Synchronizität Die Gleichzeitigkeit von Ereignissen
Kurzfassung
Im (PING), der bilderlosen Stille, gibt es keine Zeit. Dort ist dieses Thema redundant. Da es im (PING) keine Zeit gibt, sind alle Zeiten im Außen illusionär. Die Zeit dient als Hilfsmittel, aber alles ist gleichzeitig. Dafür ist keine Kausalität nötig.
Langfassung
Je mehr und je stärker ich angebunden bin im Sein, im (PING), in meiner wahren Natur, desto mehr bemerke ich. Meine Wahrnehmung wird immer feiner und ich kann erkennen, was vorher verschleiert war. So erkenne ich auch Dinge, die scheinbar unabhängig voneinander geschehen, als miteinander verbunden.
Diese Ereignisse sind nur scheinbar unabhängig voneinander. Tatsächlich aber ist alles eins. Es ist für den Verstand unmöglich, einen folgerichtigen Zusammenhang der Ereignisse zu ergründen, weil sie zu vielschichtig, zu komplex sind und ich nicht in der Lage bin, mit Hilfe meines Verstandes jede einzelne Nuance zu kennen, wiederzugeben und in ihrer Bedeutung für das Ganze zu würdigen. Alles ist gleich wichtig. Es gibt keinen Unterschied zwischen wichtig und unwichtig, klein und groß. Alles hängt zusammen.
In der eingeschränkten Welt des Außen, der Welt des Spiels, gilt die Zeit. Dort gelten auch Ursache und Wirkung. Das hat auch Auswirkungen auf alles, was ist, ohne dabei die Zeitlosigkeit des Seins in irgendeiner Form anzutasten. Mit den Regeln des Außen kann ich das Sein nicht erklären, aber mit Hilfe des Seins kann ich Unverständlichkeiten im Außen wahrnehmen und als miteinander verknüpft erkennen. Es gibt keine Zufälle. Es gibt weder glückliche Fügungen noch unglückliche Zusammenhänge, sondern alles hat seinen Sinn und unterliegt einem Plan. Dieser Plan ist keineswegs unabänderlich. Er ist nicht Schicksal, sondern alles, was ich tue, denke und fühle, beeinflusst nicht nur mich selbst, sondern auch meine Umgebung und auch die Ereignisse um mich herum, die vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Ereignisse. Das klingt paradox, doch dies ist eine Gesetzmäßigkeit.
Die Synchronizität der Ereignisse ist nichts anderes als mit geschärfter Wahrnehmung durch bewusste Anbindung an (PING) wahrgenommene Zusammenhänge. Der Zusammenhang war schon vorher da. Aber wenn ich im Außen verankert bin, kann ich den Zusammenhang nicht sehen.
Die wahre Natur der Dinge, ihre Zusammenhänge und die Gesetze des Seins erschließen sich mir nur, wenn ich mich bewusst anbinde, an das, was ich bin. Das ist die Quelle allen Seins. Das ist die bilderlose Stille, die allumfassende, absolute Schöpferkraft. Diese Schöpferkraft ist unteilbar. Daher ist alles eins, alles was geschaffen ist, was noch nicht da ist und das, was nicht ist.
Jeder Gedanke, jedes Gefühl beeinflusst das Ganze. Deswegen muss alles eine Auswirkung zeigen. Im Außen weiß ich nicht, was jemand denkt oder fühlt, ich kann nicht wirklich nachvollziehen, was jeder einzelne Mensch auf dieser Erde denkt, was in der gesamten Natur an Milliarden von Vorgängen vor sich geht. All diese Vorgänge beeinflussen das Ganze. Weil ich selber als Teil des Ganzen auch das große Ganze bin, beeinflusse ich das Ganze auch, indem ich mich bewusst damit vereine. Wenn ich es unvoreingenommen tue, völlig absichtslos, vertrauensvoll und rein, so erschließt sich mir der Gesamtzusammenhang, die wahre Natur all dessen, was ist. Wenn ich mich verankere, um etwas zu beeinflussen, so steht hinter dieser Absicht oft ein Mangeldenken. Der Mangel kann darin bestehen, dass ich etwas scheinbar Schlechtes zum Guten verändern möchte, dass ich einem Missstand abhelfen möchte. Wie auch immer dieser Gedanke gelagert ist, weist er auf einen zugrundeliegenden Mangel hin, auf ein Denken, das annimmt, dass Fehler da sind. Das große Sein macht keine Fehler. Das große Sein ist. Meine Wahrnehmung, die in der Welt des Außen verankert ist, sieht Fehler, sieht Positiv, sieht Negativ. Das Sein an sich ist wertungslos.
