Alles ist eins, alles ist aus dem gleichen "Stoff", der eigentlich Nichts ist und so real erscheint. Ob Körper oder Gedanken, ob Wünsche, ob Gefühle... alles, alles ist aus einer "Substanz", die keine Substanz ist. Und IN dieser Stofflichkeit (zu der ich auch Gedanken etc. zählen würde) geschieht alles, besteht die Welt in ihrer ganzen Fülle.
Wenn Erwachen geschieht, geschieht Bewusstwerden des "Grundstoffs" bzw. des Nichts (der Leere) dessen, was man immer für "Etwas" gehalten hatte. In diesem immer wieder Bewusstwerden lösen sich die ursprünglich für fest und fix gehaltenen "Dinge" wie Gedanken und Gefühle auf. Und wenn dann auch noch der Körper im Sterben sich auflöst - so vermute ich - löst sich auch das Letzte an geistiger "Substanz" auf, sozusagen "atomisiert"... verflüchtigt sich... Also WER sollte da noch reinkarnieren können. Das ist eigentlich unmöglich. Es sei denn, es gibt noch nicht aufgelöste, also scheinbar "fixe" Gedanken- und Gefühlsstrukturen dieses gestorbenen Wesens, die im Kreislauf dieser Schöpfung irgendwie erhalten bleiben... Und die könnten nach Wiederverkörperung streben, da sie sich für wirklich halten. Der Glauben an die Realität dieser "Dinge" gibt ihnen die (scheinbare) Substanz...
Ich finde das faszinierend.
Mir scheint schon die Lehre von den "Elementalen" (Gedankenwesen) des Daskalos sehr zutreffend zu sein. Mein Erleben (Träume von meinem gestorbenen Ex-Mann) geht in diese Richtung auch... dass von ihm die stärksten Wünsche/Ausrichtungen/fixe Ideen erhalten geblieben sind und sich noch irgendwo, irgendwann und irgendwie auswirken. Ob Reinkarnation real geschieht, oder auf einer immateriellen Ebene, ist vielleicht sogar nebensächlich. Vielleicht Paralleluniversen, denn es gibt ja keine Zeit. Zahllose Paralleluniversen.... Endlose Möglichkeiten, alles schwirrt gleichzeitig rum... vielleicht auf verschiedenen SChwingungsebenen, sich gegenseitig durchdringend... Und steht irgendwie miteinander in Beziehung, in Beeinflussung... Befruchtung...
Ich glaube, die herkömmliche Idee der Reinkarnation kann nicht stimmen, denn es gibt keine Zeit. Reinkarnation würde heißen: nacheinander. Das gibt es nicht. Es gibt nur Jetzt. Und Hier. Vermutlich spielt sich alles in einem Punkt ab.
Nur mal so ins unreine gedacht.... Wow, bin grad voll fasziniert.
____________________________________ ...einfach nur leben...
aber trotzdem: ich kann den satz "es gibt keine zeit" nicht mehr hören.
innerhalb dieses spiels hier auf erden gibt es sehr wohl zeit, wie man schnell merkt, wenn man mal ein, zwei stunden im wartezimmer eines arztes sitzt, oder darauf "wartet", dass ein gebrochener arm wieder heilt.
und in ähnlicher weise kann es sehr wohl reinkarnation geben, wieso denn nicht?
soll bloss keiner jetzt kommen und mir erzählen "wir sind doch alle eins" ... das mag richtig sein, bloss wenn du im bus mit 50 anderen menschen stehst, dann fühl mal in dich rein:
vielleicht kannst du auf einer ebene das gemeinsame oder sogar das eins-sein spüren, aber auf einer anderen ebene ist es eben doch nicht so.
so what?
in dem spiel von zeit und reinkarnation und aufsplitten in viele einzelwesen gibt es natürlich schnellere und langsamere entwicklungen, und es gibt leid.
ein bodhisattwa, der das spiel so oft mitgespielt hat, dass er nicht mehr mitspielen braucht, es aber trotzdem tut, weil er weiss, wie bescheuert es sich für die anderen im spiel anfühlt, besonders wenn sie leiden ... ... den finde ich "toll" ...
