Bei mir war es die Sucht nach einem glücklicheren Leben. Es war die Möglichkeit, für eine Weile mit mir selbst zufrieden sein zu können, eine Weile ohne Angst leben zu können. Insofern war es indirekt die Suche nach einem anderen Bewusstseinszustand, weil ich mit meinem normalen Bewusstsein nicht zurecht gekommen bin. Natürlich hab ich im Laufe der Sucht dann direkt die Möglichkeit zur Bewusstseinsänderung gesucht (vermutlich, nachdem ich auch berauscht unglücklich und ängstlich blieb, aber das ist nur eine Vermutung). Rückblickend kann ich sagen, dass alle meine Visionen und Erkenntnisse unter Drogeneinfluss schlicht nutzlos und verwirrend waren. Die nachhaltige Bewusstseinsänderung ist später in nüchternen Zeiten geschehen.
Zitat von ReflektorInsofern war es indirekt die Suche nach einem anderen Bewusstseinszustand, weil ich mit meinem normalen Bewusstsein nicht zurecht gekommen bin.
schön ausgedrückt...
Kann gar nicht sagen, dass ich gesucht habe... hab nur gemerkt, dass irgendwas nicht so ist, wie vielleicht sein sollte. Aber Sucht war definitiv auch da.
Das Interessante, was ich jemals zu Sucht gelesen habe, Sunnyluna, stammt von David R. Hawkins (Power versus Force, Kapitel IV)
"Die tatsächliche Wirkung von Drogen dient einfach dazu, die niederen Energiefelder zu unterdrücken, was dem Betreffenden ermöglicht, ausschließlich die höheren zu erleben. Es ist, als ob alle unteren Töne eines Orchesters durch ein Sieb herausgefiltert würden, so dass man nur noch die hohen Noten hören kann. Die Unterdrückung der niederen Töne bringt nicht die höheren Töne hervor, sie macht diese lediglich offenbar. […] Selten erfährt ein Durchschnittsmensch etwa Liebe ohne Angst oder reine Freude, noch viel weniger Ekstase. Diese höheren Bewusstseinszustände sind jedoch derart machtvoll, dass man sie, so man sie einmal erlebt hat, nie vergessen kann und sie deshalb unablässig erstrebt. […] Der hohe Zustand, nach dem die Leute mit allen Mitteln trachten, ist tatsächlich das Erfahrungsfeld ihres eigenen Bewusstseins (SELBST). Wenn sie spirituell unzureichend gebildet sind und es ihnen an Hintergrundwissen mangelt, um das Erleben begreifen zu können, glauben sie, dass es von einer "äußeren" Quelle erzeugt wurde (beispielsweise von einem Guru, von Musik, Drogen, Geliebten usw.). Dabei ist lediglich unter besonderen Umständen etwas eingetreten, wodurch sie erfahren haben, was in Wirklichkeit "im Innern" vorhanden ist."
Ja, dieser Text ist wirklich sehr interessant, Raggi, und aus meiner Sicht auch gut verständlich geschrieben.
Ich denke viele Menschen (oder die meisten?) neigen dazu, nur die hohen Tonlagen erleben zu wollen, solange sie nicht ein bestimmtes Bewußtsein `erlangt´ haben... ich ertappe mich auch immer wieder dabei, merke aber, daß es leichter und leichter wird, ALLES anzunehmen, was da ist und mir nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen zu holen.
.... und es ist so wunderbar, diese Wandlung erleben zu dürfen!!!!!!!!!!!!.... so befreiend, eine Aussage, Handlung, einen Blick oder Text nicht mehr zu bewerten, sondern einfach anzuschauen, was ist!
Zitat von Raggi...Dabei ist lediglich unter besonderen Umständen etwas eingetreten, wodurch sie erfahren haben, was in Wirklichkeit "im Innern" vorhanden ist."[/i]
Diese Aussage finde ich sehr wichtig. Wenn, auch nur oberflächlich, ich mich so in der Bibel umsehe, all die Götzen, die so in unseren Kirchen rumstehen und hängen, obwohl da ganz eindriglich darauf hingewiesen wird: "Du sollst Dir kein Bildnis machen..." oder "das goldene Kalb...". Ich gehe oft in Kirchen, mir gefällt das, aber eigentlich mehr aus einem kulturellen Aspekt her, nicht unbedingt aus religiösen Motiven her gesehen. Doch bin ich auch zwiespältig, was dazu meine Meinung betrifft. Wenn man so ganz abgedriftet ist, in diese (rein materielle) Welt. Vielleicht braucht es dann schon diverse Fingerzeige, in Form von Geschichten, wie zB: DIE WEIHNACHTSGESCHICHTE; die Geschichte der "geweihten Nacht" Der Gott wird als Mensch geboren. Hilflos, wie halt ein neugeborenes ist, abhängig von den Eltern, damit es überleben kann.
