In Antwort auf:mir eigentlich (innerlich) der Kragen platzt, ich jedoch nichts sage, weil davor noch so eine Art "Es geht immer nur darum, alles einfach zu akzeptieren bzw. zu fühlen"-Programm geschaltet ist.
diese Aussage hat bei mir etwas ins Rollen gebracht, was mich zur zeit sehr umtreibt. Ich spüre innerlich eine Wut im Hinblick auf meine Freundin. Es kommen alte Verletzungen dadurch in mir zum Aus-bruch. Ich versuche diese Verletzung in mir zur Zeit einfach wagr zu nehmen, aber innerlich führe ich ständig GEspräche und kann nicht loslassen..
Gerade wo ich das hier schreieb kommt mir selbst die lÖUNG: HInein in die WUT, hinein in die inneren Gespräche, hinein in das GEfühl nicht loslassen zu können, solange bis es sich ausgetobt hat-.
bin aber für eure Gedanken dazu weiter dankbar und offen
Zitat von SEIN...du kannst IMMER davon ausgehen, daß es "deine geschichten" sind, die sich dir zeigen.
Liebe Ingrid, ich weiß nicht, ich habe das schon so oft gelesen - doch in meinem Leben konnte ich das nicht immer so finden...LG von gabi
liebe gabi,
ist es nicht wie bei byron katie - the work - das alle urteile die ich "anderen" gebe, auf mich selbst zurückgenommen werden? - und wie rama erwähnte, können die eigenen lügen auf so vielen ebenen erfolgen, daß vielleicht ein direkter zusammenhang nicht mehr so schnell nachvollziehbar ist.
zum anderen seh ich es auch so, daß wenn starke wertungen in mir vorhanden sind, eben diese im außen sichtbar werden. - damit ich sie erkennen kann und in mir wieder frieden schließen kann.
ich finde es einfach befreiend, zu wissen - "niemand hat schuld" - so brauch ich meine energien nicht für anschuldigungen und drüber nachdenken verschwenden sondern kann so, wie clarissa sagte, einfach meinen emotionen nachspüren und darin den frieden finden.
Zitat von SEIN...ich finde es einfach befreiend, zu wissen - "niemand hat schuld" - so brauch ich meine energien nicht für anschuldigungen und drüber nachdenken verschwenden sondern kann so, wie clarissa sagte, einfach meinen emotionen nachspüren und darin den frieden finden. liebe grüße ingrid
Das ist wahr! Ja, das ist befreiend... Kann man aber erst sehen, wenn man es halt sieht (dass niemand Schuld hat). Es ist einfach nicht jeder in diesem Bewusstsein.
Und, ja, es ist schon richtig, dass sich im Außen besonders die Urteile wiederspiegeln, die man über sich selbst fällt... Byron Katie ist einfach genial... Und es stimmt natürlich, dass die Lügen sehr subtil sein können - und ich nicht ohne Lügen bin... weißgott... nein. Aber ich bin oft dicht dran, ihnen auf der Spur - wenigstens das.
Was die Spiegeltheorie anlangt, so ist mir das einfach zu simpel, weiß auch nicht, warum - habe die noch nie so wirklich sehen können. Letztlich ist alles in mir und ich kann alles in mir finden, auch wenn es mir nicht gefällt, was ich sehe. Doch da frag ich mich schon gleich: was ist mit Mord und Totschlag? Wo ist das in mir? Ich - als scheinbares Individuum mit diesem speziellen Charakter - habe da eine sehr große Abneigung gegen Gewalt und mag kaum richtig hinschaun, wenn sie mir präsentiert wird...wo ist die Gewalt in mir? Es fällt mir wirklich schwer, sie zu finden... Aber ich kenne diese Emotionen alle, kann mir vorstellen, wie sie aufbrausen können und einen alles vergessen lassen können... Empathie ist ja eigentlich nichts anderes, als sein Sein auf alles auszudehnen, bzw. mehr und mehr bewusst zu werden, dass man alles ist.
Also ist es so, dass die Spiegeltheorie nur stimmt, wenn ich weiß, dass ich Alles bin. Wenn ich von meinem kleinen Ich ausgehe, sind alle Emotionen da - wurzelhaft, keimhaft - aber nicht in dem Maße gelebt, wie es mir Außen gezeigt wird. Manches wird einem so heftig von Außen vor Augen geführt, wie man es nicht innerlich lebt... ich meine also auch den Grad, die Wucht....
