwingen. Und er bestätigte auch, dass bereits ein einziger Avatar, der auf der Skala bei 1.ooo schwingt, selbst einen planetarischen Verstand, der wild entschlossen ist, sich selbst auszulöschen, wieder harmonisieren kann!
Für mich steht fest, dass Amma und Bhagavan über diese Fähigkeit verfügen. Denn laut Bhagavan ist es genau dieses Prinzip der Resonanzfelder,das die Erleuchtung in planetarischem Ausmaß ermöglichen wird. Wenn ein Mensch erleuchtet wird, macht sein Bewusstsein auf der eben beschriebenen Bewusstseinsskala einen so deutlichen Sprung nach vorn, dass das gesamte Bewusstsein der Umgebung mit verändert wird. Demzufolge wird das morphische Feld der Erleuchtung stärker als das morphische Feld des alten unbewussten Menscheitsverstands werden, sobald die Anzahl der Erleuchteten die notwendige Menge überschritten hat,. Dann wird die Erleuchtung großer Massen innerhalb von nur wenigen Monaten stattfinden können. Wäre das nicht wunderbar? Ich persönlich kann mir nichts Besseres oder Aufregenderes vorstellen!

devanshu

Beiträge: 3.073


27.12.2009 16:53
#9 RE: dunkle Nacht der Seele???? Zitat · antworten

liebe MAli,
ich glaube, das hat mir mal MAtthias (maddy) zukommen lassen.
Vielleicht hast du ja etwas Zeit, das alles zu lesen--zwischen den Kopftöpfen.
Bei Bedarf kann ich dir per mail noch mehr Gespeichertes zu diesem Thema schicken.

aber evt reichts dir ja auch schon.


devanshu

JeaDiama

27.12.2009 17:31
#10 RE: dunkle Nacht der Seele???? Zitat · antworten

Das klingt alles sehr interessant.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Wehwehchen meist auch mit
astrologischen Transiten hervor gingen.
Jedesmal wenn ich bemerkte, dass da wieder was quer am Horizont baumelt,
gings mir wieder entschieden besser. Da wirken äussere Einflüsse der
Makro-Körper auf die Mikro-KÖrper ein, so wie bei Vollmond die Gewässer
verrückt spielen.
Man könnte hier durchaus meinen, dass diese beiden Bereiche einander
ergänzen, weil das Eine symbolisiert, was das Andere zum Ausdruck bringen
möchte. Schließlich wählt sich die Seele ihren Geburtszeitpunkt und die
daraus einhergehenden zukünftigen Ereignisse irgendwie selbst aus. Damit
wäre die Lehre bzw. Erfahrung vorausprogrammiert.

Ich konnte so meine Wehwehchen bestens verstehen und überwinden und damit auch
sehr viel Selbsterkenntnis gewinnen.

LG
Jea

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