Liebe Jea, mein größter Meister war mein Hund... immer präsent im Jetzt, hingegeben an das was im Moment war - das Rascheln der Futterschachtel, der Geruch von frischen Mäuselöchern, das Schimpfen von Frauchen *ggg* und deren Liebe aber auch an Schmerzen und Behinderungen - untern denen das Frauchen damals wohl mehr litt als er.
Ja, sitzte still, werde still und beobachte unsere gefiederten, bepelzten Freunde - beobachte und nimm alles einfach wahr - und, wie Sweet so schön schreibt, Du erkennst, dass da niemals eine Leine war.
Zitat von JeaDiama Wovon suche ich Freiheit....? Von allem, was ich zu kennen glaube. Da ist eine Sehnsucht im Herzen nach etwas....was ich mir nicht erklären kann. Daher erscheint mir alles, was davon abweicht.....so bedrückend.....was es auch immer sei.
Wovon suche ich eigentlich Freiheit? Vielleicht von der Leine.
liebe Jea......so wie es scheint, sehnt sich dein Herz nach Auflösung. - nichts in der äußeren Welt wird je diese Freiheit und diesen Frieden erfahrbar machen. - da wird dich die "Leine" schmerzlich an die Begrenzungen erinnern. vielleicht kannst du ja all deine "Geschichten" loslassen.......und das dazugehörige "ich" natürlich auch *ggg*........dann bist du genau da, wonach sich dein Herz sehnt........im Frieden........EINS in Allem.
Danke für eure lieben Worte. Vom ganzen Herzen ist mir bewusst, dass ihr recht habt. Die Geschichte und das dazugehörige Ich erscheinen jedoch trotzdem. Ich bin´s und trotzdem bin ich es nicht ganz so, das ist ja die komische und unsichtbare Leine. Es ist manchmal so verwirrend. Als würde man rasch die Dimensionen wechseln und Schwierigkeiten mit der Orientierung bekommen....wie eine Art Bewusstseins-Jetlag?
Ich hatte heute Nacht einen Traum und musste beim Aufwachen an diesen Thread denken: Ich war dort in so einer Art Gefängnis, aber kein richtiges Gefängnis.....eher wie ein Gesellschaftliches, wie mir schien. Mit 2 weiteren Insassen, 2 Männern, plante ich unseren Ausbruch aus diesen Gemäuern. Da war Wachpersonal an den Ausgängen und wir mussten uns überlegen, wie wir sie überlisten. Der Plan war umsonst gedacht, denn im nächsten Moment waren wir draussen. Der konsequente Wille reichte irgendwie aus, um rauszugelangen. Ich fühlte mich ausserhalb der Begrenzung ungemein frei und spürte den Wind auf meiner Haut. Innerhalb der Gemäuer sah alles so bedrückend, trist und schattig aus und ausserhalb wunderschön hell, bunt und in voller Blüte. Im nächsten Moment war ich in einem wunderschönen Saal voller Menschen. Da waren welche, die der Reihe nach eine Rede hielten und Edgar (man trifft sich auch immer wieder ) saß unter ihnen. Ich saß im Publikum und applaudierte. Ich winkte ihm zu und er kam zu mir. Wir grüßten einander und dann ging er wieder. Darauf kamen ein paar Bekannte zu mir und fragten mich, woher ich Edgar kannte. Dabei fragte ich mich selbst, warum er mich erkannte, da wir uns nie zuvor live begegnet sind. Ich erzählte es ihnen. Einer von ihnen sagte, Edgar sei ein ganz schlimmer Finger und hätte beim Arbeitsamt eine Sachbearbeiterin mit einem Baseballschläger verprügelt. (Ist Edgar arbeitslos?) Ich staunte und bat ihn, er möge bitte aufhören hinter dem Mann zu lästern. Dann gingen diese Leute auch weg und ich wachte auf.
Zu erkennen, dass die Leine illusionär ist reicht nicht aus, solange man noch dran hängt. Zu erkennen, dass Herrchen und Hund derselbe sind, reicht auch nicht aus, solange die Bühne noch aktiv ist. Zu erkennen, dass man selbst sogar die Bühne und der Autor ist, reicht auch nicht aus, solange das Spiel auch erdrückend sein kann. Zu erkennen, dass man eigentlich nichts davon ist, wirft die Frage auf, warum es dann erscheint? Selbsterkenntnis ohne Selbstverwirklichung ist so gut wie nichts.
Zitat von JeaDiama...Ich erzählte es ihnen. Einer von ihnen sagte, Edgar sei ein ganz schlimmer Finger und hätte beim Arbeitsamt eine Sachbearbeiterin mit einem Baseballschläger verprügelt.
Man könnt ja glatt "drüben" ein Gerücht in die Welt setzen. Was Ede so in den Träumen seiner Devotees so alles treibt.
Zitat von JeaDiama...Ich erzählte es ihnen. Einer von ihnen sagte, Edgar sei ein ganz schlimmer Finger und hätte beim Arbeitsamt eine Sachbearbeiterin mit einem Baseballschläger verprügelt.
Man könnt ja glatt "drüben" ein Gerücht in die Welt setzen. Was Ede so in den Träumen seiner Devotees so alles treibt.