denn auch wenn ausserhalb des spiels alle drüber lachen mögen, innerhalb des spiels wird immer noch viel geweint und geleidet, und ich bin dankbar für solche bodhisattwa's wie z.B. Eckart Tolle ...
ob die dann da irgendwas geloben oder nicht - ist mir völlig gleich
in den tobias-channels wird des öfteren darauf hingewiesen, dass es kein karma mehr gebe mithin - so kann man daraus schließen - auch die reinkarnation keine rolle mehr spielt.
das ist auf dem hintergrund zu sehen, dass tobias (und andere channels) einem erklären, dass man "frei" ist, "gott" ist und sich nicht von irgendwas gebunden fühlen braucht.
DAS scheint mir die entscheidende message zu sein: egal, ob du an reinkarnation und/oder karma glaubst, wichtig ist, dass du dich jetzt in diesem moment nicht durch irgendwas aus der näheren oder ferneren vergangenheit gebunden / verpflichtet / in eine bestimmte richtung gedrängt fühlst.
ein bodhisattwa mag aktiv sein hier auf erden, bis auch der letzte mensch "erlöst" ist.
mir fällt dazu folgendes ein, was ich bei rudolf steiner gelesen habe (sinngemäß):
"es wird eine zeit kommen, wo kein mensch auf erden ruhig schlafen kann, wenn er weiss/fühlt, dass auf der anderen seite des erdballs jemand nicht genug zu essen hat"
Danke Peter, ich will noch hinzufügen. Entweder Ihr seid 100% im Selbst, im Eins dann exisiert keine Zeit, kein Körper (somit keine Reinkanation), keine Illusion ... Oder Ihr habt ein Empfinden von Zeit, von Trennung, von Eurem Körper dann seid Ihr nicht im Eins. Da spielt es auch keine Rolle ob ihr "erwacht" seid oder nicht. Das Erkennen der Illusion, des Verstandes und das Verlieren des Egos beutet noch lange nicht im Eins/Selbst zu sein auch wenn die Idee davon immer klarer wird. Erkennt doch ehrlich wo Ihr seid. Und bitte jetzt nicht Antworten wie: Da gibt es niemanden der erkennen könnte oder was außerhalb der Illusion soll erkannt werden.
@gabi:
In Antwort auf:Und wenn dann auch noch der Körper im Sterben sich auflöst - so vermute ich - löst sich auch das Letzte an geistiger "Substanz" auf,
Denkst Du das ist eine einmalige Sache? Die Frage ist ernst gemeint und keine Belehrung! So Quasi einmal in die Illusion gebohren und beim Tod wieder raus?
Im K.I.W steht sinngemäß: Es gibt 2 Glaubenswege, der Glaube an die Inkarnation und der Glaube nicht an Inkarnation. Beide sind richtig und es macht keinen Sinn die Anderen von seinem Weg überzeugen zu wollen. Liebe Grüße Matthias
als ich deinen Auftakt heute mittag las, dachte ich mir "huch, ich weiss nix von diesen Gelübden und was ist denn das nu schon wieder, ein Bodhisattwa???? " ... na gut, ich geb zu, gehört hab ich diesen Namen schon mal irgendwo, hab dann auch die wikipedia Einträge überflogen und es war wie so oft sehr spannend "mein Gott was es alles jibbt" ....
mein erstes Gefühl vor all dieser "Verstandestätigkeit" lässt sich so beschreiben: JA diesen tiefen inneren Wunsch kenn ich gut "auch der letzte soll erleuchtet sein" ... "Schluss mit der Blindheit", "Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin" und ihr wisst schon was ich meine darum geht es doch eigentlich nur und nur dafür bin ich hier
das mit den Paralleluniversen und dem einen Punkt, in dem sich alles abspielt kann ich auch nachvollziehen ... der Verstand schafft das nicht, die Gedanken spielen sich immer in einer zeitlichen Reihenfolge ab, aber irgendwo in der Stille hab ich diesen Raum schon betreten und dafür passen dann auch die uns vertrauten Worte immer weniger....