Hmm, keine Ahnung...
gabi
____________________________________ ...einfach nur leben...
ja liebe gabi, - das spiegelgesetz kann natürlich nicht 1 : 1 angewendet werden. - da hab ich mich früher auch sehr oft darüber gewundert,wie mir manche dinge im außen begegnen können - vor allem auch gewalt - wo ich mich doch selber soooo friedlich erlebte. - bei meinen tieferen forschungen hab ich dann aber für mich herausgefunden, daß ich in mir eine sehr starke abneigung gegen gewalt und auch gegen die menschen, die eine solche anwenden, hatte. - mehr oder weniger hatten die in meinem system eigentlich gar keine daseinsberechtigung *g* - mal übertrieben ausgedrückt. - allein diese abneigung und ablehnung ließ mich mit mir selbst nicht in frieden sein. - so begegnete mir des öfteren gewalt....einfach um mich darauf aufmerksam zu machen, wie extrem hart mein urteil war. - als ich dies erkannt hatte, spürte ich großes mitgefühl mit mir und denen die scheinbar gewalttätig sind. - es fühlte sich sehr gut an, beides (gewalt und nicht-gewalt) anzunehmen und SEIN zu lassen.
Zitat von SEINso begegnete mir des öfteren gewalt....einfach um mich darauf aufmerksam zu machen, wie extrem hart mein urteil war. - als ich dies erkannt hatte, spürte ich großes mitgefühl mit mir und denen die scheinbar gewalttätig sind. - es fühlte sich sehr gut an, beides (gewalt und nicht-gewalt) anzunehmen und SEIN zu lassen.
wunderbare Worte, Ingrid. So in etwa wollte ich auch schreiben, Du bringst es für mich auf den Punkt.
Ich empfinde es als befreiend, Gewalt und Aggression nicht komplett von mir abzuschalten oder im Keim zu ersticken,wenn es in mir hochkommt. Dabei geht es mir nicht ums Ausleben der Gewalt. Ich lasse die Emotion zu, gehe hinein und lasse sie vom Bewusstsein verbrennen. Gedanken (zB Mord) werden dann nicht mehr verteufelt oder verurteilt.
inzwischen kann ich auch Gewalt besser an mich heran lassen... Früher konnte ich sowas noch viel weniger sehen, ohne gleich in Tränen auszubrechen. Heute ist es anders geworden... ich lehne es nicht mehr so ab, lasse es stehen als das was es eben ist, wenn es ist. Aber es ist ja jeden Moment anders.
Gestern geschah was Lustiges... Ich war so im bliss und in der Stille und dachte, wunderbar, ich liebe alles! Da kam mir ein Obdachloser entgegen, der kaute an einem rohen Stück Fleisch, das wie ein Lappen an seiner Hand herunter hing, und als er an mir vorbei ging, stank er unerträglich.... Mei, war ich in der Ablehnung.... boah... das war die Lehre direkt auf dem Fuße....
Was der Verstand so alles denkt, und was dann wirklich ist, sind halt zwei Welten.... hihi...
Lieber Raggi, ich lasse bei mir aggressive Emotionen jetzt mehr zu als früher, als ich sie ablehnte... ich lebe sie dann sogar meistens aus, also äußere sie, denn sie haben meist eingen triftigen Grund, und das Ausleben hat witzigerweise oft ganz gute Folgen - wider Erwarten...
Liebe Grüße, gabi
edit: eigentlich habe ich es null im Griff, ob ich Aggressionen nun auslebe oder nicht... es lebt sich einfach aus... und fertig...
____________________________________ ...einfach nur leben...
Zitat von SEINja liebe gabi, - das spiegelgesetz kann natürlich nicht 1 : 1 angewendet werden. - da hab ich mich früher auch sehr oft darüber gewundert,wie mir manche dinge im außen begegnen können - vor allem auch gewalt - wo ich mich doch selber soooo friedlich erlebte. - bei meinen tieferen forschungen hab ich dann aber für mich herausgefunden, daß ich in mir eine sehr starke abneigung gegen gewalt und auch gegen die menschen, die eine solche anwenden, hatte. - mehr oder weniger hatten die in meinem system eigentlich gar keine daseinsberechtigung *g* - mal übertrieben ausgedrückt. - allein diese abneigung und ablehnung ließ mich mit mir selbst nicht in frieden sein. - so begegnete mir des öfteren gewalt....einfach um mich darauf aufmerksam zu machen, wie extrem hart mein urteil war. - als ich dies erkannt hatte, spürte ich großes mitgefühl mit mir und denen die scheinbar gewalttätig sind. - es fühlte sich sehr gut an, beides (gewalt und nicht-gewalt) anzunehmen und SEIN zu lassen.
ich umarm dich ingrid
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