Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 114 mal aufgerufen
 Allgemeines Forum
Reiner

Beiträge: 73

26.08.2009 14:38
Sein und Logik Zitat · antworten



Kurzfassung

Die Logik ist eine Disziplin des Verstandes. Sie kommt aus der griechischen Philosophie und ist ein Denkmodell, das heute in großen Teilen unser Denken bestimmt.


Langfassung

Hinter allem, was ist - ob Denkmodell, philosophische Richtung, Erfindung, Natur, Mensch, Gefühl, Universum - ist immer als Quelle das Sein. Das Sein zu ergründen, beinhaltet als Voraussetzung, alles abzulegen, was mein Denken und Fühlen eingrenzt. Das heißt, alle Definitionen müssen zunächst verschwinden, denn die allumfassende Weite, Tiefe, Größe und Wirkung des Seins kann nur grenzüberschreitend begriffen werden. Dieses Begreifen erfolgt für jeden individuell, aber doch auf universelle Art gleich. Das Sein kann nur erfahren werden.

Die Logik ist eine Einschränkung der Erfahrung, weil die Logik mit bestimmten Regeln arbeitet. Diese Regeln sind per se Einschränkungen. Die Logik ist ein Hilfsmittel für den Verstand, ein Denkgebäude, eine philosophische Richtung, die heute allgemein anerkannt ist, besonders in den sogenannten westlichen Industrieländern. Naturvölker leben noch ohne Logik, rein aus der Erfahrung heraus.

Die Deduktion, die Erschließung von Wissen, Wissenschaft mit ihren vielfältigen Erkenntnismöglichkeiten und teilweise auch festgelegten Verfahren mit denen diese neuen Erkenntnisse dargestellt und gewonnen werden müssen, ist eine Einschränkung in sich selber.

Das Sein kennt keine Einschränkungen. Es ist für meinen trainierten und konditionierten Verstand eine große Herausforderung, zunächst alle Gewohnheiten und Betrachtungsmöglichkeiten wegzulassen und einfach nur still zu sein. Das Sein erkennt sich selbst durch meinen, unser aller Wesenskern, und dieser ist wesensgleich mit dem Sein. Es ist keine Identität da. Auf diese Art erkenne ich mein selbst. Ich erkenne mich, das Sein, selbst. Ich kann es auch beschreiben, obwohl diese Möglichkeiten limitiert sind, weil ich einerseits in einer limitierten Existenz bin, aber anderseits auch das unendliche allumfassende Sein bin.

Diese scheinbare Diskrepanz ist die erste Hürde, die der Verstand überhaupt nehmen muss. Ab einem gewissen Punkt ist eine Logik festzustellen, aber das Sein erklärt sich niemals durch Logik. In der Welt des Spiels, des Außen, brauche und benutze ich die Logik. Ich kann sie auch erklären, ich kann nach deren Gesetzen arbeiten.

In der bewussten Verbindung mit dem Sein können alle Grenzen fallen, alle Naturgesetze können aufgehoben werden. Diese Naturgesetze erhält jeder kollektiv durch das Unbewusste aufrecht, indem jeder immer wieder davon ausgeht, dass sie da sind.

Wenn die gesamte Menschheit plötzlich von etwas anderem ausgehen würde, würde sich die Welt danach ausrichten. Das ist erst einmal keine wissenschaftliche Logik mehr. Das Sein als unendlich, allumfassend, d.h. mit allen nur denkbaren Möglichkeiten zu sehen, bedeutet, dass entweder nichts oder alles logisch ist, aber mit unseren logischen Denkmodellen des Außen, ist das Sein niemals zu erfassen und dann ist auch das, was durch das Sein entsteht, nicht erklärbar.

Wenn ich mich verbinde mit dem Sein, d.h. mit mir selbst, komme ich in den Raum der allumfassenden Möglichen, der bilderlosen Stille, der großen Schöpferkraft und auch des großen Nichts. Dann ist es auch egal, ob ich des großen Nicht oder noch Nicht sage, denn die Zeit ist non existent.

Und aus dieser Klarheit, die ich gewinnen kann, entsteht Neues. Aus dieser Klarheit entstanden auch große Ideen, Erfindungen, philosophische Gebäude, die unser Leben seit tausenden von Jahren bestimmen.

Diese Erkenntnisgewinnung ist immer noch ein Gebiet, das erforscht werden kann, aber nur durch die Verbindung mit dem Sein selbst. Und diese Verbindung muss dann eine bewusste sein, denn viele der großen Erfinder, Entdecker und Wandler in dieser Welt, die allgemein bewundert und als herausragend darstellt werden , hatten, wenn eventuell keine bewusste, so doch eine unbewusste Verankerung im Sein, in einem Maß, dass das ihrer Mitmenschen völlig überstieg. Aber viele andere hatten diese Verbindung auch.

Nicht immer mündet die Klarheit der bewussten Verankerung im Sein, in eine bahnbrechende Erfindung, etwas das im Außen als Wunder oder Besonderheit dasteht. Ich bin oft darauf fixiert, auf Erfolg zu schauen, aber der größte Erfolg bin ich selbst. Durch die Verbindung mit dem Sein in vollem Bewusstsein vorgenommen, entsteht in meinem Leben eine nie gekannte Klarheit, ein Verankert- Sein, ein Zuhausesein, dass meinem gesamten Leben eine völlig neue, tiefe Qualität gibt. Und dann habe ich auch eine Ahnung vom Sinn des Lebens, aber dann frage ich schon lange nicht mehr nach Logik, dann bin ich.

Schöne Grüße

 Sprung  
smilies mehr smilies
Xobor Xobor Forum Software
Einfach ein eigenes Forum erstellen