Daher besteht die Vereinigung mit dem Sein immer aus dieser unvoreingenommen Reinheit, die ermöglicht, dass ich ganz frei eintauche in den Urgrund all dessen, was ist, bevor es ist. Das Sein ist ungeprägt, es ist absolut, es ist da, es hat die Qualität der Weite, der Freiheit, der Liebe, der Stille. Hier ist mein wahres Zuhause. Nur hier bin ich angekommen in meinem wahren Sein. Alles andere ist Außen und ist damit Spiel, fußt aber gleichzeitig in der allumfassenden Stille.
In diesem Sinne kann man eigentlich gar nicht mehr von Beeinflussung sprechen. Denn da ist alles so, wie es ist. Der (oft zitierte) Sack Reis, der in China umfällt (wenn denn einer umfällt), beeinflusst somit nicht, das Wetter hier, sondern: In China fällt ein Sack Reis um und hier ist Scheißwetter. Punkt. Im Zusammenhang ist natürlich alles, aber es findet, streng genommen, keine gegenseitige Beeinflussung statt. Nach Beeinflussung sieht es lediglich aus, während man vermeintlich in der Zeit ist. Außer acht lässt man auch gerne, wenn man nach Ursache und Wirkung forscht, die kleinen und winzigkleinen Begebenheiten auf dem Weg, und sieht nur nach den markanten Eckpunkten (ich bin dick [Eckpunkt 2], weil ich zuviel esse[Eckpunkt 1]).
Mir haben einige deiner Texte gut gefallen, dieser hier enthält mir zuviel
In Antwort auf:Die wahre Natur der Dinge, ihre Zusammenhänge und die Gesetze des Seins erschließen sich mir nur, wenn ich mich bewusst anbinde, an das, was ich bin.
Hier bei mir gibt es keine wahre oder unwahre Natur der Dinge noch jemanden, der sich bewusst binden könnte an etwas, was er eh schon ist.
muss ehrlich sagen, dass ich den Text nicht ganz durch gelesen habe... ist mir oft zu lang, möchte mir auch nur kurz auf diesen Satz beziehen...
Zitat von Reiner Die wahre Natur der Dinge, ihre Zusammenhänge und die Gesetze des Seins erschließen sich mir nur, wenn ich mich bewusst anbinde, an das, was ich bin.
Bei mir geschieht kein bewusstes Anbinden, denn es ist ja eh immer "angebunden"... Und: die "wahre Natur der Dinge" ist ja das Einfachste auf der Welt. Lässt man alle tiefen Bedeutungen mal weg, und alles drüber Reflektieren, ist sie fühlbar. Also es ist für mich keine "Tat", sondern es geschieht durch Wegfallen von was auch immer... Interpretieren, Urteilen, Einverleibenwollen...
"Tat" ist es, wenn mans irgendwie fangen will und glaubt, es sonst immer wieder zu verlieren...
Grüße von
gabi
____________________________________ ...einfach nur leben...
Du schreibst: Mir haben einige deiner Texte gut gefallen, dieser hier enthält mir zuviel.
Worauf liegt der Fokus bei dieser Aussage? Auf das Primäre oder auf das was aus der formlosen Essenz hervorgeht, das was sekundär ist? Und genau da beginnt der bewusste Prozess, nämlich mein Bewusstsein auf das Sein auszurichten. Ich bin hier beides Sein und Spiel und .........
Sein und Spiel ist eins!
Aus dem Spiel, aus dem Intellekt kann ich das nicht erfassen.
Worauf liegt der Fokus bei dieser Aussage? Auf das Primäre oder auf das was aus der formlosen Essenz hervorgeht, das was sekundär ist? Und genau da beginnt der bewusste Prozess, nämlich mein Bewusstsein auf das Sein auszurichten. Ich bin hier beides Sein und Spiel und .........
Du bist Beides, ich bin Nichts. Treffen wir uns doch in der Mitte.
Zitat von Christine Mitte - immer gut, da bin ich.
weg da! ich war zuerst da
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