In Antwort auf:Und wenn dann auch noch der Körper im Sterben sich auflöst - so vermute ich - löst sich auch das Letzte an geistiger "Substanz" auf,
Denkst Du das ist eine einmalige Sache? Die Frage ist ernst gemeint und keine Belehrung! So Quasi einmal in die Illusion gebohren und beim Tod wieder raus?
Ich weiß es nicht. Kann durchaus sein, nicht ICH werde wieder geboren, sondern Geist gebiert sich ja ständig neu... ist in ständiger Bewegung und Veränderung... keine Ahnung... weiß es echt net.
Zitat von maddyIm K.I.W steht sinngemäß: Es gibt 2 Glaubenswege, der Glaube an die Inkarnation und der Glaube nicht an Inkarnation. Beide sind richtig und es macht keinen Sinn die Anderen von seinem Weg überzeugen zu wollen.
Das ist ein schöner Satz, und ich sehe es genauso. Will auch niemanden von etwas überzeugen, sondern fand einfach interessant, was ihr so denkt....
____________________________________ ...einfach nur leben...
in den tobias-channels wird des öfteren darauf hingewiesen, dass es kein karma mehr gebe mithin - so kann man daraus schließen - auch die reinkarnation keine rolle mehr spielt.
das ist auf dem hintergrund zu sehen, dass tobias (und andere channels) einem erklären, dass man "frei" ist, "gott" ist und sich nicht von irgendwas gebunden fühlen braucht.
DAS scheint mir die entscheidende message zu sein: egal, ob du an reinkarnation und/oder karma glaubst, wichtig ist, dass du dich jetzt in diesem moment nicht durch irgendwas aus der näheren oder ferneren vergangenheit gebunden / verpflichtet / in eine bestimmte richtung gedrängt fühlst.
Jou, wenn auch ein wenig umständlicher, würd ich es auch gesagt haben wollen. Hab vorhin schon angefangen zu schreiben und dann hat eins das andere ergeben und dann hab ichs wieder gecancelt.
Aber was ich dazu sagen wollte, spez. zur Reinkarnation, da hab ich pers. halt schon so diverse Erlebnisse gehabt, die (auch wieder nur mich pers.) zu der Annahme veranlassen, dass es sie gibt. Nur, wichtig wird sie immer weniger für mich. Ich kann sie aber deshalb nicht aus meinem Erfahrungsschatz streichen, weil sie einfach noch intus ist. Was Ingrid mit der Ahnenreihe schrieb, kann ich so auch nicht teilen. Ich glaube inzwischen, dass die Ahnenreihe genauso wichtig (bzw. unwichtig) ist, wie die Reinkarnationsreihe (die meines Wissens und Empfindens aber aus anderer Richtung kommt). Beides aber ist ein "gestern". Und, alles was "gestern" war ist bloß noch Erinnerung, jedoch wenn diese "Erinnerung" wieder so gefühlsmäßig aufgewärmt wird und sie negativ war zB. geht es einem dann so, wie Frau Lot, die zurückschaut und zur Salzsäule erstarrt. Man holt ein Empfinden wieder in die Gegenwart, das eigentlich schon längst zu den Akten gelegt wurde.
Ob das wirklich ein Vorher und/oder Nachher ist, wenn Zeit nicht existiert, ist natürlich eine andere Sache. Kann dann auch durchaus aus sowas wie ein Paralleluniversum sein. Nur, solange man halt noch in "gestern heute und morgen" denkt und redet, war es dann halt ein früheres bzw. ein zukünftiges Leben.
aber trotzdem: ich kann den satz "es gibt keine zeit" nicht mehr hören.
innerhalb dieses spiels hier auf erden gibt es sehr wohl zeit, wie man schnell merkt, wenn man mal ein, zwei stunden im wartezimmer eines arztes sitzt, oder darauf "wartet", dass ein gebrochener arm wieder heilt.
