Zitat von SupryaDen "Leierman" erobere ich mir gerade auf der Gitarre. Liebe Grüsse Suprya
Du hast ein gutes, ein echtes Gefühl für deinen Grund. Für das, aus was heraus du seien kannst. Zählt mehr als scheinbar mögliche oder unmögliche Wege wo auch immer hin. Ist sehr schön, kommt total an.
LG Patrick
Ja, da hocke ich, in diesem Urgrund und schaue erstaunt in alle Richtungen, sehe die Wege und Unmöglichkeiten jemals anzukommen. Manchmal läuft Suprya raus und geht irgendwohin, tanzt oder ackert irgendwo, aber sie kommt immer wieder zurück. Der Urgrund ist der Feierabend. Suprya
Hallo Suprya, ich schrieb das Posting an dich hinsichtlich deiner Beschäftigung mit einem Lied einer seltsamen Stimmung. Mit dem Grund meinte ich nicht irgend etwas der letzten Wahrheit. Das kann eh nicht das Thema sein. Ich rede immer nur von Momentaufnahmen. So ein Grund kann eine seltsame Stimmung, eine Erinnerung an einen Menschen, ein Lied oder, was bei mir häufig der Fall ist, ein Ort sein. Ich rede nicht von Wahrheit. Irgendwo habe ich mal gelesen und halte das für ziehmlich nah dran: Ist eine Wahrheit erst einmal geschrieben (oder gesagt), bleibt sie meist nicht lange wahr. Vielleicht liebe ich das Reden und das Schreiben über alles Seltsame so sehr, da es mich immer tiefer reinzieht. Das Höhlenmännchen sprach doch davon, daß je tiefer du kommst, umso mehr Tiefe bleibt zu erforschen. Meiner Meinung nach, und es muß nicht die Wahrheit sein, entsteht meine Welt mit dem Schritt. Jeder Schritt erschafft die Welt in die Richtung hinein, in der er gemacht wird. Ist nur eine Erfahrung, trügerisch vielleicht. Weiß nicht. Für mich ist das Suchen nach Wahrheit bedeutungslos. Momentaufnahmen leben, bedeutet für mich, die Wahrheit zu leben. Nicht irgend eine letzte, eine höchste. So wie deine Gedichte Momentaufnahmen sind. Letztlich scheinen alle Fragen der Menschen, nur Fragen der Form seien zu können. Die perfekte Form, die perfekte Momentaufnahme scheint alles was möglich ist.
Zitat von Patrick Hallo Suprya, ich schrieb das Posting an dich hinsichtlich deiner Beschäftigung mit einem Lied einer seltsamen Stimmung. Mit dem Grund meinte ich nicht irgend etwas der letzten Wahrheit. Das kann eh nicht das Thema sein. Ich rede immer nur von Momentaufnahmen. So ein Grund kann eine seltsame Stimmung, eine Erinnerung an einen Menschen, ein Lied oder, was bei mir häufig der Fall ist, ein Ort sein. Lieber Gruß Patrick
Hallo Patrick, ja, die Wahrheit ist ein flüchtig Ding. Versuchtst du sie zu ergreifen, ist sie verschwunden. Ich mag auch lieber sprechen von einer höchstmöglichen Ehrlichkeit mit sich selber. Dann erscheinen Wahrheiten um Wahrheiten. Schichten um Schichten, die niemals irgendwo endgültig sind. Es gibt sie nicht, weil auch das Leben nicht starr ist. Was eben noch wahr erschien ist längst geflohen. Ich teile mit dir die Vorliebe für das Seltsame. Ich habe mal vor etwa 30 Jahren ein Buch entdeckt, was zu meinen Schätzen gehört. Hier ein Bild: http://thumbs1.ebaystatic.com/pict/3701673123934040_1.jpg Es ist ein Bild- und Gedichtband, das die Zeit des fin de siecle, einer besonderen Kunstform des ausgehenden 19 Jahrhunderts beschreibt. Darin finde ich faszinierende Texte und Gedichte, die mich seltsam berühren und anziehen. Ein Beispiel und liebe Grüsse an dich Suprya
Was ich liebe Ich liebe die hektischen, schlanken Narzissen mit blutrothem Mund; Ich liebe die Qualengedanken, Die Herzen zerstochen und wund;
Ich liebe die Fahlen und Bleichen, Die Frauen mit müdem Gesicht, Aus welchen in flammenden Zeichen, Verzehrende Sinnenglut spricht;
Ich liebe die schillernden Schlangen, So schmiegsam und biegsam und kühl: Ich liebe die klagenden, bangen, Die Lieder von Todesgefühl;
Ich liebe die herzlosen, grünen Smaragde vor jedem Gestein; Ich liebe die gelblichen Dünen Im bläulichen Mondenschein;
Ich liebe die glutendurchtränkten, Die Düfte, berauschend und schwer; Die Wolken, die blitzedurchsengten, Das graue wuthschäumende Meer;
Ich liebe, was niemand erlesen, Was keinem zu lieben gelang: Mein eigenes, urinnerstes Wesen Und alles, was seltsam und krank.
Felix Dörmann (* 29.05.1870 , † 26.10.1928)
--------------------------------------------- Ich wurde nie gefunden _______________________________________ schau doch mal rein: www.suprya.de supryaworte.blogspot.com
Je älter ich werde, desto mehr liebe ich Gedichte. Stimmen sie mich doch in Kürze auf etwas ein, was sonst soviel Zeit zum Schälen bräuchte.
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Zitat von SupryaJe älter ich werde, desto mehr liebe ich Gedichte. Stimmen sie mich doch in Kürze auf etwas ein, was sonst soviel Zeit zum Schälen bräuchte.
Ja. Direkt und weg. Gar nicht hinein. Sofort drinnen aufwachen. Perfekte Lust - da perfektes Eingehen. Mehr als ein Gedicht geht nicht. Form.