Könnte damit nicht umschrieben werden, die Geburt des Göttlichen in jedem Menschen, das Göttliche muss heranwachsen um irgendwann dann an das Kreuz (rein nur das Kreuz, ein sehr reduziertes (und deshalb gutes) Symbol für das Geistige (senkrecht) und das Weltliche (waagrecht) im Schnittpunkt der Ewigkeit/Zeitlosigkeit) genagelt, in der Welt gestorben um dann in Ewigkeit/Zeitlosigkeit wieder aufzustehen.
Einfach ein Hinweis, auf uns Schäfchen, die wir sehr extrem uns von der Ursprungsherde entfernt haben, und so direkt nicht mehr zurückfinden. Der Schäfer muss da halt mit Tricks aufwarten, weil die fette Wiese all zu verlockend ist, um uns wieder heim bringen zu können.
Aber genau weiß ichs auch nicht, bin mir da unschlüssig.
Übrigens kenne ich kaum eine Weltreligion (eigentlich auf Anhieb gar keine), die nicht mit diversen Bildern an uns rumackert. Noch nicht mal der Buddhismus, all die guten und viel mehr die bösen Geister, die dort gezeigt werden. Aber, so habe ich mir sagen lassen, sind die (zumindest in Tibet) aus der alten BON-Religion übernommen worden. So, wie ja auch bei uns, das Weihnachtsfest (zumindest der Zeitpunkt) übernommen wurde, aus dem alten Fest der Germanen der Wintersonnenwende, das Osterfest aus dem Frühlingsritual und auch div. altjüdischen Festen. Wenn man sich zB. unsere röm. kirchlichen Oberen mit ihren hohen Hüten da rumspazieren sieht. Hat jemals jemand Jesus mit solcher Kopfbedeckung rumlaufen sehen? ;) Eher, wenn man sich so anschaut, waren die Hohepriester damals mit sowas ausgestattet. Auch findet man in der Kath. Kirche noch viele Glocken, die diversen altrömischen Göttern (wie zB. Jupiter) geweiht sind. Ich höre übrigens Glocken sehr gern, der Klangkörper eine große Kirche, da dröhnt der ganze Körper, wenn man darunter steht. Die Obertöne bilden, wenn man sich darauf einlässt, ganz neue Melodien. Wunderschön.
Wie Ihr hier gut bemerken könnt, komm ich gern vom hundertsten ins tausendste, darum bremse ich mich hier mal. ;)
Ich find das interessant, was du schreibst!Seit ungefähr 2 Jahren achte ich auf die Sonnenwenden,besonders auf die Wintersonnenwende im Dezember - ab da werden die Tage wieder länger, yeah! Momentan bin ich fasziniert von dem Termin 2 Februar, den ich zum ersten Mal bewusst erlebt habe: Das alte Datum für Maria Lichtmess (natürlich ursprünglich ein Naturfest) ist das Startzeichen für den Frühling in unseren Breiten: Die Vögel fangen wieder an zu singen, die Tage werden in großen Schritten heller. Früher wurden an Maria Lichtmess die Arbeitsstellen gewechselt, wenn es dran war und ein neues Arbeitsverhältnis begonnen werden sollte. Weil ich nicht katholisch bin, dachte ich immer, "Mess" hätte etwas mit "Messe" zutun, aber es geht wohl wirklich um das Messen des zunehmenden Lichtes.
Zitat von beginnerIch find das interessant, was du schreibst!Seit ungefähr 2 Jahren achte ich auf die Sonnenwenden,besonders auf die Wintersonnenwende im Dezember - ab da werden die Tage wieder länger, yeah! Momentan bin ich fasziniert von dem Termin 2 Februar, den ich zum ersten Mal bewusst erlebt habe: Das alte Datum für Maria Lichtmess (natürlich ursprünglich ein Naturfest) ist das Startzeichen für den Frühling in unseren Breiten: Die Vögel fangen wieder an zu singen, die Tage werden in großen Schritten heller. Früher wurden an Maria Lichtmess die Arbeitsstellen gewechselt, wenn es dran war und ein neues Arbeitsverhältnis begonnen werden sollte. Weil ich nicht katholisch bin, dachte ich immer, "Mess" hätte etwas mit "Messe" zutun, aber es geht wohl wirklich um das Messen des zunehmenden Lichtes.
Es gibt noch einen anderen "Verdacht" woher das Wort Lichtmess stammt. Mess = Maze. Maze ist das Labyrinth. Und das zumeist siebengängige Labyrinth (nicht Irrgarten) ist ein archaisches Kulturmuster, dass viertausend vor Christus an vielen Orten der Erde auftauchte und heute von den Frauen (und Männern) wieder in die Zeit getragen wird. Ich habe lange Zeit in labyrinthischen, von Frauen organisierten Jahrfeskreisfesten mitgewirkt und gefeiert, Tänze angeleitet und Musik gemacht, und mich so wieder den natürlichen ursprünglichen Bedeutungen genähert. Lichtmess ist der weißen Göttin geweiht, die das Licht wieder in die Welt bringt (Lucia, Brigit). Der Lebensweg wird wieder neu begonnen. Ich tanze immer noch gerne die Feste des Lebens. lg suprya
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