Gut, dann nennen wir es "subjektiv empfundene Zeit"... so ähnlich wie "gefühlte 20 Grad" :-) Das hab ich auch nicht bestritten, dass es die Illusion von Zeit gibt. Wie es auch die Illusion eines Ego gibt. Und diese Illusionen wirken ungeheuer echt. Trotzdem sind sie reine Hirngespinste (das ist jetzt mal negativ ausgedrückt). Positiver gesagt: Zeit und Ego sind Produkte unseres Verstandes, der zum Einen immer alles strukturiert und kombiniert und sich Erklärungsmodelle bastelt, und im Fall des Ego behauptet, Cheffe zu sein. Vergangenheit und Zukunft sind Illusion - auch wenn sie sich anders anfühlen.
Zitat von peter-lebtund in ähnlicher weise kann es sehr wohl reinkarnation geben, wieso denn nicht?
Aber ja. Warum nicht? In dieser Weise kann es sie geben. Ich weiß es ja auch nicht. Ich hab einfach mal meine Gedanken spielen lassen...
Zitat von peter-lebtsoll bloss keiner jetzt kommen und mir erzählen "wir sind doch alle eins" ... das mag richtig sein, bloss wenn du im bus mit 50 anderen menschen stehst, dann fühl mal in dich rein:
Also es mag ja blöd klingen, aber ich fühl mich gerade im vollen Bus oder Zug total eins, je mehr Menschen, umso einser... sozusagen... eingetaucht.
Zitat von peter-lebtvielleicht kannst du auf einer ebene das gemeinsame oder sogar das eins-sein spüren, aber auf einer anderen ebene ist es eben doch nicht so.
so what?
Nix what. Ist erlaubt. Hab ich nix gegen. Wer es so empfindet, empfindet es so. Ich habs ja selbst mein ganzes (fast) Leben so empfunden.
Zitat von peter-lebtin dem spiel von zeit und reinkarnation und aufsplitten in viele einzelwesen gibt es natürlich schnellere und langsamere entwicklungen, und es gibt leid.
ein bodhisattwa, der das spiel so oft mitgespielt hat, dass er nicht mehr mitspielen braucht, es aber trotzdem tut, weil er weiss, wie bescheuert es sich für die anderen im spiel anfühlt, besonders wenn sie leiden ... ... den finde ich "toll" ...
Ja, das hat was... so was Edles... und Reines... Meiner Meinung nach ist es wirklich eine edle Absicht, und ich sah mich selbst auch in diesem Licht, komme ja aus dem Zen... also das war mein "Einstieg"... Und ich war wild entschlossen, die ganze Menschheit zu retten. Doch heute ist meine Bedeutung gleich Null - vor mir selber. Ich sehe mich nicht mehr als bedeutend oder besonders wichtig an. Alles was an Hilfe durch mich geschehen könnte, kommt ja wenn, dann nicht aus mir persönlich, sondern woanders her... einfach angeflogen. Ich tue nichts und kann nichts tun. Und die Hilfe eines Bodhisattwa wäre demnach - aus meiner Sicht - eine sehr unpersönliche Sache, unpersönlich, weil er nicht selbst handelt, sondern ES durch ihn handelt, und natürlich von der (kosmischen) Liebe getragen und ausgelöst (Sat/Chit/Ananda), denn die spielen ja dann in einem solchen Menschen.
Zitat von peter-lebtdenn auch wenn ausserhalb des spiels alle drüber lachen mögen, innerhalb des spiels wird immer noch viel geweint und geleidet,
Wie kommst du darauf, dass Leute, die das Spiel durchschauen, über das Leiden lachen könnten? Klangen meine Worte irgendwie überheblich?
Zitat von peter-lebtund ich bin dankbar für solche bodhisattwa\'s wie z.B. Eckart Tolle ...
ob die dann da irgendwas geloben oder nicht - ist mir völlig gleich
Ja schau! Ich mag ihn auch. Es hat aber sicher jeder eine persönliche, andere Art, wie er die Entwicklung der Menschheit zu mehr geistiger Freiheit unterstützt. Das kann ein Arbeiter/Angestellter in seinem Umfeld tun, oder ein Eckhart Tolle in großer Öffentlichkeit - da ist in meinen Augen keiner mehr wert als der andere...
Grüße von gabi
____________________________________ ...einfach nur leben...